Endlich habe ich es heute geschafft, nach der Winterpause, wieder in den Sattel zu kommen !
Schon seit letzter Woche nehme ich Anlauf. Alles Reitzeug schon zusammengesucht und es fängt an zu regnen, oder der Hufschmied kommt, oder der Hund muß zur Ausbildung, die Schwiegertochter hat Geburtstag und und und ... Heute sollte ich den Tierarzt anrufen, weil bei einem Pferd die Augen tränen. Ich gestehe, ich hatte das Telefon schon in der Hand, da habe ich es mir anders überlegt. Der Tierarzt wäre irgendwann Vormittags oder Mittags gekommen und Nachmittags waren Gewitter angesagt. Also habe ich das Reitzeug zusammengesucht, mich umgezogen und los gings.
Der Tierarzt kann auch morgen kommen wenn ich arbeiten muß.
Mein Pferd hat über Winter abgenommen, Sattelgurt 12.Loch, und auch die Hufe sind irgendwie kleiner geworden. Ist das möglich ? Ich meine die kleineren Hufe ? Irgendwie haben die Hufschuhe Klappergeräusche gemacht.
Am meisten Angst hatte ich vor dem ersten Aufsteigen nach fast genau 5 Monaten. Ob ich es schaffe ohne Probleme in den Sattel zu kommen ? MIt 60 Jahre alten Knochen und Muskeln ? Vielleicht hätte ich doch zwischendurch Reitunterricht nehmen sollen ? Es war ein vorbildliches Aufsteigen ! Ich kann es noch !
Den Beginn der Strecke hatte ich selbstverständlich vorher inspiziert und mich gefreut, das die Jäger etliche Hindernisse in Form von umgefallen Bäumen über Winter beseitigt haben. Wie ich dann heute feststellte, war man aber tiefer im Wald noch am arbeiten, Geräusche von Motorsägen, umfallende Bäume dicke Spuren eines Harvesters. Vielleich wäre es doch besser gewesen nach 16 Uhr zu reiten, wenn die Waldarbeiter Feierabend haben. Zumal das Gewitter, wie ich jetzt, wenn ich aus dem Fenster sehe weiß, woanders gewittwert, hier scheint die Sonne.
Zu spät, nun saß ich auf dem Pferd und war nicht sicher ob ich heute noch mal so schulmäßig in den Sattel kommen würde. Ich mußte also während des Rittes umdisponieren. Die neue Strecke überraschte mich mit umgefallenen Bäumen, direkt neben uns brach Wild durchs Unterholz und ich wurde, wie auch mein Pferd, immer nervöser. Was wenn sie jetzt losgalloppiert und über die Bäume springt ? Naja sie hat sich benommen und ich habe mich auch wieder beruhigt und so war es ein kurzer aber erfogreiche Ausritt. Erfolgreich weil gegenseitiges Vertrauen wieder aufgefrischt wurde und alles am Pferd noch funktionierte. Bremse, Gas, Richtung erster und zweiter Gang. Nur den Galopp habe ich noch nicht probiert. Vielleicht beim nächsten oder übernächsten mal.
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Montag, 15. April 2013
Donnerstag, 27. September 2012
Schöner September
Fast in jedem Jahr ist der September der beste Monat zum Reiten. Das Wetter ist nicht mehr so heiß und auch noch nicht kalt, die Insekten kaum noch lästig. Mir gefallen auch besonders die Herbstfarben der Bäume, Pilze sprießen aus dem Boden, Eichhörnchen sammeln emsig Wintervorräte. Man trifft mehr Leute als sonst im Wald, Pilzliebhaber und Jäger.
In diesem Jahr allerdings verdirbt mir der Holzeinschlag an meinen "Einflugschneisen", also die Wege die ich benutzen muß um in den "tiefen Wald" zu kommen etwas den Spaß.
Am Donnerstag wollte ich einen Bogen um dem Harvester machen, der schon von weitem zu sehen und zu hören war und bin statt dessen erst richtig hineingeraten. Ausweichen ging nicht mehr und umdrehen wollte ich auch nicht. Aber der Harvester-Fahrer Nummer Zwei war freundlich. Er hat seine Maschine zur Seite gefahren und sogar den Motor abgestellt, damit ich ohne Probleme passieren konnte.
Meine schönen festen Waldwege, nun ist alles tiefer Sand. Zum Glück aber nur wenige Kilometer am Anfang meiner Lieblingsstrecke.
Heute hatte ich eine andere Route geplant um in Ruhe die Natur zu genießen.
Aber schon in der Waldsiedlung irritierte mich ein herumirrender leerer Holzlaster, der offensichtlich nach seinen Holzstapeln suchte. Wie ich bald feststellte auch hier, also an der Ausweichstrecke, Holzeinschlag. Große Stapel am Weg und der Weg eher eine Hindernisbahn.
Das half nun aber alles nichts, da mußten wir durch und zwar schneller als der Laster, von dem ich annahm, das er hinter dem nächsten Busch auf uns lauerte um mich wieder vom Pferd zu scheuchen. Ich steige bei "Gefahr" ab, freiwillig. Obwohl mir das Wieder-Aufsteigen nicht mehr so leicht fällt. Aber lieber gehe ich ein Stück zu Fuss (mit Helm und Schutzweste auf Waldwegen in der Regel anstrengender als Reiten), als unnötig das Risiko einzugehen, das mein Pferd ohne mich den Heimweg über die Landstraße antritt. Leider ist mein Schimmel nicht sehr abgebrüht bei großen, oder auch kleinen, klappernden Maschinen. Also Trab durch alle Löcher, bis kein Holzstapel mehr vor uns zu sehen war, den der großer Laster vielleicht abholen wollte.
Nun konnte ich endlich entspannen.
Es ging auch wieder die "Waldautobahn" aus meinem Post von 05.07.2011 entlang. Inzwischen ist es aber eher eine "Weidefläche" geworden, auf der auch schon Wildschweine Löcher gebuddelt haben. Mich stört das nicht.
Vor dem Ostseeurlaub, und der Hirschbrunst, habe ich mir noch mal die Strecke zum Rondell gegönnt. Dort ist der Weg ja befestigt und geschottert worden.
- Post vom 30.10.2011 -
Das "Schriftstück" hängt dort immer noch. Beweisfoto anbei.
Erstaunlich wie widerstandfähig in Folie eingelegtes Papier ist. Ich finde es hat sich kaum verändert, obwohl es inzwischen,allen Naturgewalten, ein Jahr ungeschützt ausgesetzt war.
Und als ich gerade dort so langgondele versunken in Naturbetrachtungen vernehme ich doch ein Fahrradklingeln im Wald und überlege ob es Stare im Forst gibt, die so perfekt Fahradklingeln imitieren können? Toll!
Aber die Ohren des Pferdchens gingen nach hinten und uns überholten 2 echte Fahrradfahrer, die freundlicherweise geklingelt hatten um das Pferd nicht zu erschrecken. Etwas ganz seltenes im tiefen Wald (die Radfahrer). Wahrscheinlich die sportliche Variante, die nicht auf Radwege angewiesen sind.
In diesem Jahr allerdings verdirbt mir der Holzeinschlag an meinen "Einflugschneisen", also die Wege die ich benutzen muß um in den "tiefen Wald" zu kommen etwas den Spaß.
Am Donnerstag wollte ich einen Bogen um dem Harvester machen, der schon von weitem zu sehen und zu hören war und bin statt dessen erst richtig hineingeraten. Ausweichen ging nicht mehr und umdrehen wollte ich auch nicht. Aber der Harvester-Fahrer Nummer Zwei war freundlich. Er hat seine Maschine zur Seite gefahren und sogar den Motor abgestellt, damit ich ohne Probleme passieren konnte.
Meine schönen festen Waldwege, nun ist alles tiefer Sand. Zum Glück aber nur wenige Kilometer am Anfang meiner Lieblingsstrecke.Heute hatte ich eine andere Route geplant um in Ruhe die Natur zu genießen.
Aber schon in der Waldsiedlung irritierte mich ein herumirrender leerer Holzlaster, der offensichtlich nach seinen Holzstapeln suchte. Wie ich bald feststellte auch hier, also an der Ausweichstrecke, Holzeinschlag. Große Stapel am Weg und der Weg eher eine Hindernisbahn.
Das half nun aber alles nichts, da mußten wir durch und zwar schneller als der Laster, von dem ich annahm, das er hinter dem nächsten Busch auf uns lauerte um mich wieder vom Pferd zu scheuchen. Ich steige bei "Gefahr" ab, freiwillig. Obwohl mir das Wieder-Aufsteigen nicht mehr so leicht fällt. Aber lieber gehe ich ein Stück zu Fuss (mit Helm und Schutzweste auf Waldwegen in der Regel anstrengender als Reiten), als unnötig das Risiko einzugehen, das mein Pferd ohne mich den Heimweg über die Landstraße antritt. Leider ist mein Schimmel nicht sehr abgebrüht bei großen, oder auch kleinen, klappernden Maschinen. Also Trab durch alle Löcher, bis kein Holzstapel mehr vor uns zu sehen war, den der großer Laster vielleicht abholen wollte.
Nun konnte ich endlich entspannen.Es ging auch wieder die "Waldautobahn" aus meinem Post von 05.07.2011 entlang. Inzwischen ist es aber eher eine "Weidefläche" geworden, auf der auch schon Wildschweine Löcher gebuddelt haben. Mich stört das nicht.
Vor dem Ostseeurlaub, und der Hirschbrunst, habe ich mir noch mal die Strecke zum Rondell gegönnt. Dort ist der Weg ja befestigt und geschottert worden.
- Post vom 30.10.2011 -
Das "Schriftstück" hängt dort immer noch. Beweisfoto anbei.
Erstaunlich wie widerstandfähig in Folie eingelegtes Papier ist. Ich finde es hat sich kaum verändert, obwohl es inzwischen,allen Naturgewalten, ein Jahr ungeschützt ausgesetzt war.
Und als ich gerade dort so langgondele versunken in Naturbetrachtungen vernehme ich doch ein Fahrradklingeln im Wald und überlege ob es Stare im Forst gibt, die so perfekt Fahradklingeln imitieren können? Toll!
Aber die Ohren des Pferdchens gingen nach hinten und uns überholten 2 echte Fahrradfahrer, die freundlicherweise geklingelt hatten um das Pferd nicht zu erschrecken. Etwas ganz seltenes im tiefen Wald (die Radfahrer). Wahrscheinlich die sportliche Variante, die nicht auf Radwege angewiesen sind.
Montag, 5. März 2012
Saisoneröffnung
Am ersten März ging es das erstemal 2012 wieder in den Wald. Das heißt, im Wald war ich schon einen Tag vorher gewesen, um wenigstens die ersten 2 km Reitstrecke zu inspizieren. Ich überlasse ungern etwas dem Zufall, und wollte vor unumreitbaren Hindernissen auf den ersten Kilomertern sicher sein.
Satteln und Trensen waren noch nicht in Vergessenheit geraten, der Sattelgurt konnte aber 3 Löcher fester angezogen werden, da Madam über Winter etwas abgespeckt hat. Schön ... Auch in den Sattel bin ich dank gelegentlicher Gymnastik ohne Probleme gekommen. Da oben war aber irgendwas anders als sonst. Waren meine Beine kürzer geworden ? Es soll ja vorkommen, das man im Alter schrumpft! Die Steigbügel hatte ich ein Loch länger verschnallt, da ich neue Stiefel (Treckingstiefel Marke Aldi) mit dicker Sohle angezogen hatte. Hm.. vielleicht doch etwas übertrieben! Aber nun gleich wieder absteigen, wo der erste Ausritt nach 3 Monaten an sich schon aufregend ist, muss ja nicht sein, also tapfer weiter.
Dann die erste Trabstrecke und die Pferdeohren gingen doch etwas iritiert nach hinten, nach dem Motto - Frauchen, was ist denn mit Dir heute los? - . Ok ich habe eingesehen, das meine Position im Sattel vielleicht doch etwas zu instabil, für den ersten Ausritt ist, bin an passender Stelle (ich brauche ja eine Bodenerhebung um wieder auf mein 150cm Pferd aufsteigen zu können!!!) abgestiegen, habe die Steigbügel auf die alte Länge geschnallt und bin auch wieder einigermaßen elegant zurück aufs Pferd gekommen.
Aber das Problem mit den kürzeren Beinen war nicht wirklich behoben. Ich beschloss darüber nicht mehr nachzudenken und den Ausritt zugenießen. Das Wetter super, Pferdchen relativ entspannt, unser Wald wie immer der reinste Safaripark (an der Menge des Wildes gemessen, was in aller Ruhe unseren Weg kreuzte), und im Galopp hatten die Beine die richtige Länge. Komisch...
Ich hab´s nicht übertrieben und war nach 1 1/2 Std wieder zu Hause.
Der Muskelkater, 2 Tage später hatte es trotzdem in sich. Hoffentlich kommt nun der Winter nicht zurück, denn nun muss ich regelmäßig dabeibleiben um mir und dem Pferdchen unnötige Schmerzen (Muskelkater) zu ersparen.
Auch Testhufschuhe habe ich schon bestellt, aber davon nächste Woche.
Satteln und Trensen waren noch nicht in Vergessenheit geraten, der Sattelgurt konnte aber 3 Löcher fester angezogen werden, da Madam über Winter etwas abgespeckt hat. Schön ... Auch in den Sattel bin ich dank gelegentlicher Gymnastik ohne Probleme gekommen. Da oben war aber irgendwas anders als sonst. Waren meine Beine kürzer geworden ? Es soll ja vorkommen, das man im Alter schrumpft! Die Steigbügel hatte ich ein Loch länger verschnallt, da ich neue Stiefel (Treckingstiefel Marke Aldi) mit dicker Sohle angezogen hatte. Hm.. vielleicht doch etwas übertrieben! Aber nun gleich wieder absteigen, wo der erste Ausritt nach 3 Monaten an sich schon aufregend ist, muss ja nicht sein, also tapfer weiter.
Dann die erste Trabstrecke und die Pferdeohren gingen doch etwas iritiert nach hinten, nach dem Motto - Frauchen, was ist denn mit Dir heute los? - . Ok ich habe eingesehen, das meine Position im Sattel vielleicht doch etwas zu instabil, für den ersten Ausritt ist, bin an passender Stelle (ich brauche ja eine Bodenerhebung um wieder auf mein 150cm Pferd aufsteigen zu können!!!) abgestiegen, habe die Steigbügel auf die alte Länge geschnallt und bin auch wieder einigermaßen elegant zurück aufs Pferd gekommen.
Aber das Problem mit den kürzeren Beinen war nicht wirklich behoben. Ich beschloss darüber nicht mehr nachzudenken und den Ausritt zugenießen. Das Wetter super, Pferdchen relativ entspannt, unser Wald wie immer der reinste Safaripark (an der Menge des Wildes gemessen, was in aller Ruhe unseren Weg kreuzte), und im Galopp hatten die Beine die richtige Länge. Komisch...
Ich hab´s nicht übertrieben und war nach 1 1/2 Std wieder zu Hause.
Der Muskelkater, 2 Tage später hatte es trotzdem in sich. Hoffentlich kommt nun der Winter nicht zurück, denn nun muss ich regelmäßig dabeibleiben um mir und dem Pferdchen unnötige Schmerzen (Muskelkater) zu ersparen.
Auch Testhufschuhe habe ich schon bestellt, aber davon nächste Woche.
Montag, 5. September 2011
Die Heide blüht
Mit Muskelkater ging es heute (31.08.) auf zu neuen Taten. Wir sind eine große Runde von 2 Stunden angegangen.
Bei den Vorbereitungen habe ich die wärmere Fleecejacke herausgelegt und mit der Winterreithose geliebäugelt. Mein Thermometer (Nordseite) zeigte 10°C an. Als das Pferd dann aber gesattelt war und es wirklich losging, reichte auch das dicke Baumwollhemd.
Auf unserer Tour sind wir am großen ehemaligen Truppenübungsplatz vorbeigekommen und ich habe einige Fotos von der Heideblüte gemacht.
Unter erschwerten Bedingungen, denn der Schimmel frißt gerne Heide. Da ist es nicht so einfach das Bild nicht zu verwackeln und die Zügel festzuhalten.
Ich fand die Heideblüte in anderen Jahren reichlicher. Vielleicht ist es ja auch schon zu spät, und das Wetter nicht so ideal zum Fotografieren. Das dritte Foto ist vom 19.08.2009 vom kleinen Truppenübungsplatz.
Viele Leute finden die Heideblüte ja toll. Es werden sogar Kremserfahreten zur "Heideblüte" auf den ehemaligen Truppenübungsplatz in der Wittstocker Heide angeboten. Mir wäre Wald anstelle der Heide lieber. Für mich steht die Heide in Verbindung mit der ehemaligen Nutzung durch die Armee, mit der Zeit als große Teile des Waldes nicht betreten werden durften, denn erst durch die Armee ist es zu diesen Freiflächen gekommen. Wahrscheinlich fährt es sich mit Panzern zwischen den Bäumen nicht so gut.
Ich habe immer Angst durch eine spontane Reaktion des Pferdes in irgendwelchen Betonlöchern, Panzersperren, Stacheldrahtverhauen oder was da sonst noch alles so ist, zu landen, und meide diese Arreale daher möglichst. Von der ehemaligen Raketenstellung bei Beetz gab es sehr unschöne Bilder, über in solchen Löchern verendetes Wild, im Internet. Ich bin für Wiederaufforsten, was auf der anderen Seite des Weges, von dem aus ich die Bilder gemacht habe, auch schon passiert ist.
Aber ok nun sind neue Biotope entstanden die auch ihre Berechtigung haben und dazu noch einmal im Jahr schön anzusehen sind. Menschenmassen wie in der Lüneburger Heide (?) muss man hier nicht befürchten.
Auch die Insekten haben sich bei diesem Wetter zurückgehalten und das Pferd trotz flottem Tempos nicht geschwitzt. Mein Kreislauf hat super mitgespielt, meinetwegen muß es nicht wärmer werden, alles zwischen 10 und 15°C ist ok.
Bei den Vorbereitungen habe ich die wärmere Fleecejacke herausgelegt und mit der Winterreithose geliebäugelt. Mein Thermometer (Nordseite) zeigte 10°C an. Als das Pferd dann aber gesattelt war und es wirklich losging, reichte auch das dicke Baumwollhemd.
Auf unserer Tour sind wir am großen ehemaligen Truppenübungsplatz vorbeigekommen und ich habe einige Fotos von der Heideblüte gemacht.
Unter erschwerten Bedingungen, denn der Schimmel frißt gerne Heide. Da ist es nicht so einfach das Bild nicht zu verwackeln und die Zügel festzuhalten.
Ich fand die Heideblüte in anderen Jahren reichlicher. Vielleicht ist es ja auch schon zu spät, und das Wetter nicht so ideal zum Fotografieren. Das dritte Foto ist vom 19.08.2009 vom kleinen Truppenübungsplatz.Viele Leute finden die Heideblüte ja toll. Es werden sogar Kremserfahreten zur "Heideblüte" auf den ehemaligen Truppenübungsplatz in der Wittstocker Heide angeboten. Mir wäre Wald anstelle der Heide lieber. Für mich steht die Heide in Verbindung mit der ehemaligen Nutzung durch die Armee, mit der Zeit als große Teile des Waldes nicht betreten werden durften, denn erst durch die Armee ist es zu diesen Freiflächen gekommen. Wahrscheinlich fährt es sich mit Panzern zwischen den Bäumen nicht so gut.
Ich habe immer Angst durch eine spontane Reaktion des Pferdes in irgendwelchen Betonlöchern, Panzersperren, Stacheldrahtverhauen oder was da sonst noch alles so ist, zu landen, und meide diese Arreale daher möglichst. Von der ehemaligen Raketenstellung bei Beetz gab es sehr unschöne Bilder, über in solchen Löchern verendetes Wild, im Internet. Ich bin für Wiederaufforsten, was auf der anderen Seite des Weges, von dem aus ich die Bilder gemacht habe, auch schon passiert ist.
Aber ok nun sind neue Biotope entstanden die auch ihre Berechtigung haben und dazu noch einmal im Jahr schön anzusehen sind. Menschenmassen wie in der Lüneburger Heide (?) muss man hier nicht befürchten. Auch die Insekten haben sich bei diesem Wetter zurückgehalten und das Pferd trotz flottem Tempos nicht geschwitzt. Mein Kreislauf hat super mitgespielt, meinetwegen muß es nicht wärmer werden, alles zwischen 10 und 15°C ist ok.
Montag, 29. August 2011
Übermotiviert nach Zwangspause
Nach fast 4 Wochen Pause (Arbeit, Familie, Wetter und dann auch noch eine Verletzung des Pferdes) war ich nun heute mal wieder mit dem Schimmel im Wald. Vorher hatte ich aber noch einige Hürden zu überwinden, denn der Schimmel hatte sich an seinen Urlaub gewöhnt. Da war natürlich so was wie Satteln und Stillestehen nicht mehr im Programm, dafür aber auf Frauchens Fuss stellen oder aufgeregt umherhampeln, fast währe in der ganzen Hochstimmung auch noch meine Brille zu Bruch gegangen. Das Hufeauskratzen habe ich direkt auf "nach dem Ritt" verschoben um nicht noch mehr Probleme zu provozieren.
Als ich dann endlich im Sattel saß, ging es schon nach wenigen Metern, ohne Kommando meinerseits, im Trab los. Das Pferd muss sich sehr gut erholt haben, wenn es gleich so übermotiviert seine Aufgaben angeht, schon sehr ungewöhnlich für den Beginn eines unserer Ausflüge. In so einem Fall ist es natürlich von Vorteil, wenn man als "Einsamer Reiter" unterwegs und daher flexibel ist, denn eigentlich wollte ich die Sache ja langsam angehen und erst beim nächsten Mal Tempo fordern. Ganz nebenbei bemerkt nicht nur mit Rücksicht auf das Pferd sondern vor allem mit Rücksicht auf meinen Körper, ich bin ja schließlich auch 4 Wochen aus dem Training und keine 40 mehr. Also habe ich erst mal auf Schritt bestanden, wegen der Disziplin, schließlich möchte ich über Gangart, Tempo und Richtung entscheiden, da darf nichts einreißen, sonst bin ich eines Tages nur noch Passagier und nicht mehr Pilot. Danach habe ich lange Trabstrecken und Galopp eingebaut, damit sie auch ihren Spass hat und nicht irgendwann die Mitarbeit aus Frust und Langeweile einstellt. Da so eine Reiter-Pferd-Gemeinschaft sich gegenseitig ergänzt, wurde durch ein paar Buckler im Galopp auch für meine Unterhaltung gesorgt, schließlich könnte ja auch ich sonst aus Langeweile das Reiten aufgeben. Die Aufregung wurde aber weniger und das ganze insgesamt ein schöner Ritt. Sogar das Wetter spielte mit. Als ich wieder zu Hause meine Schuhe auszog fing es an zu Regnen, da war es mit egal, ich war im Trocknen.
Vorher habe ich aber noch die Hufe nicht nur ausgekratzt sondern auch etwas rundgefeilt Nach dem Ritt fiel dem Schimmel das Stillstehen leichter. Als ich mein Pferd dann aber auf die Koppel zu ihren Kameraden gelassen habe, ging es in vollem Galopp an das andere Ende wo ihre Freundin stand. Ich war nicht mehr ganz so frisch.
Als ich dann endlich im Sattel saß, ging es schon nach wenigen Metern, ohne Kommando meinerseits, im Trab los. Das Pferd muss sich sehr gut erholt haben, wenn es gleich so übermotiviert seine Aufgaben angeht, schon sehr ungewöhnlich für den Beginn eines unserer Ausflüge. In so einem Fall ist es natürlich von Vorteil, wenn man als "Einsamer Reiter" unterwegs und daher flexibel ist, denn eigentlich wollte ich die Sache ja langsam angehen und erst beim nächsten Mal Tempo fordern. Ganz nebenbei bemerkt nicht nur mit Rücksicht auf das Pferd sondern vor allem mit Rücksicht auf meinen Körper, ich bin ja schließlich auch 4 Wochen aus dem Training und keine 40 mehr. Also habe ich erst mal auf Schritt bestanden, wegen der Disziplin, schließlich möchte ich über Gangart, Tempo und Richtung entscheiden, da darf nichts einreißen, sonst bin ich eines Tages nur noch Passagier und nicht mehr Pilot. Danach habe ich lange Trabstrecken und Galopp eingebaut, damit sie auch ihren Spass hat und nicht irgendwann die Mitarbeit aus Frust und Langeweile einstellt. Da so eine Reiter-Pferd-Gemeinschaft sich gegenseitig ergänzt, wurde durch ein paar Buckler im Galopp auch für meine Unterhaltung gesorgt, schließlich könnte ja auch ich sonst aus Langeweile das Reiten aufgeben. Die Aufregung wurde aber weniger und das ganze insgesamt ein schöner Ritt. Sogar das Wetter spielte mit. Als ich wieder zu Hause meine Schuhe auszog fing es an zu Regnen, da war es mit egal, ich war im Trocknen.
Vorher habe ich aber noch die Hufe nicht nur ausgekratzt sondern auch etwas rundgefeilt Nach dem Ritt fiel dem Schimmel das Stillstehen leichter. Als ich mein Pferd dann aber auf die Koppel zu ihren Kameraden gelassen habe, ging es in vollem Galopp an das andere Ende wo ihre Freundin stand. Ich war nicht mehr ganz so frisch.
Donnerstag, 25. August 2011
Sattel rutscht wieder ... Lammfell oder Neopren ?
Irgendwann im Juni waren wir im Wald unterwegs. Bei schwülem Wetter, hatten wir am Anfang und Ende des Ritts, doll mit Bremsen zu tun. Also nur in der Nähe des Dorfes, mitten im Wald war dann Ruhe. So weit fliegen die Bremsen anscheinend nicht.
Ich bücke mich also im Sattel zur Seite, um Bremsen an der Flanke des Pferdes zu erschlagen, und ... Ihr könnt es Euch denken, der Sattel rutschte auch zur Seite, das gab einen Schreck!
Ich erst mal von oben alle Schnallen und Dorne geprüft, ob sich vielleicht der Gurt gelöst hat, aber alles ok
Ich bin weiter geritten, ruckartige Bewegungen möglichst vermeidend, und der Sattel blieb auch im Galopp in seiner Position. Beim Absteigen war ich aber besonders vorsichtig.
Es gibt Dinge, mit denen man sich einfach abfinden muss, dazu gehört die Figur meines Pferdes. Sicherlich würde es helfen, wenn Madam das eine oder andere Kilo abspecken würde ... . Aber die Figur währe auch dann in den Grundzügen noch erhalten (keinen Widerrist, runde Rippen) wie ich jetzt an ihrer Kumpeline, die z.Z. ein Fohlen führt, sehe.
Mein "rutschsicheres Arrangement" aus Waffelneoprenpad und Neoprengurt habe ich inzwischen gegen Lammfell ausgetauscht, denn die Ursachen einer Lahmheit vermutete der TA im Sattel. Ich bin der Meinung der Sattel passt, das heisst, es wird für diese Figur keinen "passenderen" Sattel geben. So habe ich erst mal das relativ dünne Neoprenpad gegen Lammfell mit Hitec-Einlage aus "Weltraumschaum" getauscht. Das war ganz ok, das Buckeln wurde seltener und die Lahmheit auch, das ganze aber auch etwas rutschiger. Unter dem Lammfellpad war sie deutlich trockener, als unter dem Neopren, vielleicht daher auch der Effekt für den Rücken, nicht mehr so nass und klebig, Lammfell einfach angenehmer als Neopren.
Nach der Winterpause wurde Madam dann aber beim Satteln ulkig, fing an nach mir zu beissen und ähnliche Unmutsbekundungen, vor allem beim Gurten.
Also habe ich noch mal investiert in einen "anatomisch geformten Lammfellgurt mit Einlage" (das nächste mal nehme ich den Mondgurt, der würde noch besser sitzen). Hier traten am Anfang Probleme mit dem ungewohnten Druck des Mittelstücks auf das Brustbein auf. Zumindest habe ich Husten und Scharren so interpretiert. Aber bald verlief das Satteln und Gurten ohne Zwischenfälle und sie geht viel entspannter. Gurten tu ich nun übrigens von beiden Seiten, um den Gurt gleichmässig anzuziehen, damit sich keine Falten in der Haut bilden. Nun habe ich ein glückliches Pferd, aber als Reiter immer son bischen im Hinterkopf, was wohl passiert, wenn wir in Situationen kommen bei denen es mich seitlich vom Pferd wegdriftet, unvermuteter Hacken oder so. Sie neigt ja glücklicherweise nicht zu solchen Aktionen, aber ein etwas mulmiges Gefühl bleibt. Vor allen nach der Sache mit den Bremsen.
Ich bücke mich also im Sattel zur Seite, um Bremsen an der Flanke des Pferdes zu erschlagen, und ... Ihr könnt es Euch denken, der Sattel rutschte auch zur Seite, das gab einen Schreck!
Ich erst mal von oben alle Schnallen und Dorne geprüft, ob sich vielleicht der Gurt gelöst hat, aber alles ok
Ich bin weiter geritten, ruckartige Bewegungen möglichst vermeidend, und der Sattel blieb auch im Galopp in seiner Position. Beim Absteigen war ich aber besonders vorsichtig.
Es gibt Dinge, mit denen man sich einfach abfinden muss, dazu gehört die Figur meines Pferdes. Sicherlich würde es helfen, wenn Madam das eine oder andere Kilo abspecken würde ... . Aber die Figur währe auch dann in den Grundzügen noch erhalten (keinen Widerrist, runde Rippen) wie ich jetzt an ihrer Kumpeline, die z.Z. ein Fohlen führt, sehe.
Mein "rutschsicheres Arrangement" aus Waffelneoprenpad und Neoprengurt habe ich inzwischen gegen Lammfell ausgetauscht, denn die Ursachen einer Lahmheit vermutete der TA im Sattel. Ich bin der Meinung der Sattel passt, das heisst, es wird für diese Figur keinen "passenderen" Sattel geben. So habe ich erst mal das relativ dünne Neoprenpad gegen Lammfell mit Hitec-Einlage aus "Weltraumschaum" getauscht. Das war ganz ok, das Buckeln wurde seltener und die Lahmheit auch, das ganze aber auch etwas rutschiger. Unter dem Lammfellpad war sie deutlich trockener, als unter dem Neopren, vielleicht daher auch der Effekt für den Rücken, nicht mehr so nass und klebig, Lammfell einfach angenehmer als Neopren.
Nach der Winterpause wurde Madam dann aber beim Satteln ulkig, fing an nach mir zu beissen und ähnliche Unmutsbekundungen, vor allem beim Gurten.
Also habe ich noch mal investiert in einen "anatomisch geformten Lammfellgurt mit Einlage" (das nächste mal nehme ich den Mondgurt, der würde noch besser sitzen). Hier traten am Anfang Probleme mit dem ungewohnten Druck des Mittelstücks auf das Brustbein auf. Zumindest habe ich Husten und Scharren so interpretiert. Aber bald verlief das Satteln und Gurten ohne Zwischenfälle und sie geht viel entspannter. Gurten tu ich nun übrigens von beiden Seiten, um den Gurt gleichmässig anzuziehen, damit sich keine Falten in der Haut bilden. Nun habe ich ein glückliches Pferd, aber als Reiter immer son bischen im Hinterkopf, was wohl passiert, wenn wir in Situationen kommen bei denen es mich seitlich vom Pferd wegdriftet, unvermuteter Hacken oder so. Sie neigt ja glücklicherweise nicht zu solchen Aktionen, aber ein etwas mulmiges Gefühl bleibt. Vor allen nach der Sache mit den Bremsen.
Freitag, 29. Juli 2011
Pilze im Nieselregen
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Nachdem der Ausflug am Montag wegen Nieselregens verkürzt ausgefallen ist, stand heute eine etwas längere Tour an.
Auch dieses Vorhaben drohte zu scheitern. Gleich am Anfang ist der Schimmel aus dem Trab böse gestolpert und ich hatte lange Bedenken, ob er nicht doch verletzt ist. Da es zu Umkehren aus pferdepsychologischen Gründen gerade ungünstig war bin ich langsam weitergeritten. Später dann, als alles ok schien, auch schneller.
Entschuldigen möchte ich mich bei dem netten Pilzsucherpärchen aus Berlin (Autonummer) dem ich (am Montag Im Nieselregen) wenig Aussicht auf Erfolg (also Pilze) gemacht hatte. Die Auskunft war wohl nicht ganz richtig. Heute habe ich einen Pilzsucher getroffen, der seinen Korb proppevoll der schönsten Steinpilze hatte. Solche Mengen Steinpilze habe ich noch nie gesehen! Naja, von oben, dazu noch mit Brille, ist das ja auch nicht so einfach.
Ansonsten alles sehr schön, bis auf 3 Straßenbau LKW´s die meinen Weg kreutzten. Vermutlich mit Straßenbau-Recycling Material, war eine Plane drüber.
Das die Wege gemacht werden ist ja schön, aber mit Belag? Vielleicht kann ich das am Wochenende ja mal überprüfen. Eigentlich soll ja hier alles Naturschutzgebiet werden, da passt so Straßenbau nicht wirklich.
Andererseits möchte ich auch nicht meckern, wenn die wenigen befestigten Wege ausgebessert werden, bis jetzt sind noch genügend reitbare Strecken übrig.
Den Hufspuren nach sind aber nur wenige Reiter unterwegs, Mein Schimmel, der zugegeben etwas faul ist, lebt immer richtig auf, wenn auf den Wegen Hufspuren erscheinen: "Aha, hier gibt noch andere Pferde, nicht nur Damwild!". Eigentlich logisch, das Pferde, die ja sehr gute Beobachter sind, Hufspuren erkennen, trotzden faszinierend.
(Was auf meiner Sports Tracker Karte die Kreise mit den Kreuzen bedeuten weiss ich nicht, bin ich wohl auf irgendeine Taste gekommen ?)
Im Augenblick, wo ich hier so schreibe (Freitag Vormittag), wieder Regen. Auch auf die Gefahr mich unbeliebt zu machen, mir ist dieses Wetter lieber, als 30°C im Schatten.
Was mir gerade einfällt, eine Beobachtung habe ich noch gemacht. Zum Glück in der Nähe des Dorfes. Etwas tiefer im Wald hätte ich den hellen Schatten, der lautlos im Unterholz verschwand doch tatsächlich für einen Wolf gehalten. So vermute ich mal, das es ein großer Hund war. Ich kenne bei uns niemanden der einen großen sehr hellen Hund hält, aber es kommt auch immer wieder vor das entlaufene Hunde im Wald sind. Mir ist die Hundetheorie echt lieber als die Wolfsvermutung. Wer vermisst einen Husky?
Bis bald, Katharina
Dienstag, 5. Juli 2011
Autobahn im Wald
Heute war ich mal wieder unterwegs.
Ich möchte nur kurz berichten. Alle Daten sind unter Sports Tracker com zu sehen.
Ich werde hier beim Schreiben auch gerade von dem Monty-Hund gestört, der sich langweilt und daher ordentlich bei Ersatz-Frauchen schleimt.
Es ist mir gelungen so einen "Hochstand" zu fotografieren.
100m weiter standen wir dann plötzlich vor einer "Autobahn im Wald". Auch davon ein Foto.
Eigentlich sind die Wege bei uns immer ganz ordentlich, was auf dem ersten Foto ja auch zu sehen ist, aber dieser planiert und gewalzt!
Wir haben uns trotzdem nicht getraut so richtig aufzudrehen. Ich habe mich immer nach unseren Hufspuren umgesehen, aus Angst was kaputt zu machen! Das Pferd ist aber kaum eingesunken. Ist ja nicht groß, unbeschlagen und ich bin ja auch nicht schwer. Unsere Tapsen sehen immer aus, als ob da ein Pony unterwegs war.
OK, der Monty hat jeman anderm zum Spielen gefunden, so das es nun doch ein paar Zeilen mehr geworden sind.
Katharina
Ich möchte nur kurz berichten. Alle Daten sind unter Sports Tracker com zu sehen.Ich werde hier beim Schreiben auch gerade von dem Monty-Hund gestört, der sich langweilt und daher ordentlich bei Ersatz-Frauchen schleimt.
Es ist mir gelungen so einen "Hochstand" zu fotografieren.
100m weiter standen wir dann plötzlich vor einer "Autobahn im Wald". Auch davon ein Foto.
Eigentlich sind die Wege bei uns immer ganz ordentlich, was auf dem ersten Foto ja auch zu sehen ist, aber dieser planiert und gewalzt!
Wir haben uns trotzdem nicht getraut so richtig aufzudrehen. Ich habe mich immer nach unseren Hufspuren umgesehen, aus Angst was kaputt zu machen! Das Pferd ist aber kaum eingesunken. Ist ja nicht groß, unbeschlagen und ich bin ja auch nicht schwer. Unsere Tapsen sehen immer aus, als ob da ein Pony unterwegs war.
OK, der Monty hat jeman anderm zum Spielen gefunden, so das es nun doch ein paar Zeilen mehr geworden sind.
Katharina
Freitag, 1. Juli 2011
Schöner Ritt in der Heide
Heute habe ich mal wieder eine alte Strecke unter die Hufe genommen, die ich seit einem Jahr nicht mehr geritten bin. Der letzte Versuch 2009 ist daran gescheitert, das ich ein Jägerauto gesichtet hatte, es war abends gegen 19 Uhr, und daher umdisponieren mußte.
Nun am Mittag würde ich da sicher keinen stören und so war es auch. Allerdings war sehr viel Wild unterwegs, vor allem Muttertiere mit Kitzen, kein Wunder wenn der Jäger nicht da ist.
Die Strecke wunderschön, besser als ich sie in Erinnerung hatte. Damals war der Weg ziemlich verwildert, nun aber gut zu reiten. Das "wunderschön" bezieht sich mehr auf die Ruhe und Abgeschiedenheit, weniger auf landschaftliche Highlights und auch immer auf die Reitbarkeit der Wege ohne Eisen.
Es waren etwa 14 km und ich brauchte ca 2 Stunden.
Verändert haben sich aber nicht nur die Wege sondern auch die Hochstände der Jäger. Aus Hochständen sind nun, naja nicht gleich Tiefstände aber doch Mittelstände geworden. Hat für mich Vorteile, so kann mich keiner mehr "von oben ansprechen" man sieht sofort, ob der Stand besetzt ist. Foto von so einem "Mittelstand" folgt.
Nun werde ich diese Tour sicher öfter reiten. Vielleicht gelingt es mir auch eine Aufzeichnung der Strecke einzufügen.
Bis dahin, http://www.sports-tracker.com, Katharina3, der Ritt vom 20.06.11.
Katharina
Nun am Mittag würde ich da sicher keinen stören und so war es auch. Allerdings war sehr viel Wild unterwegs, vor allem Muttertiere mit Kitzen, kein Wunder wenn der Jäger nicht da ist.
Die Strecke wunderschön, besser als ich sie in Erinnerung hatte. Damals war der Weg ziemlich verwildert, nun aber gut zu reiten. Das "wunderschön" bezieht sich mehr auf die Ruhe und Abgeschiedenheit, weniger auf landschaftliche Highlights und auch immer auf die Reitbarkeit der Wege ohne Eisen.
Es waren etwa 14 km und ich brauchte ca 2 Stunden.
Verändert haben sich aber nicht nur die Wege sondern auch die Hochstände der Jäger. Aus Hochständen sind nun, naja nicht gleich Tiefstände aber doch Mittelstände geworden. Hat für mich Vorteile, so kann mich keiner mehr "von oben ansprechen" man sieht sofort, ob der Stand besetzt ist. Foto von so einem "Mittelstand" folgt.
Nun werde ich diese Tour sicher öfter reiten. Vielleicht gelingt es mir auch eine Aufzeichnung der Strecke einzufügen.
Bis dahin, http://www.sports-tracker.com, Katharina3, der Ritt vom 20.06.11.
Katharina
Mittwoch, 15. Juni 2011
Auweia ... die Zeit vergeht ... aber auch die Schreibblockade !
... ist es wirklich schon so lange her, das ich mich hier gemeldet habe?
Nun ja, um so mehr gibt es zu berichten.
Als erstes, ich habe das Reiten noch nicht aufgegeben, obwohl ich öfter mal darüber nachdenke. Der Anlass für diese lange Pause, ganz banal, war, das ich beim Reiten im Wald meine Brille verloren (und bis jetzt nicht wiedergefunden) habe. Wie soll man ohne Brille schreiben ?? Oder Reiten ?? Aber dazu vielleicht später.
Also ich reite noch, wenn auch zugegeben nicht mehr ganz so eifrig wie früher. Vieles hat sich geändert, nicht nur die Brille.
Aber mein Pferd ist immer noch kein Schimmel, sondern nach wie vor grau. Das hat auch seine Vorteile, keiner hält sie für neunjährig, denn mit neun Jahren ist man als anständiges Pferd schon weiss. Letztens stand mein Nachbar (auch Pferdemensch) an der Koppel und sah dem Treiben der Pferde zu. "Na die ist doch nun auch schon 6 Jahre alt ?" war der Kommentar. Ja, die Zeit vergeht doch schneller, als man es wahrnimmt, oder wahrhabenwill ?
Die graue Farbe hat aber auch den Vorteil, dass man nicht ganz so gründlich putzen muss. Falls sie doch mal weiss wird erscheinen jetzt schon vorsorglich zur Tarnung Fliegenflecken, ich liebe Fliegenschimmel. Ich hoffe, es werden ganz viele rote Fliegenflecken.
Heute waren wir wieder im Wald, immer noch allein.
Auch der Wald hat sich geändert. Es ist deutlich trockener geworden.
Ich habe den neuen geschwungenen Lammfellgurt ausprobiert und es war ganz toll !! Also auch die Ausrüstung ist nicht mehr ganz die alte. Meine (graue) Maus ist super gegangen, ist ja auch viel schöner wenn nichts klemmt und zwackt.
Die Förster haben in den letzten Monaten ein Stück Wald aufgeräumt, das war natürlich aufregend, wenn da plötzlich Büsche fehlen und Bäume an der Erde liegen, aber kein Problem. Auch viel Wild haben wir gesehen, das ist nicht so aufregend, das sind wir gewohnt, wenn es mir nicht gerade auf den Schoss springt, was auch schon passiert ist. Aber heute war alles gut und ich sitze nun gut erholt am Computer und mein Grauschimmelchen ärgert sich auf der Koppel über die Fliegen.
Nachdem ich nun nach dieser langen Schreibpause ein neues Passwort beantragen musste, man wird nicht jünger und nach über zwei Jahren darf man so was ja mal vergessen, soll das nicht umsonst gewesen sein und ich werde mich wieder regelmäßiger melden. Vielleicht gibt es ja auch Anregungen zu Themen ? Oder vielleicht sogar Beiträge ? Liest mich eigentlich noch irgendjemand ?
Viele Grüße an alle Reiter von Katharina
Nun ja, um so mehr gibt es zu berichten.
Als erstes, ich habe das Reiten noch nicht aufgegeben, obwohl ich öfter mal darüber nachdenke. Der Anlass für diese lange Pause, ganz banal, war, das ich beim Reiten im Wald meine Brille verloren (und bis jetzt nicht wiedergefunden) habe. Wie soll man ohne Brille schreiben ?? Oder Reiten ?? Aber dazu vielleicht später.
Also ich reite noch, wenn auch zugegeben nicht mehr ganz so eifrig wie früher. Vieles hat sich geändert, nicht nur die Brille.
Aber mein Pferd ist immer noch kein Schimmel, sondern nach wie vor grau. Das hat auch seine Vorteile, keiner hält sie für neunjährig, denn mit neun Jahren ist man als anständiges Pferd schon weiss. Letztens stand mein Nachbar (auch Pferdemensch) an der Koppel und sah dem Treiben der Pferde zu. "Na die ist doch nun auch schon 6 Jahre alt ?" war der Kommentar. Ja, die Zeit vergeht doch schneller, als man es wahrnimmt, oder wahrhabenwill ?
Die graue Farbe hat aber auch den Vorteil, dass man nicht ganz so gründlich putzen muss. Falls sie doch mal weiss wird erscheinen jetzt schon vorsorglich zur Tarnung Fliegenflecken, ich liebe Fliegenschimmel. Ich hoffe, es werden ganz viele rote Fliegenflecken.
Heute waren wir wieder im Wald, immer noch allein.
Auch der Wald hat sich geändert. Es ist deutlich trockener geworden.
Ich habe den neuen geschwungenen Lammfellgurt ausprobiert und es war ganz toll !! Also auch die Ausrüstung ist nicht mehr ganz die alte. Meine (graue) Maus ist super gegangen, ist ja auch viel schöner wenn nichts klemmt und zwackt.
Die Förster haben in den letzten Monaten ein Stück Wald aufgeräumt, das war natürlich aufregend, wenn da plötzlich Büsche fehlen und Bäume an der Erde liegen, aber kein Problem. Auch viel Wild haben wir gesehen, das ist nicht so aufregend, das sind wir gewohnt, wenn es mir nicht gerade auf den Schoss springt, was auch schon passiert ist. Aber heute war alles gut und ich sitze nun gut erholt am Computer und mein Grauschimmelchen ärgert sich auf der Koppel über die Fliegen.
Nachdem ich nun nach dieser langen Schreibpause ein neues Passwort beantragen musste, man wird nicht jünger und nach über zwei Jahren darf man so was ja mal vergessen, soll das nicht umsonst gewesen sein und ich werde mich wieder regelmäßiger melden. Vielleicht gibt es ja auch Anregungen zu Themen ? Oder vielleicht sogar Beiträge ? Liest mich eigentlich noch irgendjemand ?
Viele Grüße an alle Reiter von Katharina
Samstag, 11. April 2009
Pferdewechsel
Manchmal ergibt sich leider ein ungeplanter Wechsel des Reittieres. Freiwillig bin ich nicht wieder auf meinen Traber umgezogen, aber das Schimmelchen hatte nach dem letzten Ausritt eine kleine aufgescheuerte Stelle vor der Gurtlage. Ihre Figur ist nun mal etwas schwierig, kaum Widerrist, runder Bauch daher wenig Platz für den Gurt und etwas überbaut. Mit dem neuen Pad rutscht der Sattel glücklicherweise weniger. Wahrscheinlich habe ich aber zu fest gegurtet. Passiert ist passiert, so was muß ausheilen. Aber nun 14 Tage nicht reiten, wo doch noch andere Pferde auf dem Hof stehen? War ich nicht bis vor 7 Monaten jahrelang auf dem braunen Traber im Wald unterwegs gewesen? Also den Sattel und das Zaumzeug ausgemottet und ran an den Braunen. In Erinnerung an alte Zeiten habe ich auch meine Knieschoner wieder herausgesucht, denn beim Reiten des Trabers habe ich mir immer sehr schnell die Knie wundgescheuert. Komisch, auf der Araberstute garnicht, sie hat wohl andere Gänge.
Natürlich war mir beim Putzen und Satteln nicht recht wohl, wie würde der Braune reagieren nach 7 Monaten Pause? Viele Leute longieren ihre Pferde vor dem Reiten, ich halte davon nicht viel. Erst mal, weil ich es nicht richtig kann, dann ist ein Vollblüter der warm ist eher hitziger als bei Kaltstart und ich wollte das Pferd auch nicht schon vorher schlapp machen, denn so ein Sturz durch Stolpern des erschöpften Pferdes ist ja auch nicht ungefährlich.Da er täglich von morgend bis abends Auslauf mit seinen Kumpel hat, denke ich ist er seelisch und körperlich ausgeglichen, er kann ja rennen wenn ihm so ist. Zudem muß ich auch nicht befürchten, das der Hafer sticht, denn Hafer Füttern wir schon seit Jahren nicht mehr, bei uns gibt es im Winter nur Heu und auch das auf Zuteilung. Leider sind trotzdem alle Pferde noch zu dick.
Putzen und Satteln lief nach Plan, etwas tolpatschig stellte er sich beim Hufeauskratzen an und mir kamen neue Bedenken, als ich mir die Höhe des Sattels beguckte. Ob ich da rauf komme? Über 10cm mehr als sonst!
Aber erst mal lief alles nach Plan. Ich habe mir eine erhöhte Stelle zum Aufsteigen gesucht, und es sehr ruhig angehen lassen. Das Pferd völlig gelassen, ohne Extras. Erst bei unserem dritten Ausflug Buckeln im Galopp, was dann aber auch gleich Stolpern, Ausrutschen und zum Glück nichts Schlimmeres im Gefolge hatte. Spätestens nach dem 2.Ritt stand für mich fest, ich will meinen Schimmel wiederhaben! Der ist zwar nicht so entspannt wie der Traber, aber die Gänge sind wesentlich Oma-freundlicher. Ich erinnerte mich an eine Bekannte, die auf einem gemeinsamen Ausritt (auf dem der Traber mal führen durfte, da sie meinte ihre Araberstute ist mindestens genauso schnell) nicht darüber hinwegkam, das sie weder im Schritt und erst recht nicht im Trab mit uns mithalten konnte. Sie mußte im Galopp voll aufdrehen währen wir noch trabten. Der Kommentar war in etwa: "Er berührt garnicht den Boden und du sitzt darauf wie eine Puppe, mit der er macht, was er will.". Ich muß ergänzen, er hat ein großes Herz und immer auf mich aufgepaßt.
Wir sind viel Schritt geritten, Trab nur wenig und Galopp erst beim dritten Ausflug. Das Stolpern gibt sich wenn wieder mehr Muskeln da sind, und vielleicht werde ich den Traber ab und an für kurze ruhige Ausritte satteln. aber ich denke nach Ostern ist der Schimmel wieder fit, ich freue mich schon!
Wie der Zufall so will, kommt mein Mann während meines Ausritts auf dem Braunen, mit einer einsamen Reiterin auf Pony ins Gespräch. Man kennt sich, sie wohnt zwei Dörfer weiter. Das Gespräch enthielt unter anderem folgende Passage: "Warum reitest du allein?", "Meine Freundin hat sich einen Traber gekauft, und nun macht das Ausreiten mit ihr keinen Spaß mehr. Sie ist einfach zu schnell, obwohl sie immer sagt, so schnell ist sie doch garnicht.". Das kam mir sehr bekannt vor und ich mußte herzlich lachen. Reiten auf Trabern macht anscheinen einsam.
Natürlich war mir beim Putzen und Satteln nicht recht wohl, wie würde der Braune reagieren nach 7 Monaten Pause? Viele Leute longieren ihre Pferde vor dem Reiten, ich halte davon nicht viel. Erst mal, weil ich es nicht richtig kann, dann ist ein Vollblüter der warm ist eher hitziger als bei Kaltstart und ich wollte das Pferd auch nicht schon vorher schlapp machen, denn so ein Sturz durch Stolpern des erschöpften Pferdes ist ja auch nicht ungefährlich.Da er täglich von morgend bis abends Auslauf mit seinen Kumpel hat, denke ich ist er seelisch und körperlich ausgeglichen, er kann ja rennen wenn ihm so ist. Zudem muß ich auch nicht befürchten, das der Hafer sticht, denn Hafer Füttern wir schon seit Jahren nicht mehr, bei uns gibt es im Winter nur Heu und auch das auf Zuteilung. Leider sind trotzdem alle Pferde noch zu dick.
Putzen und Satteln lief nach Plan, etwas tolpatschig stellte er sich beim Hufeauskratzen an und mir kamen neue Bedenken, als ich mir die Höhe des Sattels beguckte. Ob ich da rauf komme? Über 10cm mehr als sonst!
Aber erst mal lief alles nach Plan. Ich habe mir eine erhöhte Stelle zum Aufsteigen gesucht, und es sehr ruhig angehen lassen. Das Pferd völlig gelassen, ohne Extras. Erst bei unserem dritten Ausflug Buckeln im Galopp, was dann aber auch gleich Stolpern, Ausrutschen und zum Glück nichts Schlimmeres im Gefolge hatte. Spätestens nach dem 2.Ritt stand für mich fest, ich will meinen Schimmel wiederhaben! Der ist zwar nicht so entspannt wie der Traber, aber die Gänge sind wesentlich Oma-freundlicher. Ich erinnerte mich an eine Bekannte, die auf einem gemeinsamen Ausritt (auf dem der Traber mal führen durfte, da sie meinte ihre Araberstute ist mindestens genauso schnell) nicht darüber hinwegkam, das sie weder im Schritt und erst recht nicht im Trab mit uns mithalten konnte. Sie mußte im Galopp voll aufdrehen währen wir noch trabten. Der Kommentar war in etwa: "Er berührt garnicht den Boden und du sitzt darauf wie eine Puppe, mit der er macht, was er will.". Ich muß ergänzen, er hat ein großes Herz und immer auf mich aufgepaßt.
Wir sind viel Schritt geritten, Trab nur wenig und Galopp erst beim dritten Ausflug. Das Stolpern gibt sich wenn wieder mehr Muskeln da sind, und vielleicht werde ich den Traber ab und an für kurze ruhige Ausritte satteln. aber ich denke nach Ostern ist der Schimmel wieder fit, ich freue mich schon!
Wie der Zufall so will, kommt mein Mann während meines Ausritts auf dem Braunen, mit einer einsamen Reiterin auf Pony ins Gespräch. Man kennt sich, sie wohnt zwei Dörfer weiter. Das Gespräch enthielt unter anderem folgende Passage: "Warum reitest du allein?", "Meine Freundin hat sich einen Traber gekauft, und nun macht das Ausreiten mit ihr keinen Spaß mehr. Sie ist einfach zu schnell, obwohl sie immer sagt, so schnell ist sie doch garnicht.". Das kam mir sehr bekannt vor und ich mußte herzlich lachen. Reiten auf Trabern macht anscheinen einsam.
Donnerstag, 2. April 2009
Holzdiebstahl
Mein Pferd kann Gedankenlesen! Ich hatte den Wunsch nach Pferdewechsel kaum in diesem Blog ausformuliert, als ich plötzlich das bravste Ross unter dem Hintern hatte. Unser 5. Ausritt in 2009 war die reine Sahne, und Ausritt Nr. 6-9 im Prinzip auch (kleine Rückfälle seien verziehen). Alles lief in geordneten Bahnen und fast so wie ich es mir vorstellte. Allerdings muß ich nach wie vor voll beim Pferd sein. Sich mal im Schritt mit dem GPS oder dem Handy beschäftigen geht nicht, sofort versucht sie das Regiment zu übernehmen. Wenn Frauchen nicht aufpaßt muß sie es eben tun. Ich hoffe das gibt sich und sie begreift irgendwann, das Frauchen 2 Sachen auf einmal tun kann, also Aufpassen das wir nicht gefressen werden (vermutlich gibt es noch Säbelzahntiger in unserem Wald) und gleichzeitig telefonieren! Unser augenblickliches Tranigsobjekt ist „entspanntes“ oder überhaupt erstmal "ohne Grund (Absteigen, Aufsteigen, Leckerli füttern) Stehenbleiben" mit Reiter im Sattel, ganz schwer für Vollblüter!
Ich denke die Probleme am Anfang der Saison waren einfach auf Überforderung des Pferdes, körperlich und auch mental, zurückzuführen. Es hat ihr nach der langen Pause an Muskeln, Puste und Einsicht in die Notwendigkeit gefehlt.
Gestern war es mal wieder eine längerer Tour Richtung Birkholzgrund. Ganz wohl war mit nicht, denn ich vermute mal, es ist die ideale Gegend, und zur Zeit ja auch die ideale Jahreszeit, für Wildschweine mit Frischlingen. Da ich wegen der Wegbeschaffenheit durch den Grund das Pferd immer führe war es auch kein Problem ein Foto von einem Holzstoß zu schießen, der etwas dezimiert und um weiteren Holzklau zu verhindern vom Förster beschriftet war.

Der Weg nach hause sollte mal etwas anders sein, als er mir dann aber sehr "anders" vorkam war es bereits zu spät und ich hatte mich mal wieder verritten. Aber viele Wege führen nach Rom, das hat inzwischen auch mein Stütchen begriffen und verzichtet neuerdings auf Richtungsvorschläge an Kreuzungen. Braves Pferdchen!
Ich denke die Probleme am Anfang der Saison waren einfach auf Überforderung des Pferdes, körperlich und auch mental, zurückzuführen. Es hat ihr nach der langen Pause an Muskeln, Puste und Einsicht in die Notwendigkeit gefehlt.
Gestern war es mal wieder eine längerer Tour Richtung Birkholzgrund. Ganz wohl war mit nicht, denn ich vermute mal, es ist die ideale Gegend, und zur Zeit ja auch die ideale Jahreszeit, für Wildschweine mit Frischlingen. Da ich wegen der Wegbeschaffenheit durch den Grund das Pferd immer führe war es auch kein Problem ein Foto von einem Holzstoß zu schießen, der etwas dezimiert und um weiteren Holzklau zu verhindern vom Förster beschriftet war.

Der Weg nach hause sollte mal etwas anders sein, als er mir dann aber sehr "anders" vorkam war es bereits zu spät und ich hatte mich mal wieder verritten. Aber viele Wege führen nach Rom, das hat inzwischen auch mein Stütchen begriffen und verzichtet neuerdings auf Richtungsvorschläge an Kreuzungen. Braves Pferdchen!
Freitag, 20. März 2009
Frühlingsanfang ...
... obwohl die Temperaturen und der kalte Wind etwas anderes erzählen, wenigstens scheint die Sonne. Die Reitsaison hat bei mir am 10.03.09 wieder begonnen. Ich war seit dem 4 mal im Busch und kann es immer noch nicht fassen, welche Veränderungen über Winter mit meinem Pferd vor sich gegangen sind. Die „coole Socke“ nehme ich zurück. Obwohl ich ihr damit Unrecht tue, denn sie ist ja nicht schreckhaft, aber seeeeehr munter! Sie ging vor der Winterpause schon so schön im Schritt am langen Zügel. Geht sie jetzt auch, aber irgendwann fehlt ihr die Begrenzung nach vorn und ab geht’s im Galopp. Also schön mit Anlehnung reiten, für mich anstrengend und nicht meine Vorstellung von einem entspannten Ausflug ins Gelände. Sehr schnell habe ich also die pieksigen Seilzügel in meine alten (viel zu langen) Lederzügel umgetauscht. Die sind doch besser zu Händeln und verheddern sich im Ernstfall nicht so schnell. Da ich immer mit dem GPS reite und die Touren aufzeichne kann ich hinterher schön auswerten, was alles so passiert ist. Ich reite natürlich nur auf bekannten Strecken, denn für die Orientierung hätte ich zur Zeit keine Hand mehr frei. Das Highlight waren ein Ausflug ins Gebüsch, da Madam eine andere Richtung einschlagen wollte und ich mich mit Gewalt durchsetzen mußte. Im Ergebniss bin ich 2 Tage, zum heimlichen Vergnügen meiner Kollegen, mit abgeschrammter Nase zur Arbeit, und im nachhinein froh, das ich Brillenträger bin, denn ein Ast ist ans Brillenglas geschlagen und hätte sonst vielleicht mein Auge verletzt.
Unsere Tour Gestern war der Gipfel! Wir sind lange Schritt, ab und zu mal Trab, 500m Galopp, wieder Schritt, dann wollte ich traben, Madam galoppieren. Immer wieder durchpariert zu Trab, Trab am langen Zügel sie wieder Galopp, ich habe eine unruhige Hand und traue mich nicht so recht im Trab die Zügel zu fest zu nehmen, aber es wird mir in Zukunft wohl nichts anderes übrigbleiben, also wieder aus dem Galopp durchpariert (teilweise mit Gewalt), bis alles einigermaßen im Trab lief (nach 1000m ich habe ja GPS und kann das nachvollziehen) konnte ich zum Schritt durchparieren und wollte mich verschnaufen. Sie trottete durch das Moos am Wegrand und suchte sich eine Stelle zum Pinkeln. Wunderbar, dachte ich, wenn sie pinkelt fühlt sie sich sicher und wird nun ruhiger. Währen ich noch völlig entspannt in den Steigbügeln stehe, das Pferd lobe, die Zügel schlabberig hingegeben, wird sie mit dem Pinkeln fertig, macht zwei Schritte nach vorn und ab im Galopp. Kein Fluchtgalopp, aber doch eine sehr stramme Gangart. Es dauerte eine Weile bis ich mich sortiert hatte, als ich dann zu bremsen versuchte schaltete sie auf stur. Es waren nur 250m (laut GPS), bis ich sie wieder im Griff hatte, aber mir hat das doch einen ordentlichen Schrecken eingejagd, zumal ich nicht glaube, das sie sich erschreckt hat, sie wollte einfach nur ihre Vorstellungen gegen meine durchsetzen. Es waren noch 4 km bis nach hause, und ich reite gerne mal schneller, aber nun habe ich auf Schritt bestanden, die ganze restliche Strecke.
Zu hause angekommen habe ich meinem Mann die Abenteuer erzählt und angedeutet, das mein Grauschimmel wohl doch nicht das richtige Pferd für eine ältere Dame ist. Vielleicht sollte ich auf Haflinger oder auf Kaltblut umsteigen? Er sieht das anders und ich ja eigentlich auch. Es wird schon wieder werden mit uns.
Unsere Tour Gestern war der Gipfel! Wir sind lange Schritt, ab und zu mal Trab, 500m Galopp, wieder Schritt, dann wollte ich traben, Madam galoppieren. Immer wieder durchpariert zu Trab, Trab am langen Zügel sie wieder Galopp, ich habe eine unruhige Hand und traue mich nicht so recht im Trab die Zügel zu fest zu nehmen, aber es wird mir in Zukunft wohl nichts anderes übrigbleiben, also wieder aus dem Galopp durchpariert (teilweise mit Gewalt), bis alles einigermaßen im Trab lief (nach 1000m ich habe ja GPS und kann das nachvollziehen) konnte ich zum Schritt durchparieren und wollte mich verschnaufen. Sie trottete durch das Moos am Wegrand und suchte sich eine Stelle zum Pinkeln. Wunderbar, dachte ich, wenn sie pinkelt fühlt sie sich sicher und wird nun ruhiger. Währen ich noch völlig entspannt in den Steigbügeln stehe, das Pferd lobe, die Zügel schlabberig hingegeben, wird sie mit dem Pinkeln fertig, macht zwei Schritte nach vorn und ab im Galopp. Kein Fluchtgalopp, aber doch eine sehr stramme Gangart. Es dauerte eine Weile bis ich mich sortiert hatte, als ich dann zu bremsen versuchte schaltete sie auf stur. Es waren nur 250m (laut GPS), bis ich sie wieder im Griff hatte, aber mir hat das doch einen ordentlichen Schrecken eingejagd, zumal ich nicht glaube, das sie sich erschreckt hat, sie wollte einfach nur ihre Vorstellungen gegen meine durchsetzen. Es waren noch 4 km bis nach hause, und ich reite gerne mal schneller, aber nun habe ich auf Schritt bestanden, die ganze restliche Strecke.
Zu hause angekommen habe ich meinem Mann die Abenteuer erzählt und angedeutet, das mein Grauschimmel wohl doch nicht das richtige Pferd für eine ältere Dame ist. Vielleicht sollte ich auf Haflinger oder auf Kaltblut umsteigen? Er sieht das anders und ich ja eigentlich auch. Es wird schon wieder werden mit uns.
Samstag, 17. Januar 2009
Nur Fliegen ist schöner ...
Ich wußte nicht recht wie ich reagieren sollte, als meine Bekannte mir zum ersten mal die Probleme mit ihrem Pferd schilderte, von Araberreiter zu Araberreiter sozusagen. Sie besitzt einen Vollblutaraberhengst. 6 jährig roh von der Koppel gekauft und allein ausgebildet. Der Fuchs ist sehr lieb und umgänglich, hat gute Nerven und alles lief bestens, bis er eines Tages das Rennen anfing. Sie beschrieb mir die Gangart als "2 Gänge höher als Galopp, es geht ein Ruck durchs Pferd und dann ....", „Hast du versucht ihn durchzuparieren?“ „Ja, keine Chance“ „Warum bist du keinen Kreis geritten?“ „War zu schnell“ „Hm, das ist eindeutig ein Gehorsamkeitsproblem (was sonst), Dressur könnte ihm guttun.“ Mehr viel mir nicht ein. Ich war keine wirkliche Hilfe. Es stellte sich noch heraus, das der Hengst nach ca 3-5 km dann von allein vom Geschwindigkeitsrausch in die normale Welt zurückfand. Zuerst hat meine Bekannte dieses Phänomen nicht ernst genommen, aber dann trat es wiederholt auf und sie mußte reagieren, denn normalerweise hat man im Mitteleuropa, auch im tiefsten Wald, andere Verkehrsteilnehmer (z.b. Förster die per Jeap unvermittelt den Weg kreuzen) und kann nicht dem Pferd die Regie überlassen.
Was war passiert? Wo lagen die Ursachen, bei einem bis dahin sehr braven Pferd? Meine Bekannte, eigentlich erfahren im Umgang mit Arabern, hat in ihrem jugendlichen Leichtsinn die Waldbrandwundstreifen als wunderbare Galoppstrecken für ihren Hengst entdeckt und wollte irgendwann wissen,wie schnell er wirklich ist. Nun ist ein Hengst ja von Natur aus dazu da Herausforderungen anzunehmen und ihrer hat sich nicht lange bitten lassen und schnell Gefallen an dieser Art der sportlichen Betätigung gefunden. Nun weiss sie wie schnell er ist und könnte, wie ich glaube, im Nachhinein auf dieses Wissen gerne verzichten. Ihr Hengst aber hat den Geschwindigkeitsrausch für sich entdeckt, ich vermute inklusive "Adrenalin-Kick", und Frauchen ist, zumindest in dieser Phase der gemeinsamen Ausflüge, nur noch Passagier.
Zu meinem Glück war ich nie so neugierig. Vielleicht doch von Vorteil, wenn man etwas älter mit dem Reiten beginnt. Mein erster Traber galoppiert nur mit viel Überredung. Mein zweiter Traber galoppiert gern und sehr schön kontrolliert. Er ist im Galopp langsamer als im Trab, wo ich eher Probleme hab ihn zu regulieren. Einmal hat mich doch der Leichtsinn geritten und bei einem schönen Galopp bergauf hab ich mehr gefordert. "Das geht doch schneller!" "Gern" kam prompt als Antwort und er schaltete freudig einen Gang höher, die Landschaft zog entschieden schneller an mir vorbei und ruck zuck war der Wald zuende. Nie wieder hatte ich Verlangen nach dieser Geschwindigkeit (und ich bin mir sicher es währe auch noch schneller gegangen) aber immer wenn wir an besagter Stelle vorbeikommen fragt er mich "Schneller?" "Heute nicht." antworte ich dann und hoffe, das er es irgendwann wieder vergißt.
Vollblüter sind nun mal Rennpferde, und wer kein Rennpferd reiten will sollte sich für einen Haffi, oder Friesen oder oder entscheiden. Der Großvater des bravsten Arabers und erst recht der Vater des liebsten Trabers haben ihr Brot durch Rennen gegen andere Pferde verdient und nur die Sieger kamen in die Zucht. Nicht die Sieger nach 400m wie bei den Quarterhoses, das Derby war erst nach 3,5 km zuende. Um da zu gewinnen brauchte man ein starkes Herz, gute Lungen und durfte nicht bei jedem kleinen Piepen in den Gelenken das Handtuch werfen. Zum Hochleistungssport gehört auch bei Pferden eine gewisse "Verrücktheit" kein normales Pferd läuft bis zum Umfallen, die meisten Vollblüter schon.
Ich möchte lieber nicht wissen wie schnell mein Stütchen ist. Als Shagya-Araber aus alten Militärpferdezuchten stammend hat sie aber sicher auch einen Schuß "Maulesel" abbekommen. Und manchmal nervt mich das. Schließlich reite ich auf Vollblütern, weil sie so fleißig, sensibel und vorsichtig sind, alles mitmachen, und als Strafe anschreien eigentlich schon zuviel ist. Gegen ein Pony könnte ich mich nie durchsetzen. Eimal war meine Geduld am Ende und ich hab meiner Stute die Hacken in die Seite gehauen damit sie im Galopp nicht einschläft "Schneller!". Ein Ohr kam nach hinten und fragte noch mal nach "Wirklich?" Ich fand das frech, betätigte noch mal meine Hacken und das andere Ohr kam auch nach hinten "Na dann halt dich mal fest!"
In dem Augenblick wo sie anzog war ich mir meines Fehlers auch schon bewußt. Es war fast die gleiche Stelle, wo ich den Traber beschleunigt hatte. Vielleicht sitzt dort hinter einem Busch ein kleiner Kobold, der Reitern solchen Leichtsinn ins Ohr flüstert und sich dann darüber kaputtlacht. Ich fand das Tempo jedenfalls nicht lustig, mußte aber die nächsten 200m damit leben, da man ja einen einmal gegebenen Befehl nicht gleich wieder zurücknehmen kann. Ich tröstete mich damit, das der Braune bei gleicher Nachdrücklichkeit der Hacken bis in die nächste Stadt gelaufen währe. Die Schimmelstute ist etwas dickfelliger und ließ sich problemlos wieder bremsen. "War doch nicht so gemeint." entschuldigte ich mich etwas kleinlaut.
Wer also mit Vollblütern und Kreuzungen (man weiß ja nie was die von wem geerbt haben) ins Gelände geht sollte nur dann Galoppieren, wenn er sich sicher ist das Tempo bestimmen zu können. Laßt Euch nicht auf Wettrennen ein und meidet den Ausritt mit Leuten die es darauf anlegen. Wenn erst mal der Ehrgeiz in so einem Renner geweckt ist ist es schwierig ihn wieder zum gemütlichen Genuß der Natur zu überreden. Außerdem würde euer Blüter sowieso jedes Pony, Kalt-oder Warmblut überholen. Ihr müßt das nicht wirklich ausprobieren. Das Problem ist, viele Reiter auf Ponys, Hafis oder ähnlichem lassen ihre Pferde gerne, vor allem zu Beginn des Ausritts, "einfach mal Laufen" weil sie dann "Dampf ablassen" und anschließend leichter zu händeln sind. Mit Vollblütern klappt das in der Regel nicht, denn die sind zum Rennen geboren. Bei Strecken unter 3 km zucken sie mit der Schulter und sind gerade mal warm geworden, also schwieriger zu händeln als vorher nach dem Motto: "Das war alles?", während jeder Haffi nach spätestens 500m diese sinnlose Kraftvergeudung nicht mehr einsieht und vor allem auch keine Luft mehr bekommt (nach meinen Erfahrungen, liebe Haffireiter erschlagt mich bitte jetzt nicht), ist ein Araber gerade mal auf Betriebstemperatur und möchte nun gerne zeigen was wirklich in ihm steckt.
Aber Vorbeugung ist die eine Sache, was tun wenn man bereits ein "Rennpferd" hat? Ich weiß es nicht. Meiner Bekannten habe ich empfohlen erst mal den Galopp wegzulassen. Was bei ihr nicht so recht ankam, wahrscheinlich gehören immer 2 zu so einem Rennteam, Pferd und Frauchen. Aber in der Endkonsequenz hat sie es größtenteils so gehandhabt. Nur noch Schritt und Trab, Galopp als Ausnahme und solange es "gut geht" (langsam und kontrolliert) z.B. hinter einem Führpferd jeden Versuch zum Überholen im Keim erstickend. Sie beschreibt mir dann immer freudestrahlend, wie k.o. und schweißgebadet sie nach solchen seltenen Galoppstrecken ist. Das glaube ich ihr gerne, sie muß ihren Liebling ja streng kontrollieren und darf ihm nicht die kleinste eigenmächtige Beschleunigung durchgehen lassen, sonst findet sie sich ruck zuck bei 50km/h wieder. Sie meint manchmal auf einem Pulverfass zu sitzen, aber ihr Hengst, ganz Gentleman, dazu noch lustig, buckelt und keilt aus, irgendwo muß seine Kraft ja hin, rennt aber nicht mehr mit ihr los. Nach dem Motto: "Ich könnte wenn ich wollte, aber weil du es bist, bin ich brav." Seit zwei Jahren nun keine Probleme mehr mit der Gangart, aber ich denke einen wirklich entspannten Galopp wird es auf diesem Pferd nicht mehr geben. Was hat meine Bekannte nicht getan? Sie hat nicht versucht durch ein schärferes Gebiß ihr Pferd zu bremsen. Nach wie vor geht er auf Wassertrense. Und ich denke das war sehr klug und Lady-like von ihr. Ansonsten hätte sie jetzt vielleicht eine echten Durchgänger und nicht einen Spaßvogel der gerne mal etwas schneller unterwegs ist, wenn sich die Möglichkeit ergibt.
Was war passiert? Wo lagen die Ursachen, bei einem bis dahin sehr braven Pferd? Meine Bekannte, eigentlich erfahren im Umgang mit Arabern, hat in ihrem jugendlichen Leichtsinn die Waldbrandwundstreifen als wunderbare Galoppstrecken für ihren Hengst entdeckt und wollte irgendwann wissen,wie schnell er wirklich ist. Nun ist ein Hengst ja von Natur aus dazu da Herausforderungen anzunehmen und ihrer hat sich nicht lange bitten lassen und schnell Gefallen an dieser Art der sportlichen Betätigung gefunden. Nun weiss sie wie schnell er ist und könnte, wie ich glaube, im Nachhinein auf dieses Wissen gerne verzichten. Ihr Hengst aber hat den Geschwindigkeitsrausch für sich entdeckt, ich vermute inklusive "Adrenalin-Kick", und Frauchen ist, zumindest in dieser Phase der gemeinsamen Ausflüge, nur noch Passagier.
Zu meinem Glück war ich nie so neugierig. Vielleicht doch von Vorteil, wenn man etwas älter mit dem Reiten beginnt. Mein erster Traber galoppiert nur mit viel Überredung. Mein zweiter Traber galoppiert gern und sehr schön kontrolliert. Er ist im Galopp langsamer als im Trab, wo ich eher Probleme hab ihn zu regulieren. Einmal hat mich doch der Leichtsinn geritten und bei einem schönen Galopp bergauf hab ich mehr gefordert. "Das geht doch schneller!" "Gern" kam prompt als Antwort und er schaltete freudig einen Gang höher, die Landschaft zog entschieden schneller an mir vorbei und ruck zuck war der Wald zuende. Nie wieder hatte ich Verlangen nach dieser Geschwindigkeit (und ich bin mir sicher es währe auch noch schneller gegangen) aber immer wenn wir an besagter Stelle vorbeikommen fragt er mich "Schneller?" "Heute nicht." antworte ich dann und hoffe, das er es irgendwann wieder vergißt.
Vollblüter sind nun mal Rennpferde, und wer kein Rennpferd reiten will sollte sich für einen Haffi, oder Friesen oder oder entscheiden. Der Großvater des bravsten Arabers und erst recht der Vater des liebsten Trabers haben ihr Brot durch Rennen gegen andere Pferde verdient und nur die Sieger kamen in die Zucht. Nicht die Sieger nach 400m wie bei den Quarterhoses, das Derby war erst nach 3,5 km zuende. Um da zu gewinnen brauchte man ein starkes Herz, gute Lungen und durfte nicht bei jedem kleinen Piepen in den Gelenken das Handtuch werfen. Zum Hochleistungssport gehört auch bei Pferden eine gewisse "Verrücktheit" kein normales Pferd läuft bis zum Umfallen, die meisten Vollblüter schon.
Ich möchte lieber nicht wissen wie schnell mein Stütchen ist. Als Shagya-Araber aus alten Militärpferdezuchten stammend hat sie aber sicher auch einen Schuß "Maulesel" abbekommen. Und manchmal nervt mich das. Schließlich reite ich auf Vollblütern, weil sie so fleißig, sensibel und vorsichtig sind, alles mitmachen, und als Strafe anschreien eigentlich schon zuviel ist. Gegen ein Pony könnte ich mich nie durchsetzen. Eimal war meine Geduld am Ende und ich hab meiner Stute die Hacken in die Seite gehauen damit sie im Galopp nicht einschläft "Schneller!". Ein Ohr kam nach hinten und fragte noch mal nach "Wirklich?" Ich fand das frech, betätigte noch mal meine Hacken und das andere Ohr kam auch nach hinten "Na dann halt dich mal fest!"
In dem Augenblick wo sie anzog war ich mir meines Fehlers auch schon bewußt. Es war fast die gleiche Stelle, wo ich den Traber beschleunigt hatte. Vielleicht sitzt dort hinter einem Busch ein kleiner Kobold, der Reitern solchen Leichtsinn ins Ohr flüstert und sich dann darüber kaputtlacht. Ich fand das Tempo jedenfalls nicht lustig, mußte aber die nächsten 200m damit leben, da man ja einen einmal gegebenen Befehl nicht gleich wieder zurücknehmen kann. Ich tröstete mich damit, das der Braune bei gleicher Nachdrücklichkeit der Hacken bis in die nächste Stadt gelaufen währe. Die Schimmelstute ist etwas dickfelliger und ließ sich problemlos wieder bremsen. "War doch nicht so gemeint." entschuldigte ich mich etwas kleinlaut.
Wer also mit Vollblütern und Kreuzungen (man weiß ja nie was die von wem geerbt haben) ins Gelände geht sollte nur dann Galoppieren, wenn er sich sicher ist das Tempo bestimmen zu können. Laßt Euch nicht auf Wettrennen ein und meidet den Ausritt mit Leuten die es darauf anlegen. Wenn erst mal der Ehrgeiz in so einem Renner geweckt ist ist es schwierig ihn wieder zum gemütlichen Genuß der Natur zu überreden. Außerdem würde euer Blüter sowieso jedes Pony, Kalt-oder Warmblut überholen. Ihr müßt das nicht wirklich ausprobieren. Das Problem ist, viele Reiter auf Ponys, Hafis oder ähnlichem lassen ihre Pferde gerne, vor allem zu Beginn des Ausritts, "einfach mal Laufen" weil sie dann "Dampf ablassen" und anschließend leichter zu händeln sind. Mit Vollblütern klappt das in der Regel nicht, denn die sind zum Rennen geboren. Bei Strecken unter 3 km zucken sie mit der Schulter und sind gerade mal warm geworden, also schwieriger zu händeln als vorher nach dem Motto: "Das war alles?", während jeder Haffi nach spätestens 500m diese sinnlose Kraftvergeudung nicht mehr einsieht und vor allem auch keine Luft mehr bekommt (nach meinen Erfahrungen, liebe Haffireiter erschlagt mich bitte jetzt nicht), ist ein Araber gerade mal auf Betriebstemperatur und möchte nun gerne zeigen was wirklich in ihm steckt.
Aber Vorbeugung ist die eine Sache, was tun wenn man bereits ein "Rennpferd" hat? Ich weiß es nicht. Meiner Bekannten habe ich empfohlen erst mal den Galopp wegzulassen. Was bei ihr nicht so recht ankam, wahrscheinlich gehören immer 2 zu so einem Rennteam, Pferd und Frauchen. Aber in der Endkonsequenz hat sie es größtenteils so gehandhabt. Nur noch Schritt und Trab, Galopp als Ausnahme und solange es "gut geht" (langsam und kontrolliert) z.B. hinter einem Führpferd jeden Versuch zum Überholen im Keim erstickend. Sie beschreibt mir dann immer freudestrahlend, wie k.o. und schweißgebadet sie nach solchen seltenen Galoppstrecken ist. Das glaube ich ihr gerne, sie muß ihren Liebling ja streng kontrollieren und darf ihm nicht die kleinste eigenmächtige Beschleunigung durchgehen lassen, sonst findet sie sich ruck zuck bei 50km/h wieder. Sie meint manchmal auf einem Pulverfass zu sitzen, aber ihr Hengst, ganz Gentleman, dazu noch lustig, buckelt und keilt aus, irgendwo muß seine Kraft ja hin, rennt aber nicht mehr mit ihr los. Nach dem Motto: "Ich könnte wenn ich wollte, aber weil du es bist, bin ich brav." Seit zwei Jahren nun keine Probleme mehr mit der Gangart, aber ich denke einen wirklich entspannten Galopp wird es auf diesem Pferd nicht mehr geben. Was hat meine Bekannte nicht getan? Sie hat nicht versucht durch ein schärferes Gebiß ihr Pferd zu bremsen. Nach wie vor geht er auf Wassertrense. Und ich denke das war sehr klug und Lady-like von ihr. Ansonsten hätte sie jetzt vielleicht eine echten Durchgänger und nicht einen Spaßvogel der gerne mal etwas schneller unterwegs ist, wenn sich die Möglichkeit ergibt.
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Montag, 5. Januar 2009
Ungarisches Fohlenfest

2008 fielen 2 für uns interessante pferdige Ereignisse auf einen Tag. Der Pferdemarkt in Havelberg, jedes Jahr am 1.Wochenende im September, und am gleichen Tag „Ungarisches Fohlenfest“ auf dem Shagya-Araberhof-Orgis in Wutzetz.
Da am Havelberger Pferdemarkt nichts vorbeiführt, fuhren wir morgends nach Havelberg. Alles wie immer. Eine Völkerwanderung vom Parkplatz zum Handelsplatz/Flohmarkt/Rummel und von dort zum eigentlichen Pferdemarkt. Es waren in diesem Jahr viele und eigentlich großteils auch ordentliche Pferde im Angebot. Auf die Witterung hatten wir uns eingestellt und feuchtigkeitsunempfindliches Schuhwerk angezogen, aber bereits gegen Mittag hatten wir eigentlich alles gesehen und beschlossen nun nach Wutzetz zum Ungarischen Fohlenfest zu fahren, welches wir noch nicht kannten.
Was ist ein Ungarisches Fohlenfest? Familie Orgis in Wutzetz züchtet Shagya-Araber. Der Ursprung dieser Rasse ist in den Militärgestüten der K&K Monarchie zu sehen, die diese Araberrasse größtenteils im heutigen Ungarn züchtete. Daher die Beziehung zu Ungarn, welche darin gipfelt, das wir es in Wutzetz mit echten Husaren zu tun haben, die natürlich stilecht, auf Shagya-Arabern beritten sind. Alle 2 Jahre findet die Fohleneintragung im Rahmen eines kleinen Festes statt.
Wir waren überrascht wie gut diese Veranstaltung besucht war und wie liebevoll alles vorbereitet war. Leider kamen wir zu spät, um die Reitvorführung der Hengste zu sehen und so konnte ich mein absolutes Lieblingspferd Kartango Khan nur noch in der Box bewundern.
Wir labten uns am reichhaltigen Kuchenbuffett und bekamen ein lustiges Reiterspiel geboten, bei dem sich 2 berittene Teams (Team 1 weiblich und Team 2 männlich-mit weibl.Verstärkung) um einen angeblichen Ziegenbalg rauften. Auf den Pferden und am Boden. Wer Sieger war sollte das Publikum entscheiden, welches natürlich der weiblichen Mannschaft den Vorrang gab. Es fanden Spiele für Kinder, Westernvorführungen und der Höhepunkt eine Husarenreitervorführung statt. Zum Leidwesen des Husarenchefs Karsten Orgis mußte er zur Verstärkung seiner Truppe Zivilisten heranziehen, die sich aber für meine Begriffe beachtlich schlugen. Alles war locker und doch perfekt organisiert. Was mir am meisten imponierte ist der Umgang mit den Pferden auf diesem Reiterhof. Auf den Bildern werdet Ihr auch erkennen, die Pferde sind auf Trense gezäumt und als Hilfe wird höchstens mal ein Martingal verwendet. Alles irgendwie locker, fröhlich und pferdefreundlich. Neben uns stand ein Pärchen aus Berlin, welches wie wir ganz begeistert war von dieser Art des Reitens. Natürlich gab es auch Säbelkämpfe und Feuersprünge, wir hatten es schließlich mit Husaren zu tun.
Ich denke, wenn ich noch mal die Wahl habe, wahrscheinlich 2010 fahre ich gleich nach Wutzetz und nicht erst nach Havelberg.



Da am Havelberger Pferdemarkt nichts vorbeiführt, fuhren wir morgends nach Havelberg. Alles wie immer. Eine Völkerwanderung vom Parkplatz zum Handelsplatz/Flohmarkt/Rummel und von dort zum eigentlichen Pferdemarkt. Es waren in diesem Jahr viele und eigentlich großteils auch ordentliche Pferde im Angebot. Auf die Witterung hatten wir uns eingestellt und feuchtigkeitsunempfindliches Schuhwerk angezogen, aber bereits gegen Mittag hatten wir eigentlich alles gesehen und beschlossen nun nach Wutzetz zum Ungarischen Fohlenfest zu fahren, welches wir noch nicht kannten.
Was ist ein Ungarisches Fohlenfest? Familie Orgis in Wutzetz züchtet Shagya-Araber. Der Ursprung dieser Rasse ist in den Militärgestüten der K&K Monarchie zu sehen, die diese Araberrasse größtenteils im heutigen Ungarn züchtete. Daher die Beziehung zu Ungarn, welche darin gipfelt, das wir es in Wutzetz mit echten Husaren zu tun haben, die natürlich stilecht, auf Shagya-Arabern beritten sind. Alle 2 Jahre findet die Fohleneintragung im Rahmen eines kleinen Festes statt.
Wir waren überrascht wie gut diese Veranstaltung besucht war und wie liebevoll alles vorbereitet war. Leider kamen wir zu spät, um die Reitvorführung der Hengste zu sehen und so konnte ich mein absolutes Lieblingspferd Kartango Khan nur noch in der Box bewundern.
Wir labten uns am reichhaltigen Kuchenbuffett und bekamen ein lustiges Reiterspiel geboten, bei dem sich 2 berittene Teams (Team 1 weiblich und Team 2 männlich-mit weibl.Verstärkung) um einen angeblichen Ziegenbalg rauften. Auf den Pferden und am Boden. Wer Sieger war sollte das Publikum entscheiden, welches natürlich der weiblichen Mannschaft den Vorrang gab. Es fanden Spiele für Kinder, Westernvorführungen und der Höhepunkt eine Husarenreitervorführung statt. Zum Leidwesen des Husarenchefs Karsten Orgis mußte er zur Verstärkung seiner Truppe Zivilisten heranziehen, die sich aber für meine Begriffe beachtlich schlugen. Alles war locker und doch perfekt organisiert. Was mir am meisten imponierte ist der Umgang mit den Pferden auf diesem Reiterhof. Auf den Bildern werdet Ihr auch erkennen, die Pferde sind auf Trense gezäumt und als Hilfe wird höchstens mal ein Martingal verwendet. Alles irgendwie locker, fröhlich und pferdefreundlich. Neben uns stand ein Pärchen aus Berlin, welches wie wir ganz begeistert war von dieser Art des Reitens. Natürlich gab es auch Säbelkämpfe und Feuersprünge, wir hatten es schließlich mit Husaren zu tun.
Ich denke, wenn ich noch mal die Wahl habe, wahrscheinlich 2010 fahre ich gleich nach Wutzetz und nicht erst nach Havelberg.



Montag, 29. Dezember 2008
Nach 6 Wochen Reitpause
Nun, wo der Weihnachsstess vorbei ist, habe ich den Kopf wieder frei für´s Reiten. Eigentlich wollte ich ja warten bis zum Jahresende oder vielleicht sogar März. Erfahrungsgemäß wird es, wegen der Wetterlage, im Februar nichts mit Reiten und ich wollte mir und dem Pferd, auf Grund der zu erwartenden Februarpause, viele neue Anfänge und damit Muskelkater ersparen. Außerdem hatte ich den nicht ganz unbegründeten Verdacht, das mein Stütchen nicht ganz so unkompliziert auf eine Trainingspause reagieren würde, wie der Traber. Den konnte ich nach 6 Wochen Ruhe satteln und ohne Probleme ins Gelände reiten. Er war die ersten Male nur etwas trottelig und ist, ab und an gestolpert, bis er wieder Muskulatur aufgebaut hatte.
Aber das Wetter war verlockend, das neue Pad wollte ausprobiert werden und ich hatte über die Feiertage 2 kg zugenommen. Also rein in die Reitklamotten und das Schimmelchen geputzt.
Das neue Pad steht ihr wunderbar! Von der Farbe war es schon mal die richtige Wahl!
Doch Schimmelchen war nervös, zum Glück klappte das Aufsteigen, aber dann ging es los. Ich zweifelte ob der Ausritt wirklich eine so gute Idee war. Leider ist es aber auch nicht so einfach von einem nervigen Pferd wieder abzusteigen wenn man mal oben ist. So beschloss ich erst mal im Sattel zu bleiben. Die ersten 500 m hatte ich damit zu tun das Pferd von einem sturen nervigen Trab zu einem, na ja, entspannten Schritt zu überreden. Sie tat so als wenn sie zum ersten mal im Leben ein Gebiß im Maul hätte und reagierte spät bis garnicht. Dazu war sie rossig und ständig mit der Nase an der Erde, vermutlich auf der Suche nach der Witterung eines Hengstes? Aber das Pad saß sich wundervoll, ganz weich. Madam war anscheinen auch der Meinung, denn mitten aus dem, nun endlich gelungenen, Schritt kam ein Buckler, den ich als Freudensprung interpretierte. Von da an ging es besser. Schöner noch nicht ganz gleichmäßiger Trab, der Galopp fast mit dem Kopf zwischen den Vorderbeinen?, aber die Muskel müssen ja erst wieder aufgebaut werden, sie ist in der Schulter schmaler geworden. Viel Schritt und viel Wild. Das Dammwild ist jetzt fast schwarz gefärbt. Da ich aus pferdepsychologischen Gründen nicht vor jedem Damwildrudel durchpariere war ich glücklich, das es nicht zu einer Kollision kam, als ein Rudel direkt vor uns den Weg kreuzte. Alles in allem eingelungener Ausritt. Das letzte Stück bin ich abgestiegen, man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist, so haben alle Beteiligten ein Erfolgserlebnis. Allerdings mußte ich weiter konsquent sein, denn das Führen haben wir auch schon lange nicht mehr geübt.
Beim Absatteln stellte ich dann fest, das die Sattellage unter dem Pad trocken war. Mein Pferdchen hat zwar nicht doll geschwitzt, aber etwas schon. Anscheinen ist das Teil tatsächlich luftdurchlässig, oder feuchtigkeitsdurchlässig?
Heute sehe ich nun aus dem Fenster, alles weiß und minus 5°C. Genau das hatte ich befürchtet. Wieder Schluß mit Reiten? Ich hoffe nicht. Ich habe mir fest vorgenommen nun wieder regelmäßig mit dem Pferd zu arbeiten. Wenn es für´s Reiten zu kalt ist, gehen wir eben spatzieren, natürlich in voller Montur, falls sich zwischendurch der Boden doch mal zum Aufsteigen anbietet.
Aber das Wetter war verlockend, das neue Pad wollte ausprobiert werden und ich hatte über die Feiertage 2 kg zugenommen. Also rein in die Reitklamotten und das Schimmelchen geputzt.
Das neue Pad steht ihr wunderbar! Von der Farbe war es schon mal die richtige Wahl!
Doch Schimmelchen war nervös, zum Glück klappte das Aufsteigen, aber dann ging es los. Ich zweifelte ob der Ausritt wirklich eine so gute Idee war. Leider ist es aber auch nicht so einfach von einem nervigen Pferd wieder abzusteigen wenn man mal oben ist. So beschloss ich erst mal im Sattel zu bleiben. Die ersten 500 m hatte ich damit zu tun das Pferd von einem sturen nervigen Trab zu einem, na ja, entspannten Schritt zu überreden. Sie tat so als wenn sie zum ersten mal im Leben ein Gebiß im Maul hätte und reagierte spät bis garnicht. Dazu war sie rossig und ständig mit der Nase an der Erde, vermutlich auf der Suche nach der Witterung eines Hengstes? Aber das Pad saß sich wundervoll, ganz weich. Madam war anscheinen auch der Meinung, denn mitten aus dem, nun endlich gelungenen, Schritt kam ein Buckler, den ich als Freudensprung interpretierte. Von da an ging es besser. Schöner noch nicht ganz gleichmäßiger Trab, der Galopp fast mit dem Kopf zwischen den Vorderbeinen?, aber die Muskel müssen ja erst wieder aufgebaut werden, sie ist in der Schulter schmaler geworden. Viel Schritt und viel Wild. Das Dammwild ist jetzt fast schwarz gefärbt. Da ich aus pferdepsychologischen Gründen nicht vor jedem Damwildrudel durchpariere war ich glücklich, das es nicht zu einer Kollision kam, als ein Rudel direkt vor uns den Weg kreuzte. Alles in allem eingelungener Ausritt. Das letzte Stück bin ich abgestiegen, man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist, so haben alle Beteiligten ein Erfolgserlebnis. Allerdings mußte ich weiter konsquent sein, denn das Führen haben wir auch schon lange nicht mehr geübt.
Beim Absatteln stellte ich dann fest, das die Sattellage unter dem Pad trocken war. Mein Pferdchen hat zwar nicht doll geschwitzt, aber etwas schon. Anscheinen ist das Teil tatsächlich luftdurchlässig, oder feuchtigkeitsdurchlässig?
Heute sehe ich nun aus dem Fenster, alles weiß und minus 5°C. Genau das hatte ich befürchtet. Wieder Schluß mit Reiten? Ich hoffe nicht. Ich habe mir fest vorgenommen nun wieder regelmäßig mit dem Pferd zu arbeiten. Wenn es für´s Reiten zu kalt ist, gehen wir eben spatzieren, natürlich in voller Montur, falls sich zwischendurch der Boden doch mal zum Aufsteigen anbietet.
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Montag, 10. November 2008
Treibjagd
Am Samstag war schönes Wetter angesagt, und ich wollte so gerne mal wieder in den Birkholzgrund. Eine besonders schöne Stelle mitten in unserem Wald mit vielen Eichen, Buchen und Lärchen. Vor Zeiten stand dort mal ein Teerofen und später eine Försterei. Geblieben sind Reste von Ruinen und eine romantische Waldlichtung.
(Auf dem Bild der Birkholzgrund am 07.10.07)
Mein Grauschimmel (das Winterfell ist wieder recht dunkel geworden) hat sich in letzter Zeit akzeptabel aufgeführt, genügend Kondition müßte nach 5 Monaten unter dem Sattel auch da sein, und so wollte ich diesen etwas längeren Ausritt wagen. Das Reittier "guckte komisch" als ich mein Sattelzeug zum Stall brachte. Wie ich dann mit dem Halfter in der Hand den Auslauf betrat war kein Schimmelchen mehr zu sehen. Sie hatte sich zwischen größeren Genossen "versteckt". Aber ich umrundete den Traber, der anscheinend gerne mit mir mitkommen wollte, um dann den Schimmel zu "entdecken". Putzen, Satteln, u.s.w. endlich konnte es losgehen. Mir war jetzt schon warm und ich würde noch richtig ins Schwitzen kommen, denn die warmen Unterhosen und der Wollpullover waren vielleicht doch nicht so ganz dem schönen Wetter angemessen. Zuerst aber zu Fuß über die Straße, und es würde nicht der letzte Fußmarsch bleiben, denn durch den Birkholzgrund werde ich das Pferd auch führen. Der Weg ist dort sehr grob geschottert, nichts für unbeschlagene Hufe.
Beim Gelände des örtlichen Jagdvereins stehen sehr viele Autos, Kinder spielten Hunde bellten, großes hin und her. Sicherlich eine Feier dachte ich mir und grüßte den netten Förster (oder Jäger?) der gerade zu seinem Auto ging. Nun aber aufs Pferd und ab in den Wald. Zuerst der Kiefernwald mit seinen Sandwegen in dem wir regelmäßig reiten, dann ab ins "Laubdichten-Gestell" (Jawoll so heiß es und so ist es auch). Natürlich konnte sich mein Pferd nicht verkneifen nachzufragen, ob es wirklich mein ernst ist diesen Weg einzuschlagen und nicht, wie immer, geradeaus weiterzugehen? Das Pferd paßt auf, es könnte ja sein, das Frauchen sich in der Richtung irrt! Trab und Galopp, dann wieder Trab, wunderschön gleichmäßig und raumgreifend. An der Seite die Reste des Baumes über den der Traber damals gesprungen ist, wie lange war ich nicht mehr hier! Gleich muß Dammwild kommen, hier ist immer Dammwild, und tatsächlich, zwei Muttertiere mit Jungen kreuzen unseren Weg. Meinen Grauschimmel interessiert das alles wenig, weder Wild noch Gestrüpp oder Baumstämme. Etwas unheimlich scheint ihr aber der Bodenbelag zu sein. Wir traben über eine dicke Laubschicht, das kennt sie noch nicht, es raschelt. Ich halte sie in der Mitte der Fahrspur, so kann sie nicht in der Fahrrinne in durchs Laub verdeckte Pfützen treten. Langsam kommt der Kopf des Pferdes entspannt nach unten, sie streckt sich, der Trab immer noch gleichmäßig. Auch meine Muskeln melden sich, also Schritt. Das Durchparieren müssen wir noch üben, sie bremst wie ein Schiff. Nun schwitze ich richtig. Kurzer Kontrollgriff an den Hals des Pferdchens, auch dort deutliche Wärme. Wir bummeln weiter durchs Laub, vorbei an einer zerfallen Hütte, großen Birken und Tannen. Vor uns liegt ein alter breiter Weg, das "Mutzer-Gestell", hier können gut zwei Autos nebeneinander fahren. Tun sie aber nicht. Er ist unbefestigt löchrig, voller Laub. Der Wald an den Seiten ungewohnt hell, denn die Laubbäume sind um diese Jahreszeit kahl. Noch nie war ich im November an dieser Stelle im Wald. Ein Stück können wir noch traben immer schön im Slalom um die Löcher, aber dann beginnen die Befestigungen. Hier steht auch ein PKW mit Anhänger, also sind doch noch Jäger unterwegs. Ich steige ab, und führe mein Pferd. Vor wenigen Monaten waren hier am Wegesrand noch hohe Holzstapel, nun sind sie alle abgefahren. Ich genieße den freien Blick durch die kahlen Laubbäume, auf die Waldlichtung. Bald ist die schlechte Wegstrecke geschafft. Waren hier nicht oft Wildschweine? Heute kann ich nichts entdecken, nur wieder Dammwild. Also ab in den Sattel und weiter. Der Grauschimmel ist der Meinung nun könnte es mal wieder schneller gehen. Aber vor uns sehe ich schon wieder einen PKW mit Anhänger, so bleibt es erstmal beim Schritt. Hinter den PKW ein Hochstand und freie Sicht, nun könnten wir wieder traben, als mich plötzlich mit ruhiger Stimme jemand anspricht: "Hallo junge Frau." ich fühle mich geehrt und halte Ausschau nach dem Kavalier, den ich dann auf dem Hochstand entdecke. Das hatte ich auch noch nicht, ein Hochstand der besetzt ist! Der ältere Herr reckt sich aus seinem Versteck und blickt auf uns herab. Mein Traber hätte einen Herzinfakt bekommen vor Schreck. Der Schimmel bleibt cool, super Pferdchen! "Wissen sie denn nicht, das hier eine Treibjagd ist?" "Treibjagd?" ich gucke erschrocken ins Gebüsch "Wo sind denn die Treiber?" "Jetzt haben wir uns alle auf Ansitze verteilt." "Aha, woher soll ich wissen das hier eine Treibjagd ist? Im vergangenen Jahr standen Schilder, da bin ich dann auch nicht langgeritten!" Dem Schimmel ist unser Gespräch langweilig und er nimmt auf eigene Faust einen Weg unter die Hufe. "Nicht dort entlang!" schallt es erschrocken aus dem Hochstand. Ist wahrscheinlich die freie Schneise in der er das Wild erwartet. "Am besten sie reiten wieder zurück und dann den schwarzen Weg." Das werde ich nicht tun, denn dieser Weg ist sehr nass und schlecht und gerade dort hatte ich ja den anderen PKW gesehen. Außerdem beschleicht mich der Verdacht, das er von dort das Wild erwartet, ich also quasi als Treiber fungieren soll. Nach einigem hin und her einigen wir uns auf einen ungefährlichen Weg, auf dem ich auch nach hause komme. Es wird auch höchste Zeit, denn abgelenkt durch das Gespräch habe ich mich in meine Zügel verheddert und das Pferd nicht mehr so recht unter Kontrolle. Ist ja auch aufregend, Treibjagd! Und wir mittendrin! Unser Start fällt spritzig aus und auf dem Weg in sichere Gefilde knallt es zweimal in der Nähe. Sicher die Jagdgenossen unseres neuen Bekannten. Bald sind wir aus der angeblichen Gefahrenzone und können den Wald wieder im Schritt genießen. Das Pferd schlägt immer wieder Trab vor, ich muß es durchparieren, es wird noch eine Weile dauern, bis sie akzeptiert, das es langsam nach hause geht. Das letzte Stück steige ich wieder ab und lockere den Sattelgurt. Sie ist immer noch nass, vor allem an Hals und Brust. Auch ich bin durchgeschwitzt, da zu warm angezogen. Als wir zu hause ankommen stelle ich den Schimmel zu den anderen Pferden in den Auslauf und bürste, nachdem ich mich umgezogen habe, das inzwischen trockene Fell kräftig durch. Sie genießt es, so wie ich den Ausritt genossen habe. Es war ein schöner Tag im trüben Nebelherbst dieses Jahres.
Sonntag, 9. November 2008
Wer hat gewonnen ?
Wenn man mit diesen netten Worten nach einem Ausritt begrüßt wird, verschlägt es einem schon ein bischen die Sprache. Aber zum Glück konnte ich stolz antworten: "Ich !".
Was ist passiert? Mein Schimmelchen, nicht ganz dumm, hat inzwischen bemerkt, das es doch gewisse Unterschiede in den reiterlichen Fähigkeiten zwischen mir und ihrer Ausbilderin gibt. Oder ganz einfach, das ich zwar im Sattel, aber trotzdem nur ein Mensch bin. Nun versucht sie ihre Vorstellungen von einem Ausritt mit in unsere Unternehmungen einfließen zu lassen. Leider deckt sich das oft nicht mit meinen Zielen. Der Gipfel war Mitte Oktober, als sie am Anfang des Rittes an einer Wegkreuzung beschloß, Ausreiten ist doof, ich will nach hause, und wenn schon nicht nach hause dann zumindest nicht den Weg, den da gerade Frauchen will. Zugegeben an der Stelle hatten wir schon öfter Diskussionen. Der Weg ist dunkel, zugewachsen und schwarz, aber wo kommen wir hin, wenn das Pferd bestimmt wo es langgeht ? Ich bestand auf meine Variante. Sie zog alle Register, Steigen, Bocken, Auskeilen, Rückwärtsgang, Umdrehen ... Zum Glück konnte ich wenigstens das Umdrehen verhindern. Ich reite ohne ohne Gerte, nun versuchte ich ihr meine Seilzügel aufs Fell zu klatschen. Die sind dafür aber wenig geignet, da zu leicht, und wenn doch eine Wirkung eintrat dann wieder wie oben beschrieben Steigen u.s.w. Ich beschränkte mich nun darauf sie in Richtung und aufmerksam zu halten. Ein paar mal spielte ich mit dem Gedanken abzusteigen, aber dann müße ich in Zukunft ständig mit Problemen an Weggabelungen rechnen, sie ist ja nicht dumm. Also mußte ich jetzt da durch und das "Mistvieh" auch. Was kann man schon von einem Pferd erwarten das die Mähne nach links trägt und zwei Wirbel auf der Stirn hat? Nach einer halben Stunde rief ich mit dem Handy meinen Mann an: "Schatzi ich komme später, wir stehen hier noch am schwarzen Weg und das Pferd steikt." "Kein Problem, dann esse ich alleine Mittag." Meine Hoffnung er würde eventuell kommen und mich und das Pferd über diese Klippe führen gab ich 10 min später endgültig auf. Auch sonst war keine Hilfe in Sicht. Zum Gück störte unser Auseinandersetzung auch kein Auto. Es ging immer ein paar Schritte vor, großes Lob von Frauchen, und dann schnell rückwarts wieder in die Ausgangsposition oder noch weiter zurück. Immer wieder Versuche rechts oder links abzubiegen bzw umzudrehen. Irgendwann war mir das Loben dann zu blöd und ich habe nur noch mit dem Zügelende gewedelt, wenn zu lange nichts passierte, schlafen können wir schließlich zu hause. Als ich gerade überlegte, wer mir einen Tee aufs Pferd bringen könnte ging es vorwärts. Langsam Schritt für Schritt durch die unheimliche Enge mit dem schwarzen Belag. Fast eine Stunde hatte es gedauert, bis sie sich entschlossen hat zu kapitulieren. Ihr könnt euch vorstellen, wie erleichtert ich war! Inzwischen hatte ich die Möglichkeit einer Kapitulation meinerseits, also abzusteigen und zu Führen, schon ernsthaft in Erwägung gezogen. So war es narürlich besser. Ich hatte gewonnen. Sicherlich wird die nächste Kraftprobe nicht lange auf sich warten lassen, aber erst mal hat sie nachgegeben. Nun stellte ich fest wie k.o. ich eigentlich war. Der folgende Ausritt war daher etwas kürzer als sonst. Auf dem Rückweg an besagter Stelle war sie aufgeregt, ging aber mit tiefer Nase über den unangenehmen schwarzen Schlamm. Ich hatte auch nichts anderes erwartet, schließlich ging es Richtung Heimat und ihre Freundin wartete bestimmt schon, genau wie mein Herzblatt, auf unsere Rückkehr.
Was ist passiert? Mein Schimmelchen, nicht ganz dumm, hat inzwischen bemerkt, das es doch gewisse Unterschiede in den reiterlichen Fähigkeiten zwischen mir und ihrer Ausbilderin gibt. Oder ganz einfach, das ich zwar im Sattel, aber trotzdem nur ein Mensch bin. Nun versucht sie ihre Vorstellungen von einem Ausritt mit in unsere Unternehmungen einfließen zu lassen. Leider deckt sich das oft nicht mit meinen Zielen. Der Gipfel war Mitte Oktober, als sie am Anfang des Rittes an einer Wegkreuzung beschloß, Ausreiten ist doof, ich will nach hause, und wenn schon nicht nach hause dann zumindest nicht den Weg, den da gerade Frauchen will. Zugegeben an der Stelle hatten wir schon öfter Diskussionen. Der Weg ist dunkel, zugewachsen und schwarz, aber wo kommen wir hin, wenn das Pferd bestimmt wo es langgeht ? Ich bestand auf meine Variante. Sie zog alle Register, Steigen, Bocken, Auskeilen, Rückwärtsgang, Umdrehen ... Zum Glück konnte ich wenigstens das Umdrehen verhindern. Ich reite ohne ohne Gerte, nun versuchte ich ihr meine Seilzügel aufs Fell zu klatschen. Die sind dafür aber wenig geignet, da zu leicht, und wenn doch eine Wirkung eintrat dann wieder wie oben beschrieben Steigen u.s.w. Ich beschränkte mich nun darauf sie in Richtung und aufmerksam zu halten. Ein paar mal spielte ich mit dem Gedanken abzusteigen, aber dann müße ich in Zukunft ständig mit Problemen an Weggabelungen rechnen, sie ist ja nicht dumm. Also mußte ich jetzt da durch und das "Mistvieh" auch. Was kann man schon von einem Pferd erwarten das die Mähne nach links trägt und zwei Wirbel auf der Stirn hat? Nach einer halben Stunde rief ich mit dem Handy meinen Mann an: "Schatzi ich komme später, wir stehen hier noch am schwarzen Weg und das Pferd steikt." "Kein Problem, dann esse ich alleine Mittag." Meine Hoffnung er würde eventuell kommen und mich und das Pferd über diese Klippe führen gab ich 10 min später endgültig auf. Auch sonst war keine Hilfe in Sicht. Zum Gück störte unser Auseinandersetzung auch kein Auto. Es ging immer ein paar Schritte vor, großes Lob von Frauchen, und dann schnell rückwarts wieder in die Ausgangsposition oder noch weiter zurück. Immer wieder Versuche rechts oder links abzubiegen bzw umzudrehen. Irgendwann war mir das Loben dann zu blöd und ich habe nur noch mit dem Zügelende gewedelt, wenn zu lange nichts passierte, schlafen können wir schließlich zu hause. Als ich gerade überlegte, wer mir einen Tee aufs Pferd bringen könnte ging es vorwärts. Langsam Schritt für Schritt durch die unheimliche Enge mit dem schwarzen Belag. Fast eine Stunde hatte es gedauert, bis sie sich entschlossen hat zu kapitulieren. Ihr könnt euch vorstellen, wie erleichtert ich war! Inzwischen hatte ich die Möglichkeit einer Kapitulation meinerseits, also abzusteigen und zu Führen, schon ernsthaft in Erwägung gezogen. So war es narürlich besser. Ich hatte gewonnen. Sicherlich wird die nächste Kraftprobe nicht lange auf sich warten lassen, aber erst mal hat sie nachgegeben. Nun stellte ich fest wie k.o. ich eigentlich war. Der folgende Ausritt war daher etwas kürzer als sonst. Auf dem Rückweg an besagter Stelle war sie aufgeregt, ging aber mit tiefer Nase über den unangenehmen schwarzen Schlamm. Ich hatte auch nichts anderes erwartet, schließlich ging es Richtung Heimat und ihre Freundin wartete bestimmt schon, genau wie mein Herzblatt, auf unsere Rückkehr.
Freitag, 10. Oktober 2008
Vertrauen oder Rotkäppchen und der Wolf
Gestern habe ich es nun gewagt allein - ohne die ersten 200 m Herrchen Begleitung - mit dem Schimmelchen in die Heide zu reiten. Eigentlich war es ja bereits das 5. mal in der Heide aber diesmal eben ohne Starthilfe. Ich habe mich an das Pferdchen gewöhnt und Vertrauen gefaßt. Sie hat es mir leicht gemacht, ist aber ganz anders, in fast allen Bereichen, als mein Traber. Erschwerend kam dazu, das ich in den letzten 5 Jahren nur auf dem Traber geritten bin und es mir am Anfang nicht leicht gefallen ist, mich auf das andere Pferd einzustellen, welches einen anderen Körperbau, andere Gangmechanik und nicht zu letzt einen anderen Charakter hat, als der Traber.
Nun war es also soweit. Zu Fuß über die Straße, dann noch ein Stück bis zur Pferdekoppel einer Bekannten, wo sich am Weg eine erhöhte Stelle zum Aufsteigen anbietet. Die Pferde der Bekannten kamen erwartungsfroh an den Zaun um das Schauspiel zu beobachten. Da gab es aber keine Probleme. Schwieriger war schon das Losreiten. Mein Schimmel dachte garnicht daran sich von der Stelle zu bewegen. Im Gegenteil, alle meine Bemühungen führten dazu, das sie den Rückwärtsgang Richtung andere Pferde und Elektrozaun einlegte. Was nun ? Die anderen Pferde mitnehmen ging nicht. Zurück wollte ich nicht, geradeaus streikte mein Reittier. Also links über eine kleine Wiese auf den nächsten Weg. Das klappte. Von diesem Weg ging es dann wieder auf den vorherigen und in den Wald. Das nächste Hindernis in Form von schwarzem Matsch, Reste einer Pfütze, tat sich auf. Wieder Streik ! Aber nun gab es keinen Umweg, da mußten wir durch. Was tun ? Erst mal Ruhe bewahren. Das Pferd hatte ja recht, sehr vertrauenswürdig sah der glitschige Untergrund nicht aus. Jeden Schritt vorwärts loben, bis sie dann zügig am Rand (mir schlugen die Sträucher um die Ohren) das Hindernis bewältigte.
Super, bis auf den Nieselregen der nun einsetzte, entgegen aller Prognosen der Wetterfrösche im Fernsehen. Aber was solls, versuchen wir mal Trab. Begeistert war das Schimmelchen nicht. "Du bist ein Araberpferd, und hast gerne zu rennen." erklärte ich schenkeldrückend dem trödelnden Pferd. Zähneknirschen als Antwort. Na gut, dann Galopp. Die Hilfen kann sie, springt auch sofort an und ist nach 3 Galoppsprüngen wieder im Trab. Was solls, dann eben Schritt. Unser letzter Ausritt ist 5 Tage her, davor war auch eine lange Pause, wir sind ja nicht auf der Flucht. Trotz Nieselregen begegnet uns Rotkäppchen mit einem Korb. Den kleinen Plausch über das Wetter nutzt mein Pferd zu einer Inspektion des Korbes. Kein Kuchen, nur Pilze stellt der Schimmel enttäuscht fest und freut sich über eine Streicheleinheit von Rotkäppchen. Vielleicht sollte ich bei meinem nächste Reithelm auch die Farbe Rot wählen um besser gesehen zu werden?
Schon wieder eine Pfütze. Diese ist riesengroß und permanent. Genug Platz an der Seite vorbeizureiten, was wir auch schon 4 mal bei vorherigen Ritten getan haben, aber nicht heute. Steigen, buckeln, Rückwärtsgang. Auch die Umrundung auf der anderen Seite abseits des Weges ist keine Alternative. Also steige ich ab und führe an der Pfütze vorbei. Sie äpfelt aufgeregt, also wahrscheinlich kein Schauspiel, irgendwie ist heute nicht ihr Tag. Ich gurte nach und steige wieder auf. Der nächste Trab klappt besser, aber als ich wieder im Schritt bin stelle ich fest, das sich der Sattelgurt gelockert hat und nur noch durch eine Schlaufe gehalten wird. Da war beim Nachgurten der Dorn nicht richtig im Loch. Scheiße ... Was nun ? Das Absteigen vom Westernsattel ohne Benutzen der Steigbügel ist fast unmöglich durch die hohen Aufbauten (jedenfalls ab 40). Verlagere ich aber Gewicht in einen Steigbügel rutscht der Sattel mit Sicherheit zur Seite und damit unter den Bauch des Pferdes, ich könnte im Bügel hängenbleiben und mein Pferd mit Sattel unter dem Bauch in Panik geraten. Also wieder Ruhe bewahren. Ich halte an und versuche von oben an den Gurt zu kommen, keine Chance. Ich nehme die Füße aus den Steigbügeln und versuche abzusteigen. Geht nicht. Also lasse ich einen Fuß im Steigbügel, stütze mich mit den Händen auf den vorderen Teil des Sattels und nehme den anderen Fuß vorsichtig auf die Kruppe des Pferdes und das Cantle, dann den Fuß aus dem Steigbügel und ohne den Sattel zu verrutschen Abspringen. Das gelingt und ich atme erleicht auf, die Aktion hätte gewaltig schief gehen können. Natürlich wird das Pferd mit Leckerli belobigt. Super, das sie so schön stillgestanden hat bei Frauchens akrobatischen Übungen auf ihrem Rücken. Sie hat mein Vertrauen verdient und eindeutig auch Vertrauen zu mir. Ich zurre den Sattel wieder fest und gehe ein Stück zu Fuß um mich zu beruhigen.
Vor uns Hufspuren, inzwischen bin ich wieder aufgesessen. Die Spuren sehen frisch aus. Sie könnten von gestern oder heute sein. Große Löcher, wahrscheinlich große Pferde. Mein Schimmel beschleunigt den Schritt, Pferde können auch Spuren lesen! Trab lasse ich nicht zu. Dann vor uns auf dem Weg zwei schemenhafte Gestalten, die sich tatsächlich als Reiter entpuppen. Sie biegen rechts ab, da wollen wir auch hin. Unsere Route ist mit Herrchen abgesprochen und daher unveränderlich, denn Handynetz um Änderungen nach Hause mitzuteilen gibt es in der Heide nicht. Da mein Reittier, angesichts von Leidensgenossen, aufgewacht ist sind wir auch im Schritt schnell bei den Reitern. Zwei Frauen aus dem Nachbardorf, denen ich mit ihren Pferden schon ab und an mit meinem Traber begegnet bin. Mit dem Braunen konnte ich problemlos passieren, ob das mit dem Schimmel auch geht ? Die Frauen, oder ihre Pferde, haben uns entdeckt und warten am Wegesrand. Wir begrüßen uns und ich erläutere schnell mein Problem (junges Pferd, kann die Route leider nicht ändern da kein Handynetz, muß hier weiterreiten), währen ich im Schritt passiere. Der Schimmel guckt zwar interessiert, ich auch, aber kein Zögern und keine Ansätze zur Verbrüderung mit der unerwarteten Pferdegesellschaft. "Kein Problem", rufen mir die Reiterinnen zu," wir lassen dir Vorsprung und machen keine Fisimatenten." (O-Ton). Zu Deutsch ich muß nicht befürchten, das sie mich im Galopp überholen. Ich bedanke mich erleichtert, reite im Schritt weiter und baue den Vorsprung im Trab aus. Auf mein Pferd bin ich stolz.
Nun geht es nach Hause und der Schimmel kann plötzlich galoppieren. Je näher die Heimat kommt, je fröhlicher wird mein Pferd. Zum Schluß legt sie noch einen schönen Buckler drauf, aus Protest gegen die Einschränkung des Galopptempos auf der Heimatgeraden, denn ihr ist eingefallen, das sie ein Araber und daher auch Rennpferd ist. Aber sie gehorcht und mäßigt das Tempo.
An dieser Stelle vielleicht interessant, ein schlauer Pferderatgeber empfiehlt dem Pferd beim Buckeln ins Gesicht zu sehen, dann könne man erkennen, am Gesichtsausdruck, ob es Ernst oder Spaß ist, das Buckeln. Ha Ha Ha ...
Sehnsüchtige Rückerinnerung: mein Traber hat auch gern gebuckelt, aber stets zu Beginn des Rittes, aus Freude über den bevorstehenden Ausflug, nie zum Schluß, aus Freude über die Heimkehr. Meine Pferde sind eben grundverschieden.
Um den Tag abzurunden erschien dann noch der böse Wolf. Ob er Rotkäppchen inzwischen gefressen hatte war nicht festzustellen. Als Pferdchen und ich noch überlegten ob er satt ist oder nicht erschien sein Herrchen und rief ihn zu sich.
Alles in allem ein schöner Ausflug. Ich hoffe mit dem Schimmel bald so zu harmonieren, das ich auch wieder die Natur genießen kann. Die Grundlagen sind gelegt.
Nun war es also soweit. Zu Fuß über die Straße, dann noch ein Stück bis zur Pferdekoppel einer Bekannten, wo sich am Weg eine erhöhte Stelle zum Aufsteigen anbietet. Die Pferde der Bekannten kamen erwartungsfroh an den Zaun um das Schauspiel zu beobachten. Da gab es aber keine Probleme. Schwieriger war schon das Losreiten. Mein Schimmel dachte garnicht daran sich von der Stelle zu bewegen. Im Gegenteil, alle meine Bemühungen führten dazu, das sie den Rückwärtsgang Richtung andere Pferde und Elektrozaun einlegte. Was nun ? Die anderen Pferde mitnehmen ging nicht. Zurück wollte ich nicht, geradeaus streikte mein Reittier. Also links über eine kleine Wiese auf den nächsten Weg. Das klappte. Von diesem Weg ging es dann wieder auf den vorherigen und in den Wald. Das nächste Hindernis in Form von schwarzem Matsch, Reste einer Pfütze, tat sich auf. Wieder Streik ! Aber nun gab es keinen Umweg, da mußten wir durch. Was tun ? Erst mal Ruhe bewahren. Das Pferd hatte ja recht, sehr vertrauenswürdig sah der glitschige Untergrund nicht aus. Jeden Schritt vorwärts loben, bis sie dann zügig am Rand (mir schlugen die Sträucher um die Ohren) das Hindernis bewältigte.
Super, bis auf den Nieselregen der nun einsetzte, entgegen aller Prognosen der Wetterfrösche im Fernsehen. Aber was solls, versuchen wir mal Trab. Begeistert war das Schimmelchen nicht. "Du bist ein Araberpferd, und hast gerne zu rennen." erklärte ich schenkeldrückend dem trödelnden Pferd. Zähneknirschen als Antwort. Na gut, dann Galopp. Die Hilfen kann sie, springt auch sofort an und ist nach 3 Galoppsprüngen wieder im Trab. Was solls, dann eben Schritt. Unser letzter Ausritt ist 5 Tage her, davor war auch eine lange Pause, wir sind ja nicht auf der Flucht. Trotz Nieselregen begegnet uns Rotkäppchen mit einem Korb. Den kleinen Plausch über das Wetter nutzt mein Pferd zu einer Inspektion des Korbes. Kein Kuchen, nur Pilze stellt der Schimmel enttäuscht fest und freut sich über eine Streicheleinheit von Rotkäppchen. Vielleicht sollte ich bei meinem nächste Reithelm auch die Farbe Rot wählen um besser gesehen zu werden?
Schon wieder eine Pfütze. Diese ist riesengroß und permanent. Genug Platz an der Seite vorbeizureiten, was wir auch schon 4 mal bei vorherigen Ritten getan haben, aber nicht heute. Steigen, buckeln, Rückwärtsgang. Auch die Umrundung auf der anderen Seite abseits des Weges ist keine Alternative. Also steige ich ab und führe an der Pfütze vorbei. Sie äpfelt aufgeregt, also wahrscheinlich kein Schauspiel, irgendwie ist heute nicht ihr Tag. Ich gurte nach und steige wieder auf. Der nächste Trab klappt besser, aber als ich wieder im Schritt bin stelle ich fest, das sich der Sattelgurt gelockert hat und nur noch durch eine Schlaufe gehalten wird. Da war beim Nachgurten der Dorn nicht richtig im Loch. Scheiße ... Was nun ? Das Absteigen vom Westernsattel ohne Benutzen der Steigbügel ist fast unmöglich durch die hohen Aufbauten (jedenfalls ab 40). Verlagere ich aber Gewicht in einen Steigbügel rutscht der Sattel mit Sicherheit zur Seite und damit unter den Bauch des Pferdes, ich könnte im Bügel hängenbleiben und mein Pferd mit Sattel unter dem Bauch in Panik geraten. Also wieder Ruhe bewahren. Ich halte an und versuche von oben an den Gurt zu kommen, keine Chance. Ich nehme die Füße aus den Steigbügeln und versuche abzusteigen. Geht nicht. Also lasse ich einen Fuß im Steigbügel, stütze mich mit den Händen auf den vorderen Teil des Sattels und nehme den anderen Fuß vorsichtig auf die Kruppe des Pferdes und das Cantle, dann den Fuß aus dem Steigbügel und ohne den Sattel zu verrutschen Abspringen. Das gelingt und ich atme erleicht auf, die Aktion hätte gewaltig schief gehen können. Natürlich wird das Pferd mit Leckerli belobigt. Super, das sie so schön stillgestanden hat bei Frauchens akrobatischen Übungen auf ihrem Rücken. Sie hat mein Vertrauen verdient und eindeutig auch Vertrauen zu mir. Ich zurre den Sattel wieder fest und gehe ein Stück zu Fuß um mich zu beruhigen.
Vor uns Hufspuren, inzwischen bin ich wieder aufgesessen. Die Spuren sehen frisch aus. Sie könnten von gestern oder heute sein. Große Löcher, wahrscheinlich große Pferde. Mein Schimmel beschleunigt den Schritt, Pferde können auch Spuren lesen! Trab lasse ich nicht zu. Dann vor uns auf dem Weg zwei schemenhafte Gestalten, die sich tatsächlich als Reiter entpuppen. Sie biegen rechts ab, da wollen wir auch hin. Unsere Route ist mit Herrchen abgesprochen und daher unveränderlich, denn Handynetz um Änderungen nach Hause mitzuteilen gibt es in der Heide nicht. Da mein Reittier, angesichts von Leidensgenossen, aufgewacht ist sind wir auch im Schritt schnell bei den Reitern. Zwei Frauen aus dem Nachbardorf, denen ich mit ihren Pferden schon ab und an mit meinem Traber begegnet bin. Mit dem Braunen konnte ich problemlos passieren, ob das mit dem Schimmel auch geht ? Die Frauen, oder ihre Pferde, haben uns entdeckt und warten am Wegesrand. Wir begrüßen uns und ich erläutere schnell mein Problem (junges Pferd, kann die Route leider nicht ändern da kein Handynetz, muß hier weiterreiten), währen ich im Schritt passiere. Der Schimmel guckt zwar interessiert, ich auch, aber kein Zögern und keine Ansätze zur Verbrüderung mit der unerwarteten Pferdegesellschaft. "Kein Problem", rufen mir die Reiterinnen zu," wir lassen dir Vorsprung und machen keine Fisimatenten." (O-Ton). Zu Deutsch ich muß nicht befürchten, das sie mich im Galopp überholen. Ich bedanke mich erleichtert, reite im Schritt weiter und baue den Vorsprung im Trab aus. Auf mein Pferd bin ich stolz.
Nun geht es nach Hause und der Schimmel kann plötzlich galoppieren. Je näher die Heimat kommt, je fröhlicher wird mein Pferd. Zum Schluß legt sie noch einen schönen Buckler drauf, aus Protest gegen die Einschränkung des Galopptempos auf der Heimatgeraden, denn ihr ist eingefallen, das sie ein Araber und daher auch Rennpferd ist. Aber sie gehorcht und mäßigt das Tempo.
An dieser Stelle vielleicht interessant, ein schlauer Pferderatgeber empfiehlt dem Pferd beim Buckeln ins Gesicht zu sehen, dann könne man erkennen, am Gesichtsausdruck, ob es Ernst oder Spaß ist, das Buckeln. Ha Ha Ha ...
Sehnsüchtige Rückerinnerung: mein Traber hat auch gern gebuckelt, aber stets zu Beginn des Rittes, aus Freude über den bevorstehenden Ausflug, nie zum Schluß, aus Freude über die Heimkehr. Meine Pferde sind eben grundverschieden.
Um den Tag abzurunden erschien dann noch der böse Wolf. Ob er Rotkäppchen inzwischen gefressen hatte war nicht festzustellen. Als Pferdchen und ich noch überlegten ob er satt ist oder nicht erschien sein Herrchen und rief ihn zu sich.
Alles in allem ein schöner Ausflug. Ich hoffe mit dem Schimmel bald so zu harmonieren, das ich auch wieder die Natur genießen kann. Die Grundlagen sind gelegt.
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Freitag, 12. September 2008
Ein Jäger aus Kurpfalz ?
Wie der Titel schon andeutet, hatte ich heute eine Begegnung der besonderen Art, doch ganz anders als erwartet.
Aber von Anfang an: Ich war wieder mit meiner kleinen Schimmelstute unterwegs. Im Baumarkt hatte ich mir neue Zügel besorgt (2 Stück 2,50 m Hanfseil a 2,00 €) und wollte nun ihre Eignung als geteilte Lenkhilfe testen. Ich hoffe im Dezember auf der Hippoligika was besseres preisgünstig erwerben zu können. Die Seile sehen super aus, liegen aber nicht so gut in der Hand wie Leder, sind rau und pieksig (hätte ich noch mal die Wahl würde ich die gewachsten nehmen, auch wenn die nicht so fetzig aussehen). Ansonsten haben die "Zügel" den Test bestanden und bis zur Hippologika wird es wohl gehen.
Wir traben also so schön durch den Wald, grüßen freundlich einen Pilzsammler, der auch zurückgrüßt, was mich freut weil ich dann auch sicher bin, das Pferdchen die durchs Unterholz kriechende Gestalt als Mensch einordnet und nicht eventuell als Säbelzahntiger.
Am liebsten habe ich Pilzsammer die sich laut unterhalten. Zwei mit schweren Körben beladenen Damen habe ich am letzten Wochenende mit Lob überhäuft wegen ihrer lauten Unterhaltung. Dieses Lob wurde dankbar aufgenommen, die Damen haben mir gestanden, das sie unsicher waren, wie sie sich bei der Begegnung mit Reitern/Pferden verhalten sollten. Ein Schwätzchen mit Passanten ist immer angebracht.
Wir traben also schön vor uns hin, als mitten auf unserem für Autos gesperrten Waldweg ein grünes Auto steht. Kurzer Blick, aha der Förster, oder besser 2 Förster die sich an den offenen Autotüren unterhalten. "Kein Problem" erkläre ich dem Schimmel "wir gehen dran vorbei". Mein bis dato immer gehorsames und mutiges Pferd war aber, zu meinem Erstaunen, anderer Meinung und kündigte 10 m vor dem Auto die Mitarbeit. "Da gehe ich nicht vorbei" waren ihre Worte. "Das ist doch nur ein harmloses Auto, sowas fürchtest du doch sonst auch nicht " argumentierte ich dagegen. Nun mischten sich auch die Förster in unser Gespräch "Am besten sie nehmen den anderen Weg (wir waren an einer Kreuzung) wenn sie an uns vorbeireiten bekommen sie Probleme". Mein Pferd schlug mir gerade den selben Weg vor, der auch von den Förstern favoritisiert wurde."Probleme hab ich schon." erklärte ich (war ja auch nicht zu übersehen gerade versuchte meine Stute eine Kehrtwendung in die andere Richtung) "das Pferd ist jung und muß lernen. Gibt es denn eine Grund warum ich an ihnen nicht vorbeikann, Baumfällung oder so ?". Das wurde verneint. Also Augen zu und durch. Ich wäre auch abgestiegen und hätte das Pferd an dem Auto vorbeigeführt, aber vorbei mußte es. Schließlich hat die Kleine es eingesehen und ging diszipliniert wenn auch aufgeregt an dem Auto vorbei. Nun konnte ich den Grund der Weigerung meines Schimmels erkennen. Durch die offenen Autotüren wurde ein Anhänger verdeckt auf dem totes Damwild lag. Meine Förster waren also gar keine Förster sondern, in diesem Fall, Jäger. "Jetzt weiß ich warum mein Pferd nicht an ihnen vorbei wollte, sie hat das Blut gerochen." "Genau" sagte der Jäger, "deshalb hatten wir ihnen ja auch den anderen Weg vorgeschlagen."
Mir gab die ganze Geschichte dann doch zu denken. Niemals hätte ich gedacht, das Pferde so einen guten Geruchssinn haben und auf die Entfernung Blut riechen können. Ich habe nichts gerochen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für manches Problem, welches ich mit meinem Traber an bestimmten Stellen im Wald hatte.
Und noch etwas anderes habe ich gelernt, Jäger sind nette Menschen (trotz manchmal komischer Schilder im Wald - siehe Post vom letzten Herbst) und begegnen Reitern freundlich.
Was hat mein Pferdchen gelernt ? Frauchen ist der Chef und wo sie mit langgeht ist es ungefährlich auch wenn es stinkt.
Aber von Anfang an: Ich war wieder mit meiner kleinen Schimmelstute unterwegs. Im Baumarkt hatte ich mir neue Zügel besorgt (2 Stück 2,50 m Hanfseil a 2,00 €) und wollte nun ihre Eignung als geteilte Lenkhilfe testen. Ich hoffe im Dezember auf der Hippoligika was besseres preisgünstig erwerben zu können. Die Seile sehen super aus, liegen aber nicht so gut in der Hand wie Leder, sind rau und pieksig (hätte ich noch mal die Wahl würde ich die gewachsten nehmen, auch wenn die nicht so fetzig aussehen). Ansonsten haben die "Zügel" den Test bestanden und bis zur Hippologika wird es wohl gehen.
Wir traben also so schön durch den Wald, grüßen freundlich einen Pilzsammler, der auch zurückgrüßt, was mich freut weil ich dann auch sicher bin, das Pferdchen die durchs Unterholz kriechende Gestalt als Mensch einordnet und nicht eventuell als Säbelzahntiger.
Am liebsten habe ich Pilzsammer die sich laut unterhalten. Zwei mit schweren Körben beladenen Damen habe ich am letzten Wochenende mit Lob überhäuft wegen ihrer lauten Unterhaltung. Dieses Lob wurde dankbar aufgenommen, die Damen haben mir gestanden, das sie unsicher waren, wie sie sich bei der Begegnung mit Reitern/Pferden verhalten sollten. Ein Schwätzchen mit Passanten ist immer angebracht.
Wir traben also schön vor uns hin, als mitten auf unserem für Autos gesperrten Waldweg ein grünes Auto steht. Kurzer Blick, aha der Förster, oder besser 2 Förster die sich an den offenen Autotüren unterhalten. "Kein Problem" erkläre ich dem Schimmel "wir gehen dran vorbei". Mein bis dato immer gehorsames und mutiges Pferd war aber, zu meinem Erstaunen, anderer Meinung und kündigte 10 m vor dem Auto die Mitarbeit. "Da gehe ich nicht vorbei" waren ihre Worte. "Das ist doch nur ein harmloses Auto, sowas fürchtest du doch sonst auch nicht " argumentierte ich dagegen. Nun mischten sich auch die Förster in unser Gespräch "Am besten sie nehmen den anderen Weg (wir waren an einer Kreuzung) wenn sie an uns vorbeireiten bekommen sie Probleme". Mein Pferd schlug mir gerade den selben Weg vor, der auch von den Förstern favoritisiert wurde."Probleme hab ich schon." erklärte ich (war ja auch nicht zu übersehen gerade versuchte meine Stute eine Kehrtwendung in die andere Richtung) "das Pferd ist jung und muß lernen. Gibt es denn eine Grund warum ich an ihnen nicht vorbeikann, Baumfällung oder so ?". Das wurde verneint. Also Augen zu und durch. Ich wäre auch abgestiegen und hätte das Pferd an dem Auto vorbeigeführt, aber vorbei mußte es. Schließlich hat die Kleine es eingesehen und ging diszipliniert wenn auch aufgeregt an dem Auto vorbei. Nun konnte ich den Grund der Weigerung meines Schimmels erkennen. Durch die offenen Autotüren wurde ein Anhänger verdeckt auf dem totes Damwild lag. Meine Förster waren also gar keine Förster sondern, in diesem Fall, Jäger. "Jetzt weiß ich warum mein Pferd nicht an ihnen vorbei wollte, sie hat das Blut gerochen." "Genau" sagte der Jäger, "deshalb hatten wir ihnen ja auch den anderen Weg vorgeschlagen."
Mir gab die ganze Geschichte dann doch zu denken. Niemals hätte ich gedacht, das Pferde so einen guten Geruchssinn haben und auf die Entfernung Blut riechen können. Ich habe nichts gerochen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für manches Problem, welches ich mit meinem Traber an bestimmten Stellen im Wald hatte.
Und noch etwas anderes habe ich gelernt, Jäger sind nette Menschen (trotz manchmal komischer Schilder im Wald - siehe Post vom letzten Herbst) und begegnen Reitern freundlich.
Was hat mein Pferdchen gelernt ? Frauchen ist der Chef und wo sie mit langgeht ist es ungefährlich auch wenn es stinkt.
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