Nach meinem dritten Ausflug mit den Equine fusion Größe 14 hat sich herausgestellt, das es wohl doch nicht die richtige Größe für den Schimmel ist.
Sie ist so was von gestolpert, das ich es mit der Angst zu tun bekommen habe.
Die Stolperei nur im Trab und auf beiden Vorderbeinen. Natürlich bin ich abgestiegen, konnte aber nichts entdecken. Alle Riemen waren wo sie hingehören und die Schuhe saßen fest am Huf.
Ich habe dann abgekürzt und das Stolpern war fast weg. Wahrscheinlich also auch eine Frage der Motivation.
Trotzdem habe ich, nun erst recht, abseits des Weges, das Treten über Baumstämmen geübt. Sie soll lernen die Beine zu heben.
Nach einer schlaflosen Nacht bin ich entschlossen die Equine fusion Größe 14 wieder zu verkaufen. Sie sind schon in der Waschmaschine und werden dann gleich annonciert. Ich werde auch versuchen die alten 13´ner reparieren zu lassen. Von unserem Kutschpferd sind noch Simple Boots in Größe 3 in eine Kiste. Die müßten auch passen, für den Notfall.
Ich werde morgen erst mal ohne Schuhe reiten, da ich eine größere Tour vorhabe. Dann mal eine kurzen Ritt die Simple Boot ausprobieren, ob sie damit auch stolpert.
Vielleicht gelingt es ja die alten Equine zu reparieren.
Wenn es mit den Problemen so weitergeht gibt es im Frühjahr Hufeisen !
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Samstag, 27. Oktober 2012
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Equine fusion Hufschuhe eine Nummer größer
Nun war ich schon das zweite Mal mit den neuen Equine fusion Hufschuhen in Größe 14 unterwegs. Für mein Pferd könnten sie schmaler sein, und auch bei der Länge ist noch Luft. Da der Schimmel aber vor allem rechts sehr flach steht und teilweise auf den Ballen läuft, ist die 13 zu kurz. Ich hoffe, das sich die größeren/passenderen? Schuhe nicht so schnell abnutzen.
Das Anziehen wie gewohnt. Nun ist aber mehr Material an den Seiten unter dem Klett zu verstauen. Platz ist, da die Hufe des Schimmels nur 12,5 cm breit sind. Die Riemen sind auch etwas länger und die Frage wohin mit dem langen Stück des Fesselbändchens noch nicht endgültig geklärt. Abschneiden mag ich es nicht, falls ich die Schuhe wieder verkaufen muss.
Das lose Ende vom Trachtenband schiebe ich, wie auch bei den 13´ner Schuhen, mit dem Hufkratzer unter das festgezurrte Stück an der Front, was sehr gut hält und leicht wieder zu lösen ist.
Man sieht, das die Hufe unterschiedlich sind. Der Linke sitzt besser im Schuh, als der flachere rechte Huf.
Beide Ritte gingen über 12 km, größtenteils weiche Waldwege, in allen Gangarten ohne Beanstandung. Der Schimmel ist 3-4 mal im Trab gestolpert, das ist er mit den 13´ner Schuhen aber auch, Barhuf stolpert sie nicht.
Nach dem Ritt habe ich dann wieder ein Foto gemacht.
Alles noch wie vorher, vielleicht die Vorderfront etwas eingeknickter, vor allem wieder rechts.
Ich ziehe die Schuhe aus, binde sie an den Sattel (Ringe des Fesselbändchens) und führe die letzten 10 min nach Hause. So hat das Pferd auch mal Schotter und Asphalt unter den Vorderhufen.
Durch das viele Klett ist das Ausziehen jetzt aber schwieriger. Auch das Fesselbändchen muß per Hand aus den Ringen gefädelt werden.
Nun bin ich wirklich gespannt, ob diese Schuhe länger halten. Denn das war ja der Grund für den Wechsel. Gut gegangen ist der Schimmel auch mit den 13´ner Schuhen.
Spätestens nach dem Kilometer 250 werde ich wieder berichten. Das kann allerdings dauern, denn bei Kälte und Nässe reite ich nicht so gern.
Den kaputten 13´ner Schuh bringt mein Mann morgen zum Schuster. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung.
Das Anziehen wie gewohnt. Nun ist aber mehr Material an den Seiten unter dem Klett zu verstauen. Platz ist, da die Hufe des Schimmels nur 12,5 cm breit sind. Die Riemen sind auch etwas länger und die Frage wohin mit dem langen Stück des Fesselbändchens noch nicht endgültig geklärt. Abschneiden mag ich es nicht, falls ich die Schuhe wieder verkaufen muss.
Das lose Ende vom Trachtenband schiebe ich, wie auch bei den 13´ner Schuhen, mit dem Hufkratzer unter das festgezurrte Stück an der Front, was sehr gut hält und leicht wieder zu lösen ist.
Man sieht, das die Hufe unterschiedlich sind. Der Linke sitzt besser im Schuh, als der flachere rechte Huf.
Beide Ritte gingen über 12 km, größtenteils weiche Waldwege, in allen Gangarten ohne Beanstandung. Der Schimmel ist 3-4 mal im Trab gestolpert, das ist er mit den 13´ner Schuhen aber auch, Barhuf stolpert sie nicht.
Nach dem Ritt habe ich dann wieder ein Foto gemacht.
Alles noch wie vorher, vielleicht die Vorderfront etwas eingeknickter, vor allem wieder rechts.
Ich ziehe die Schuhe aus, binde sie an den Sattel (Ringe des Fesselbändchens) und führe die letzten 10 min nach Hause. So hat das Pferd auch mal Schotter und Asphalt unter den Vorderhufen.
Durch das viele Klett ist das Ausziehen jetzt aber schwieriger. Auch das Fesselbändchen muß per Hand aus den Ringen gefädelt werden.
Nun bin ich wirklich gespannt, ob diese Schuhe länger halten. Denn das war ja der Grund für den Wechsel. Gut gegangen ist der Schimmel auch mit den 13´ner Schuhen.
Spätestens nach dem Kilometer 250 werde ich wieder berichten. Das kann allerdings dauern, denn bei Kälte und Nässe reite ich nicht so gern.
Den kaputten 13´ner Schuh bringt mein Mann morgen zum Schuster. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung.
Samstag, 20. Oktober 2012
Und wieder zum Thema Equine fusion ...
Nun hat sich auch mein Austauschpaar Equine fusion verabschiedet. Ebenfalls nach ca 250 km. Meiner Meinung nach ist es fast der gleiche Schaden, wie beim ersten Paar.
Diesmal begann es mit einem kleinen Riss im Obergewebe (leider nicht dokumentiert) und von mir als eingetretener Stein oder ähnliches Interpretiert. Der Riss wurde größer, bis sich dann auch wieder die Naht löste. Da nun aber auch das Gewebe des Oberschuhs kaputt ist, weiss ich nicht so recht wie ich den Schaden reparieren soll. Lenkerband hält nicht. Noch ist es kein durchgehendes Loch, aber wenn ich so weiterreite reisst es ganz.
Mein Hufschuhhändler, dem ich Fotos geschickt habe, führt den Schaden auf einen Ballentritt zurück. Ich denke wenn, dann schon mehrere Ballentritte. Und nach Kontrolle der alten Fotos befindet sich der Schaden an der gleichen Stelle wie bei dem vorangegegangenen Hufschuhpaar, die Naht ist dort beschädigt, wo das Trachtenbändchen ansetzt, diesmal leider auch das Obergewebe.
Tja, was tun. Langsam geht auch meine "bessere Hälfte" die die Schuhe von Anfang an argwönisch betrachtet hat "Wie lange sollen die halten?" in den Finanzierungs-Streik und meint ich solle zu einem anderen Hersteller wechseln, wo die Schuhe länger als 1/4 Jahr halten, am besten die "Simple boot" wieder anziehen, die sind doch noch gut und haben sooo lange gehalten. Ich mußte erst mal vorrechnen, das ich die sooo oft nicht angezogen habe, weil sie gescheuert haben und Reiten mit den Simple boot auch kein wirkliches Vergnügen ist, zumindest auf einem Araber.
Ich bin nach wie vor von den Equine fusion, für mein Pferd, überzeugt. Aber es ist schon sehr teuer, wenn man alle 3 Monte Hufschuhe für 185,- € braucht. Also habe ich mich 2 Tage im Netz erkundigt und einzig die Glove Backcountrie entdeckt, die vielleicht noch in Frage kämen, da zur Zeit der rechte Huf des Schimmels deformiert ist, von einem Schaden auf der Koppel im Sommer, aber keine wirkliche Alternative.
Nun habe ich meine "Privat Schatulle" geplündert und mir die Equine fusion in Größe 14 gekauft. Bisher hatten wir Größe 13. Diese war von der Länge bei gemachtem Huf gerade so passend und dann trotz Raspeln im laufe der Zeit vielleicht zu klein. Ich finde auch, das sich der Huf meines Pferdes, vielleicht durch das Reiten mit den Hufschuhen, verändert hat. Die neuen Schuhe sind gestern gekommen. Es ist schon ein großer Sprung von Größe 13 zu Größe 14. Die 14ner sind 100g schwerer, auf Grund der dickeren Sohle, 9mm statt 7mm.
Ich bin gleich raus und hab sie dem Schimmel angezogen. Sie sind schon recht breit in der Sohle. Und ob der Huf wirklich vorne im Schuh gehalten wird muß sich im Gebrauch zeigen. Dann auf die Koppel und erstmal laufen lassen. Sie ging damit in allen Gangarten ohne das die Schuhe sich gedreht hätten. Ich glaube verlieren kann man die nicht. Es gibt zwar im Netz auch darüber Berichte, aber ich halte das, bei sorgfältigem Anziehen, für unmöglich. Allerdings hat sie sehr stark "geschmiedet", also mit den Hinterhufen unter/gegen die Vorderhufe getreten. Das kann man ja hören.
Überzeut bin ich nicht von der neuen Größe, aber ich hatte auch bei der Größe 13 zuerst Zweifel, ob sie passen.
Morgen werde ich mit den neuen Schuhen in den Wald reiten. Man wird sehen ...
Ach so, hat noch jemand einen einsamen 13´ner Schuh abzugeben damit mein Paar wieder komplett ist?
Diesmal begann es mit einem kleinen Riss im Obergewebe (leider nicht dokumentiert) und von mir als eingetretener Stein oder ähnliches Interpretiert. Der Riss wurde größer, bis sich dann auch wieder die Naht löste. Da nun aber auch das Gewebe des Oberschuhs kaputt ist, weiss ich nicht so recht wie ich den Schaden reparieren soll. Lenkerband hält nicht. Noch ist es kein durchgehendes Loch, aber wenn ich so weiterreite reisst es ganz.
Mein Hufschuhhändler, dem ich Fotos geschickt habe, führt den Schaden auf einen Ballentritt zurück. Ich denke wenn, dann schon mehrere Ballentritte. Und nach Kontrolle der alten Fotos befindet sich der Schaden an der gleichen Stelle wie bei dem vorangegegangenen Hufschuhpaar, die Naht ist dort beschädigt, wo das Trachtenbändchen ansetzt, diesmal leider auch das Obergewebe.
Tja, was tun. Langsam geht auch meine "bessere Hälfte" die die Schuhe von Anfang an argwönisch betrachtet hat "Wie lange sollen die halten?" in den Finanzierungs-Streik und meint ich solle zu einem anderen Hersteller wechseln, wo die Schuhe länger als 1/4 Jahr halten, am besten die "Simple boot" wieder anziehen, die sind doch noch gut und haben sooo lange gehalten. Ich mußte erst mal vorrechnen, das ich die sooo oft nicht angezogen habe, weil sie gescheuert haben und Reiten mit den Simple boot auch kein wirkliches Vergnügen ist, zumindest auf einem Araber.
Ich bin nach wie vor von den Equine fusion, für mein Pferd, überzeugt. Aber es ist schon sehr teuer, wenn man alle 3 Monte Hufschuhe für 185,- € braucht. Also habe ich mich 2 Tage im Netz erkundigt und einzig die Glove Backcountrie entdeckt, die vielleicht noch in Frage kämen, da zur Zeit der rechte Huf des Schimmels deformiert ist, von einem Schaden auf der Koppel im Sommer, aber keine wirkliche Alternative.
Nun habe ich meine "Privat Schatulle" geplündert und mir die Equine fusion in Größe 14 gekauft. Bisher hatten wir Größe 13. Diese war von der Länge bei gemachtem Huf gerade so passend und dann trotz Raspeln im laufe der Zeit vielleicht zu klein. Ich finde auch, das sich der Huf meines Pferdes, vielleicht durch das Reiten mit den Hufschuhen, verändert hat. Die neuen Schuhe sind gestern gekommen. Es ist schon ein großer Sprung von Größe 13 zu Größe 14. Die 14ner sind 100g schwerer, auf Grund der dickeren Sohle, 9mm statt 7mm.
Ich bin gleich raus und hab sie dem Schimmel angezogen. Sie sind schon recht breit in der Sohle. Und ob der Huf wirklich vorne im Schuh gehalten wird muß sich im Gebrauch zeigen. Dann auf die Koppel und erstmal laufen lassen. Sie ging damit in allen Gangarten ohne das die Schuhe sich gedreht hätten. Ich glaube verlieren kann man die nicht. Es gibt zwar im Netz auch darüber Berichte, aber ich halte das, bei sorgfältigem Anziehen, für unmöglich. Allerdings hat sie sehr stark "geschmiedet", also mit den Hinterhufen unter/gegen die Vorderhufe getreten. Das kann man ja hören.
Überzeut bin ich nicht von der neuen Größe, aber ich hatte auch bei der Größe 13 zuerst Zweifel, ob sie passen.
Morgen werde ich mit den neuen Schuhen in den Wald reiten. Man wird sehen ...
Ach so, hat noch jemand einen einsamen 13´ner Schuh abzugeben damit mein Paar wieder komplett ist?
Freitag, 31. August 2012
Neue Reitschuhe
Das Thema Ausrüstung, ein ewiges Thema ... Vor allem wenn man auch noch für eigene Pferde aufkommen muß/möchte und das Budget begrenzt ist.
Vor Jahren, auf meinem Westerntripp, habe ich ein Paar Lacerboots aus Leder bei Loesdau erstanden. Nachdem die 2 mal neu besohlt wurden, und mehrfach die Sohle wieder angeklebt, hatten sie eigentlich ihre Pflicht getan. Das Leder war inzwischen dünn und ausgeleiert und nach spätestens 1 Stunde im Steigbügel, der Druck der Bügelseiten auf die kleinen Zehen echt schmerzhaft. Von nassen Füßen nach dem Holen des Pferdes von der Koppel will ich gar nicht reden, und von kalten Füßen im Winter auch nicht. Wenn auch die Trennung nach so vielen Jahren schwerfällt, neue Schuhe mußten her.
Blick in den Katalog, Preise ab 70,- € aufwärts. Blick in den Schuhschrank und noch ein altes, kaum getragenes Paar Trekkingstiefel von Aldi gefunden. Haben irgendwann mal am Schaft gescheuert und sind daher in Vergessenheit geraten. Blick zu Lidl, auch dort gerade Trekkingstiefel im Angebot. Bei beiden Discountern die Trekkingstiefel aber leider ohne nennenswerten Absatz. Zum Reiten nicht ganz ungefährlich. Aber wie soll so ein knöchelhoher Stiefel durch den Steigbügel rutschen ? Also ausprobiert. Erste Erfahrungen dazu habe ich im Post "Saisoneröffnung" beschrieben. Endergebniss nach drei Ritten die Sohlen der Aldi-Treckingschuhe sind einfach zu weich. Mann kommt sich vor, als wenn man Barfuß reitet. Das kann es nicht sein. Und was den fehlenden Absatz betrifft, hatte ich nie ein gutes Gefühl.
Was blieb mir weiter übrig. Ich habe den Loesdau Katalog wieder zur Hand genommen und mir ein Paar Reit-/Freizeitschuhe für 80,- € bestellt. Die waren von der Farbe passender als die 70,- € Stiefel und auf 10,- € kam es nun auch nicht mehr an.
Die Schuhe wurden schnell, wie immer, geliefert. Hergestellt in Italien, ich hätte nicht gedacht, das ich mal "italienische Schuhe" trage.
Was soll ich sagen angezogen aufs Pferd gestiegen und seit dem nie wieder Schmerzen in den Füssen beim Reiten, fester Halt, viel Gripp im Steigbügel, alles so wie es ein soll. Auch beim Laufen sehr bequem. Nicht ganz wasserdicht im nassen Gras, trotz Impränationsspray, aber deutlich besser als die Lederschuhe. Die Investition hat sich gelohnt.
Ein kleiner Wehrmutstropfen aber auch hier. Als ich nachdem ersten Ritt vom Pferde steigen wollte bin ich in den Steigbügel hängen geblieben. Das heißt der Fuß, den ich über den Rücken des Pferd nehmen wollte hatte sich nicht aus dem Steigbügel gelöst (große Westerbügel lederbezogen), ich mußte mit der Hand nachhelfen, und der andere Fuß blieb ebenfalls im Bügel hängen als ich mit dem ersten Fuß dann auf der Erde war. Das gab einen Schreck! Der neue Gummi der Sohle klebte geradezu an den Leder-Steigbügeln. Das hätte auch schief gehen können, darauf muß man vorbeitet sein. Inzwischen ist mir aber die Umstellung von "sauglatt" (meine alten Schuhe) auf "festen Halt" ganz gut gelungen und ich bin mit den neuen Schuhen sehr zufrieden. Sicherlich werde ich auch im Winter, wenn ich dann reiten sollte, keine kalten Füsse haben.
Gestern kam der neue Loesdau Katalog. Meine schönen Reitschuhe sind inzwischen 5,- € teurer geworden. Italienische Schuhe eben ...
Vor Jahren, auf meinem Westerntripp, habe ich ein Paar Lacerboots aus Leder bei Loesdau erstanden. Nachdem die 2 mal neu besohlt wurden, und mehrfach die Sohle wieder angeklebt, hatten sie eigentlich ihre Pflicht getan. Das Leder war inzwischen dünn und ausgeleiert und nach spätestens 1 Stunde im Steigbügel, der Druck der Bügelseiten auf die kleinen Zehen echt schmerzhaft. Von nassen Füßen nach dem Holen des Pferdes von der Koppel will ich gar nicht reden, und von kalten Füßen im Winter auch nicht. Wenn auch die Trennung nach so vielen Jahren schwerfällt, neue Schuhe mußten her.
Blick in den Katalog, Preise ab 70,- € aufwärts. Blick in den Schuhschrank und noch ein altes, kaum getragenes Paar Trekkingstiefel von Aldi gefunden. Haben irgendwann mal am Schaft gescheuert und sind daher in Vergessenheit geraten. Blick zu Lidl, auch dort gerade Trekkingstiefel im Angebot. Bei beiden Discountern die Trekkingstiefel aber leider ohne nennenswerten Absatz. Zum Reiten nicht ganz ungefährlich. Aber wie soll so ein knöchelhoher Stiefel durch den Steigbügel rutschen ? Also ausprobiert. Erste Erfahrungen dazu habe ich im Post "Saisoneröffnung" beschrieben. Endergebniss nach drei Ritten die Sohlen der Aldi-Treckingschuhe sind einfach zu weich. Mann kommt sich vor, als wenn man Barfuß reitet. Das kann es nicht sein. Und was den fehlenden Absatz betrifft, hatte ich nie ein gutes Gefühl.
Was blieb mir weiter übrig. Ich habe den Loesdau Katalog wieder zur Hand genommen und mir ein Paar Reit-/Freizeitschuhe für 80,- € bestellt. Die waren von der Farbe passender als die 70,- € Stiefel und auf 10,- € kam es nun auch nicht mehr an.
Die Schuhe wurden schnell, wie immer, geliefert. Hergestellt in Italien, ich hätte nicht gedacht, das ich mal "italienische Schuhe" trage.
Was soll ich sagen angezogen aufs Pferd gestiegen und seit dem nie wieder Schmerzen in den Füssen beim Reiten, fester Halt, viel Gripp im Steigbügel, alles so wie es ein soll. Auch beim Laufen sehr bequem. Nicht ganz wasserdicht im nassen Gras, trotz Impränationsspray, aber deutlich besser als die Lederschuhe. Die Investition hat sich gelohnt.
Ein kleiner Wehrmutstropfen aber auch hier. Als ich nachdem ersten Ritt vom Pferde steigen wollte bin ich in den Steigbügel hängen geblieben. Das heißt der Fuß, den ich über den Rücken des Pferd nehmen wollte hatte sich nicht aus dem Steigbügel gelöst (große Westerbügel lederbezogen), ich mußte mit der Hand nachhelfen, und der andere Fuß blieb ebenfalls im Bügel hängen als ich mit dem ersten Fuß dann auf der Erde war. Das gab einen Schreck! Der neue Gummi der Sohle klebte geradezu an den Leder-Steigbügeln. Das hätte auch schief gehen können, darauf muß man vorbeitet sein. Inzwischen ist mir aber die Umstellung von "sauglatt" (meine alten Schuhe) auf "festen Halt" ganz gut gelungen und ich bin mit den neuen Schuhen sehr zufrieden. Sicherlich werde ich auch im Winter, wenn ich dann reiten sollte, keine kalten Füsse haben.
Gestern kam der neue Loesdau Katalog. Meine schönen Reitschuhe sind inzwischen 5,- € teurer geworden. Italienische Schuhe eben ...
Donnerstag, 25. August 2011
Sattel rutscht wieder ... Lammfell oder Neopren ?
Irgendwann im Juni waren wir im Wald unterwegs. Bei schwülem Wetter, hatten wir am Anfang und Ende des Ritts, doll mit Bremsen zu tun. Also nur in der Nähe des Dorfes, mitten im Wald war dann Ruhe. So weit fliegen die Bremsen anscheinend nicht.
Ich bücke mich also im Sattel zur Seite, um Bremsen an der Flanke des Pferdes zu erschlagen, und ... Ihr könnt es Euch denken, der Sattel rutschte auch zur Seite, das gab einen Schreck!
Ich erst mal von oben alle Schnallen und Dorne geprüft, ob sich vielleicht der Gurt gelöst hat, aber alles ok
Ich bin weiter geritten, ruckartige Bewegungen möglichst vermeidend, und der Sattel blieb auch im Galopp in seiner Position. Beim Absteigen war ich aber besonders vorsichtig.
Es gibt Dinge, mit denen man sich einfach abfinden muss, dazu gehört die Figur meines Pferdes. Sicherlich würde es helfen, wenn Madam das eine oder andere Kilo abspecken würde ... . Aber die Figur währe auch dann in den Grundzügen noch erhalten (keinen Widerrist, runde Rippen) wie ich jetzt an ihrer Kumpeline, die z.Z. ein Fohlen führt, sehe.
Mein "rutschsicheres Arrangement" aus Waffelneoprenpad und Neoprengurt habe ich inzwischen gegen Lammfell ausgetauscht, denn die Ursachen einer Lahmheit vermutete der TA im Sattel. Ich bin der Meinung der Sattel passt, das heisst, es wird für diese Figur keinen "passenderen" Sattel geben. So habe ich erst mal das relativ dünne Neoprenpad gegen Lammfell mit Hitec-Einlage aus "Weltraumschaum" getauscht. Das war ganz ok, das Buckeln wurde seltener und die Lahmheit auch, das ganze aber auch etwas rutschiger. Unter dem Lammfellpad war sie deutlich trockener, als unter dem Neopren, vielleicht daher auch der Effekt für den Rücken, nicht mehr so nass und klebig, Lammfell einfach angenehmer als Neopren.
Nach der Winterpause wurde Madam dann aber beim Satteln ulkig, fing an nach mir zu beissen und ähnliche Unmutsbekundungen, vor allem beim Gurten.
Also habe ich noch mal investiert in einen "anatomisch geformten Lammfellgurt mit Einlage" (das nächste mal nehme ich den Mondgurt, der würde noch besser sitzen). Hier traten am Anfang Probleme mit dem ungewohnten Druck des Mittelstücks auf das Brustbein auf. Zumindest habe ich Husten und Scharren so interpretiert. Aber bald verlief das Satteln und Gurten ohne Zwischenfälle und sie geht viel entspannter. Gurten tu ich nun übrigens von beiden Seiten, um den Gurt gleichmässig anzuziehen, damit sich keine Falten in der Haut bilden. Nun habe ich ein glückliches Pferd, aber als Reiter immer son bischen im Hinterkopf, was wohl passiert, wenn wir in Situationen kommen bei denen es mich seitlich vom Pferd wegdriftet, unvermuteter Hacken oder so. Sie neigt ja glücklicherweise nicht zu solchen Aktionen, aber ein etwas mulmiges Gefühl bleibt. Vor allen nach der Sache mit den Bremsen.
Ich bücke mich also im Sattel zur Seite, um Bremsen an der Flanke des Pferdes zu erschlagen, und ... Ihr könnt es Euch denken, der Sattel rutschte auch zur Seite, das gab einen Schreck!
Ich erst mal von oben alle Schnallen und Dorne geprüft, ob sich vielleicht der Gurt gelöst hat, aber alles ok
Ich bin weiter geritten, ruckartige Bewegungen möglichst vermeidend, und der Sattel blieb auch im Galopp in seiner Position. Beim Absteigen war ich aber besonders vorsichtig.
Es gibt Dinge, mit denen man sich einfach abfinden muss, dazu gehört die Figur meines Pferdes. Sicherlich würde es helfen, wenn Madam das eine oder andere Kilo abspecken würde ... . Aber die Figur währe auch dann in den Grundzügen noch erhalten (keinen Widerrist, runde Rippen) wie ich jetzt an ihrer Kumpeline, die z.Z. ein Fohlen führt, sehe.
Mein "rutschsicheres Arrangement" aus Waffelneoprenpad und Neoprengurt habe ich inzwischen gegen Lammfell ausgetauscht, denn die Ursachen einer Lahmheit vermutete der TA im Sattel. Ich bin der Meinung der Sattel passt, das heisst, es wird für diese Figur keinen "passenderen" Sattel geben. So habe ich erst mal das relativ dünne Neoprenpad gegen Lammfell mit Hitec-Einlage aus "Weltraumschaum" getauscht. Das war ganz ok, das Buckeln wurde seltener und die Lahmheit auch, das ganze aber auch etwas rutschiger. Unter dem Lammfellpad war sie deutlich trockener, als unter dem Neopren, vielleicht daher auch der Effekt für den Rücken, nicht mehr so nass und klebig, Lammfell einfach angenehmer als Neopren.
Nach der Winterpause wurde Madam dann aber beim Satteln ulkig, fing an nach mir zu beissen und ähnliche Unmutsbekundungen, vor allem beim Gurten.
Also habe ich noch mal investiert in einen "anatomisch geformten Lammfellgurt mit Einlage" (das nächste mal nehme ich den Mondgurt, der würde noch besser sitzen). Hier traten am Anfang Probleme mit dem ungewohnten Druck des Mittelstücks auf das Brustbein auf. Zumindest habe ich Husten und Scharren so interpretiert. Aber bald verlief das Satteln und Gurten ohne Zwischenfälle und sie geht viel entspannter. Gurten tu ich nun übrigens von beiden Seiten, um den Gurt gleichmässig anzuziehen, damit sich keine Falten in der Haut bilden. Nun habe ich ein glückliches Pferd, aber als Reiter immer son bischen im Hinterkopf, was wohl passiert, wenn wir in Situationen kommen bei denen es mich seitlich vom Pferd wegdriftet, unvermuteter Hacken oder so. Sie neigt ja glücklicherweise nicht zu solchen Aktionen, aber ein etwas mulmiges Gefühl bleibt. Vor allen nach der Sache mit den Bremsen.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Reiten mit Hufschuhen
Ein Thema, das viele Leute zu interessieren scheint.
Meine Araberstute fing irgendwann 2009 vorne rechts leicht zu lahmen an. Also absteigen im Gelände, Hufe heben auskratzen ??? und da nichts gefunden weiter. Als ich meinem Mann berichtete warf der einen kurzen Blick auf den Huf und meinte, der währe zu kurz, abgelaufen oder "abgescharrt" da sie gerne mal den "nervösen Araber" raushängen lässt, und vor allem mit dem rechten Vorderhuf scharrt. Hm ... er könnte recht haben ... was tun ?
Da waren doch die Hufschuhe des Trabers, Cavallo Simple Boot. Also ausgemessen, Größe 2 trägt der Traber an den Hinterhufen, passt bei dem Araber vorne, und angezogen. Ein paar Schritte geführt, keine Probleme. Der nächste Ausritt fand mit den Hufschuhen statt, störend nur das Geräusch, geklapper wie mit Holzschuhen, die Passform nicht ganz optimal.
Beim nächsten mal habe ich es mit dicken Socken in den Hufschuhen versucht. hat nicht mehr geklappert, führte aber zum Streick des Pferdes, da die Socken nach unten in den Hufschuh rutschten und dann wahrscheinlich drückten. Also Hufschuhe aus, Socken aus (waren nun auch kaputt), Hufschuhe wieder an und weiter. Zu Hause angekommen waren die Fesseln teilweise aufscheuert, vom Rand der Hufschuhe. Also beim nächsten mal "Pastern Wraps" um die Fesseln, Hufschuhe an und los. So weit so gut, Pferd ging ganz ordentlich, ich fing an mich an das Geklapper zu gewöhnen, die Fessseln waren o.k. aber die Lahmheit nicht wirklich weg. Also Einlagen aus altem Teppichboden zugeschnitten, in die Hufschuhe und los. Geklapper war weg, Lahmheit auch, allerdings konnte ich die Teppicheinlagen nach dem Ritt auch vergessen, man sollte nicht glauben, welche Kräfte beim Auffussen wirken. So schnell gebe ich aber nicht auf, also habe ich bei Krämer die Einlagen für die Hufschuhe bestellt, so rote Gummiplatten. Die sahen nach dem Ritt auch nicht mehr neu aus, erfüllen aber ihren Zweck bis heute.
Wenn ich nun losreiten wollte mußte ich 10 min mehr einplanen für Hufe reinigen und Hufschuhe anziehen, und auch 10 min nacharbeiten, also Hufschuhe in einen Eimer mit Wasser und auch Einlagen und Pastern Wrapps reinigen.
Letztens nach dem Hufe ausschneiden habe ich die Hufschuhe mal wieder angezogen (also dem Pferd!). Nach der 3/4 Runde blieb sie stehen, ging rückwärts und fing an mit beiden Hufen abwechselnd zu scharen. Also absteigen, Hufschuhe ausziehen und nachsehn, aber da war nichts, nicht gescheuert o.ä. wahrscheinlich waren ihr die Teile nur lästig.
Da die Hufschuhe so schöne Klettverschlüsse dran haben, habe ich sie damit an den Sattel gehängt, bin wieder aufgestiegen und weiter nach hause geritten. Ich hatte sie ja auch nur vorbeugend angezogen, aber auch ohne war alles o.k.
Ich kann die Cavallo Hufschuhe für kurze Strecken (10-20km) nur empfehlen. Es fehlt mir aber auch die Erfahrung mit anderen Produkten.
In den Post vom November 2008 habe ich noch ein Bild vom Kutschpferd mit Hufschuhen eingefügt.
Katharina
P.S. War heute wieder mit Hufschuhen unterwegs. Nach ca. 1/3 der Strecke ging Madam rückwärts und wollte die Schuhe nicht mehr. So schnell lernt ein Araber ! Ich bin natürlich nicht darauf eingegangen und mit Hufschuhen an den Beinen des Pferdes bis nach hause geritten.
Meine Araberstute fing irgendwann 2009 vorne rechts leicht zu lahmen an. Also absteigen im Gelände, Hufe heben auskratzen ??? und da nichts gefunden weiter. Als ich meinem Mann berichtete warf der einen kurzen Blick auf den Huf und meinte, der währe zu kurz, abgelaufen oder "abgescharrt" da sie gerne mal den "nervösen Araber" raushängen lässt, und vor allem mit dem rechten Vorderhuf scharrt. Hm ... er könnte recht haben ... was tun ?
Da waren doch die Hufschuhe des Trabers, Cavallo Simple Boot. Also ausgemessen, Größe 2 trägt der Traber an den Hinterhufen, passt bei dem Araber vorne, und angezogen. Ein paar Schritte geführt, keine Probleme. Der nächste Ausritt fand mit den Hufschuhen statt, störend nur das Geräusch, geklapper wie mit Holzschuhen, die Passform nicht ganz optimal.
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| Schimmel mit Cavallo Simple Boots und Pastern Wraps |
Wenn ich nun losreiten wollte mußte ich 10 min mehr einplanen für Hufe reinigen und Hufschuhe anziehen, und auch 10 min nacharbeiten, also Hufschuhe in einen Eimer mit Wasser und auch Einlagen und Pastern Wrapps reinigen.
Letztens nach dem Hufe ausschneiden habe ich die Hufschuhe mal wieder angezogen (also dem Pferd!). Nach der 3/4 Runde blieb sie stehen, ging rückwärts und fing an mit beiden Hufen abwechselnd zu scharen. Also absteigen, Hufschuhe ausziehen und nachsehn, aber da war nichts, nicht gescheuert o.ä. wahrscheinlich waren ihr die Teile nur lästig.
Da die Hufschuhe so schöne Klettverschlüsse dran haben, habe ich sie damit an den Sattel gehängt, bin wieder aufgestiegen und weiter nach hause geritten. Ich hatte sie ja auch nur vorbeugend angezogen, aber auch ohne war alles o.k.
Ich kann die Cavallo Hufschuhe für kurze Strecken (10-20km) nur empfehlen. Es fehlt mir aber auch die Erfahrung mit anderen Produkten.
In den Post vom November 2008 habe ich noch ein Bild vom Kutschpferd mit Hufschuhen eingefügt.
Katharina
P.S. War heute wieder mit Hufschuhen unterwegs. Nach ca. 1/3 der Strecke ging Madam rückwärts und wollte die Schuhe nicht mehr. So schnell lernt ein Araber ! Ich bin natürlich nicht darauf eingegangen und mit Hufschuhen an den Beinen des Pferdes bis nach hause geritten.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Topografische Karte im GPS
Draußen tobt der Winter mit Schneetreiben und Minusgraden. Ich sitze schön am warmen Ofen, aber am Wochenende bei gemäßigterem Wetter konnte ich endlich in meinem GPS die neue Topografische Karte ausprobieren. Toll, ich kann mich nicht mehr verlaufen oder verreiten!!! Eigentlich könnte ich nun auch bei dichtem Schneetreiben losziehen, wenn da die Kälte nicht währe ...
Das Bestellen und die Lieferung der Karte bei Amazon ging wie immer völlig reibungslos. Am Vormittag bestellt, Eintreffen der Ware am nächtsten Tag mit der Post. Das Freischalten der Karte am PC war dann nicht mehr so einfach. Die Anleitung führte mich bis zum entscheidenden Punkt, an dem ich dann nicht mehr weiterkam. Aber was soll´s, wofür gibt es schließlich Kundendienst (heißt heutzutage „Support“). Auf der Internetseite von Garmin habe ich mir die Telefonnummer herausgesucht und es war dann auch schnell einen nette Dame am Apperat, die wie aus der Pistole geschossen und etwas gelangweilt, sofort eine Lösung für mein Problem parat hatte. Mich beschlich der Verdacht, das es ein häufiges Problem war und täglich mindestens 20 Nutzer in genau dieser Angelegenheit bei ihr vorsprechen. Aber nun funktionierte die Karte am PC, und mußte nur noch auf den Chip meines GPS geladen werden. Dieser Vorgang dauerte Stunden (ca 1 ½). Ich habe die Küche aufgeräumt, meine ganze Wäsche gebügelt und und und. Endlich war es dann so weit und ich konnte die schöne Topografische Karte Norddeutschlands auf meinem GPS bewundern und ausprobieren. Leider zu spät zum Testen im Gelände, das mußte auf den nächsten Tag verschoben werden.
Nach dem Mittagessen bin ich dann gleich los, bis zur Übertragung des Springreitens im Fernsehen um 15 Uhr wollte ich zurück sein. Was soll ich sagen. Es war super ! Das Teil zeigte mir Wege, von deren Existens ich bis dahin nichts wußte, und die viel Abwechsung in meine Reittouren bringen werden. Andererseits zeigt es aber auch Wege an, die quasi nicht mehr existieren, oder bestenfalls noch zum Stangentraining zu benutzen sind, da die Förster sie zufallen lassen. Um zu wissen wo man ist, muß man nicht erst umständlich die Karte mit den Jagensteinen (die mir bis dato bei der Orientierung im Wald immer sehr geholfen haben) vergleichen. Und das beste, die Karte im GPS ist nicht begrenzt. Es geht sozusagen auch da weiter, wo auf meiner Karte Schluss war und ich das nächste Kartenblatt hätte benutzen müssen, was ich dann aber nicht dabei hatte. Ich bin quasi immer in meinem Kartenblatt geblieben, ganz schön beschränkt! Nun hatte ich ganz Norddeutschland vor mir, könnte also bis Frankfurt am Main reiten ohne eine neue Karte zu kaufen. Also bin ich vom Wald ins Luch gewechselt, was ich mich sonst nicht getraut hätte, und wußte immer wo ich bin. Dazu wird einem die verstrichene Zeit, die zurückgelegten Kilometer, die Geschwindigkeit usw angezeigt. Glücklich und zufrieden, vom Wind etwas durchgepustet, war ich nach 12 km und 2 ½ Stunden (die Wege sind immer noch eine Katastrophe und auch das Ablesen des GPS dauert seine Zeit) zur Fernsehübertragung wieder zu hause. Ein schönes Geburtstagsgeschenk hatte ich mir da mit dem GPS gemacht. Zum Glück habe ich nicht bis zu meinem 60.ten damit gewartet. Nun muß bloß noch das Wetter so werden, das man (oder besser ich) wieder reiten kann bis dahin werden am PC die Routen für den Sommer geplant. Wollte ich nicht schon immer mal per Pferd in die Uckermark ?
Das Bestellen und die Lieferung der Karte bei Amazon ging wie immer völlig reibungslos. Am Vormittag bestellt, Eintreffen der Ware am nächtsten Tag mit der Post. Das Freischalten der Karte am PC war dann nicht mehr so einfach. Die Anleitung führte mich bis zum entscheidenden Punkt, an dem ich dann nicht mehr weiterkam. Aber was soll´s, wofür gibt es schließlich Kundendienst (heißt heutzutage „Support“). Auf der Internetseite von Garmin habe ich mir die Telefonnummer herausgesucht und es war dann auch schnell einen nette Dame am Apperat, die wie aus der Pistole geschossen und etwas gelangweilt, sofort eine Lösung für mein Problem parat hatte. Mich beschlich der Verdacht, das es ein häufiges Problem war und täglich mindestens 20 Nutzer in genau dieser Angelegenheit bei ihr vorsprechen. Aber nun funktionierte die Karte am PC, und mußte nur noch auf den Chip meines GPS geladen werden. Dieser Vorgang dauerte Stunden (ca 1 ½). Ich habe die Küche aufgeräumt, meine ganze Wäsche gebügelt und und und. Endlich war es dann so weit und ich konnte die schöne Topografische Karte Norddeutschlands auf meinem GPS bewundern und ausprobieren. Leider zu spät zum Testen im Gelände, das mußte auf den nächsten Tag verschoben werden.
Nach dem Mittagessen bin ich dann gleich los, bis zur Übertragung des Springreitens im Fernsehen um 15 Uhr wollte ich zurück sein. Was soll ich sagen. Es war super ! Das Teil zeigte mir Wege, von deren Existens ich bis dahin nichts wußte, und die viel Abwechsung in meine Reittouren bringen werden. Andererseits zeigt es aber auch Wege an, die quasi nicht mehr existieren, oder bestenfalls noch zum Stangentraining zu benutzen sind, da die Förster sie zufallen lassen. Um zu wissen wo man ist, muß man nicht erst umständlich die Karte mit den Jagensteinen (die mir bis dato bei der Orientierung im Wald immer sehr geholfen haben) vergleichen. Und das beste, die Karte im GPS ist nicht begrenzt. Es geht sozusagen auch da weiter, wo auf meiner Karte Schluss war und ich das nächste Kartenblatt hätte benutzen müssen, was ich dann aber nicht dabei hatte. Ich bin quasi immer in meinem Kartenblatt geblieben, ganz schön beschränkt! Nun hatte ich ganz Norddeutschland vor mir, könnte also bis Frankfurt am Main reiten ohne eine neue Karte zu kaufen. Also bin ich vom Wald ins Luch gewechselt, was ich mich sonst nicht getraut hätte, und wußte immer wo ich bin. Dazu wird einem die verstrichene Zeit, die zurückgelegten Kilometer, die Geschwindigkeit usw angezeigt. Glücklich und zufrieden, vom Wind etwas durchgepustet, war ich nach 12 km und 2 ½ Stunden (die Wege sind immer noch eine Katastrophe und auch das Ablesen des GPS dauert seine Zeit) zur Fernsehübertragung wieder zu hause. Ein schönes Geburtstagsgeschenk hatte ich mir da mit dem GPS gemacht. Zum Glück habe ich nicht bis zu meinem 60.ten damit gewartet. Nun muß bloß noch das Wetter so werden, das man (oder besser ich) wieder reiten kann bis dahin werden am PC die Routen für den Sommer geplant. Wollte ich nicht schon immer mal per Pferd in die Uckermark ?
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Montag, 29. Dezember 2008
Nach 6 Wochen Reitpause
Nun, wo der Weihnachsstess vorbei ist, habe ich den Kopf wieder frei für´s Reiten. Eigentlich wollte ich ja warten bis zum Jahresende oder vielleicht sogar März. Erfahrungsgemäß wird es, wegen der Wetterlage, im Februar nichts mit Reiten und ich wollte mir und dem Pferd, auf Grund der zu erwartenden Februarpause, viele neue Anfänge und damit Muskelkater ersparen. Außerdem hatte ich den nicht ganz unbegründeten Verdacht, das mein Stütchen nicht ganz so unkompliziert auf eine Trainingspause reagieren würde, wie der Traber. Den konnte ich nach 6 Wochen Ruhe satteln und ohne Probleme ins Gelände reiten. Er war die ersten Male nur etwas trottelig und ist, ab und an gestolpert, bis er wieder Muskulatur aufgebaut hatte.
Aber das Wetter war verlockend, das neue Pad wollte ausprobiert werden und ich hatte über die Feiertage 2 kg zugenommen. Also rein in die Reitklamotten und das Schimmelchen geputzt.
Das neue Pad steht ihr wunderbar! Von der Farbe war es schon mal die richtige Wahl!
Doch Schimmelchen war nervös, zum Glück klappte das Aufsteigen, aber dann ging es los. Ich zweifelte ob der Ausritt wirklich eine so gute Idee war. Leider ist es aber auch nicht so einfach von einem nervigen Pferd wieder abzusteigen wenn man mal oben ist. So beschloss ich erst mal im Sattel zu bleiben. Die ersten 500 m hatte ich damit zu tun das Pferd von einem sturen nervigen Trab zu einem, na ja, entspannten Schritt zu überreden. Sie tat so als wenn sie zum ersten mal im Leben ein Gebiß im Maul hätte und reagierte spät bis garnicht. Dazu war sie rossig und ständig mit der Nase an der Erde, vermutlich auf der Suche nach der Witterung eines Hengstes? Aber das Pad saß sich wundervoll, ganz weich. Madam war anscheinen auch der Meinung, denn mitten aus dem, nun endlich gelungenen, Schritt kam ein Buckler, den ich als Freudensprung interpretierte. Von da an ging es besser. Schöner noch nicht ganz gleichmäßiger Trab, der Galopp fast mit dem Kopf zwischen den Vorderbeinen?, aber die Muskel müssen ja erst wieder aufgebaut werden, sie ist in der Schulter schmaler geworden. Viel Schritt und viel Wild. Das Dammwild ist jetzt fast schwarz gefärbt. Da ich aus pferdepsychologischen Gründen nicht vor jedem Damwildrudel durchpariere war ich glücklich, das es nicht zu einer Kollision kam, als ein Rudel direkt vor uns den Weg kreuzte. Alles in allem eingelungener Ausritt. Das letzte Stück bin ich abgestiegen, man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist, so haben alle Beteiligten ein Erfolgserlebnis. Allerdings mußte ich weiter konsquent sein, denn das Führen haben wir auch schon lange nicht mehr geübt.
Beim Absatteln stellte ich dann fest, das die Sattellage unter dem Pad trocken war. Mein Pferdchen hat zwar nicht doll geschwitzt, aber etwas schon. Anscheinen ist das Teil tatsächlich luftdurchlässig, oder feuchtigkeitsdurchlässig?
Heute sehe ich nun aus dem Fenster, alles weiß und minus 5°C. Genau das hatte ich befürchtet. Wieder Schluß mit Reiten? Ich hoffe nicht. Ich habe mir fest vorgenommen nun wieder regelmäßig mit dem Pferd zu arbeiten. Wenn es für´s Reiten zu kalt ist, gehen wir eben spatzieren, natürlich in voller Montur, falls sich zwischendurch der Boden doch mal zum Aufsteigen anbietet.
Aber das Wetter war verlockend, das neue Pad wollte ausprobiert werden und ich hatte über die Feiertage 2 kg zugenommen. Also rein in die Reitklamotten und das Schimmelchen geputzt.
Das neue Pad steht ihr wunderbar! Von der Farbe war es schon mal die richtige Wahl!
Doch Schimmelchen war nervös, zum Glück klappte das Aufsteigen, aber dann ging es los. Ich zweifelte ob der Ausritt wirklich eine so gute Idee war. Leider ist es aber auch nicht so einfach von einem nervigen Pferd wieder abzusteigen wenn man mal oben ist. So beschloss ich erst mal im Sattel zu bleiben. Die ersten 500 m hatte ich damit zu tun das Pferd von einem sturen nervigen Trab zu einem, na ja, entspannten Schritt zu überreden. Sie tat so als wenn sie zum ersten mal im Leben ein Gebiß im Maul hätte und reagierte spät bis garnicht. Dazu war sie rossig und ständig mit der Nase an der Erde, vermutlich auf der Suche nach der Witterung eines Hengstes? Aber das Pad saß sich wundervoll, ganz weich. Madam war anscheinen auch der Meinung, denn mitten aus dem, nun endlich gelungenen, Schritt kam ein Buckler, den ich als Freudensprung interpretierte. Von da an ging es besser. Schöner noch nicht ganz gleichmäßiger Trab, der Galopp fast mit dem Kopf zwischen den Vorderbeinen?, aber die Muskel müssen ja erst wieder aufgebaut werden, sie ist in der Schulter schmaler geworden. Viel Schritt und viel Wild. Das Dammwild ist jetzt fast schwarz gefärbt. Da ich aus pferdepsychologischen Gründen nicht vor jedem Damwildrudel durchpariere war ich glücklich, das es nicht zu einer Kollision kam, als ein Rudel direkt vor uns den Weg kreuzte. Alles in allem eingelungener Ausritt. Das letzte Stück bin ich abgestiegen, man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist, so haben alle Beteiligten ein Erfolgserlebnis. Allerdings mußte ich weiter konsquent sein, denn das Führen haben wir auch schon lange nicht mehr geübt.
Beim Absatteln stellte ich dann fest, das die Sattellage unter dem Pad trocken war. Mein Pferdchen hat zwar nicht doll geschwitzt, aber etwas schon. Anscheinen ist das Teil tatsächlich luftdurchlässig, oder feuchtigkeitsdurchlässig?
Heute sehe ich nun aus dem Fenster, alles weiß und minus 5°C. Genau das hatte ich befürchtet. Wieder Schluß mit Reiten? Ich hoffe nicht. Ich habe mir fest vorgenommen nun wieder regelmäßig mit dem Pferd zu arbeiten. Wenn es für´s Reiten zu kalt ist, gehen wir eben spatzieren, natürlich in voller Montur, falls sich zwischendurch der Boden doch mal zum Aufsteigen anbietet.
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Mittwoch, 19. November 2008
Hufschutz für Freizeitpferde - Hufschuhe


Ein Thema an dem sich die Gemüter erhitzen.
Ich kenne bei uns im Dorf Pferde, die nur auf Koppel stehen und trotzdem mit Eisen beschlagen sind. Das ist aber sicher nicht die Regel. Die meisten Freizeitpferde gehen barfuß. Eine Bekannte klagte mir ihr Leid über die schlechten Hufe ihrer Araberstute, bei näherer Betrachtung stellte sich dann heraus, das diese „schlechten Hufe“ auch auf einem 10 tägigen Barhuf-Wanderritt ohne Probleme ihren Dienst taten. Es ist also eine Glaubensfrage was schlechte und was gute Hufe sind. Wie das obige Beispiel zeigt vom jeweiligen vierbeinigen aber auch dazugehörigen zweibeinigen Individuum abhängig.
Unsere Traber haben kleine, enge, harte Hufe und damit schon so manchen Hufpfleger zur Verzweiflung gebracht. „Wie Stein!“ wird oft schwitzend festgestellt. Aber das sagt noch nichts zur Empfindlichkeit. Der eine ist geradezu kitzlig an den Hufen. Es hat eine Weile gedauert, bis er den Pinsel mit dem Pflegemittel am Huf duldete. So wie der Pinsel die Hornwand berührte, riß er erschrocken das Bein hoch. Heute wenden wir solche Pflegemittel nur noch selten an. Grund ist aber nicht die Kitzligkeit, das hat sich bald gegeben, sondern die Tatsache, das die positive Wirkung von Fetten auf die Hornqualität umstritten ist. Nur bei nassem Strahl verwenden wir ein Präparat auf Kupfersulfat-Grundlage an der Hufsohle, welches den Strahl austrocknen soll. Aber auch hier der Widerstreit der Ansichten. Obige Bekannte schwört bei gleichen Symptomen auf Buchenholzteer. Alle Überzeugungsversuche, das dadurch die Fäulniss eingeschlossen und schlimmer wird (Erklärung unseres Hufschmieds), hat ihr Hufschmied gegenteilige Argumente entgegenzusetzen.
Aber auch Traberhufe zeigen bei fleißigem Reiten und Kutschieren Abnutzungserscheinungen, was sich als „Fühligkeit“ offenbart. Das Pferd geht auf hartem unebenen Boden mehr oder weniger Lahm. Was nun? Zum ersten Mal mußten wir 2005 darüber nachdenken. Beschlag mit Eisen war nicht möglich, da auf der Koppel noch ein Junghengst stand und wir nicht riskieren wollten, das er bei Rangeleien durch die Eisen der anderen verletzt wird. Nach einigem hin und her, auch in Richtung Hufschuhe, entschieden wir uns für einem Kunststoffbeschlag. Wir bestellten die Plastiks, Nägel und Werkzeug im Internet. Großes Problem war die richtige Größe. Auch die auf diesem Gebiet völlig unerfahrenen Hufschmiedin konnten wir überzeugen. Das Beschlagen des kitzligen Pferdes kostete einige Nerven und am nächten Tag mußte ein Hintereisen nochmal aufgeschlagen werden, aber dann war alles optimal. Der erste Ausritt mit den Plastikeisen hat das Pferd und mich voll überzeugt. Er konnte endlich wieder richtig hintreten. Und bedankte sich mit einigen Freudenbucklern. Das Vergnügen währte 6 Wochen, dann mußte der Beschlag herunter, nicht weil er abgenutzt war, man hätte die Plastiks nochmal verwenden können, sondern weil wir die Größe "genau" angepaßt hatten und die Hufe sich irgendwie im hinteren Bereich über den Rand der Plastiks geweitet hatten. Inzwischen war es auch Herbst und die Pferde konnten erst mal wieder barfuß gehen.
Probleme traten mit dem Kutschpferd (der kitzlige Kandidat) erst wieder im Herbst 2007 auf. Er ging im Trab auf einem Bein unsauber, der Tierarzt konnte nichts finden. Der Tip meines Herzblatts: „Er braucht Hufschutz, er ist so empfindlich an den Hufen.“ Wie wahr! Obwohl ich zuerst nicht davon überzeugt war und eher auf Sehne oder Gelenk tippte. Nun fahren wir im Winter nicht Kutsche, gehen aber zum Fahrerstammtisch. Dort hörten wir von ähnlichen Problemen bei anderen Fahrern, die diese mit Hufschuhen gelöst haben. Für Freizeitfahrer ist ein Eisenbeschlag oft zu aufwendig. Verschiedene Hufschuhe waren im Gespräch. Wir entschieden uns für die „Cavallo Simple Boot“ von Krämer, von einem Fahrerkollegen gründlich beim Reiten und Fahren getestet. Auch deshalb, weil sie ohne viel Kraft und Hilfsmittel anzuziehen sind. Als langjährige Loesdau-Kunden, fanden wir die neuen Erfahrungen mit dem Handelshaus Krämer nicht sehr ermutigend, aber die Schuhe gibt es bei Loesdau nicht. Die erste Anprobe an den Pferdehuf währe fast schief gegangen, da das Pferd sich mit dem Hufschuh am Bein aufzuregen begann. Aber wir hatten Glück, der Hufschuh blieb bei den Kapriolen fest am Fuß und das Pferd beruhigte sich wieder. Nun probierten wir auch das andere Bein und amüsierten uns über den gestelzten Gang des Pferdes, das sich mit den neuen Ausrüstungsgegenständen anzufreunden begann.
Wir haben ihn langsam erst an der Longe, dann im Wagen auf immer längeren Touren an die Schuhe gewöhnt. Nun trägt er sie auf allen 4 Beinen in Verbindung mit Neoprenmanschetten sogenannten „Pastern Wraps“, die das Eindringen von Steinen von oben in den Hufschuh verhindern sollen. Er geht wieder sauber und zufrieden, hat aber besonderen Spaß, wenn er zwischendurch mal ohne Hufschuhe gefahren wird.
Ich denke in der Endkonsequenz sind Hufschuhe für den Freizeitfahrer preisgünstiger als Beschlag. Sie sind aber auch aufwendiger. Einmal durch das Anziehen vor jedem Fahren, was bei den Cavallo Simple Boot wirklich einfach ist und keine Kraft braucht, aber doch Zeit und Sorgfalt, was dann auch schweißtreibend sein kann. Zweitens durch die notwendige Pflege der Schuhe, die größtenteils aus Leder sind. Am Huf halten die Schuhe bombenfest, da unser Pferd gelegentlich in die Vorderhufe tritt (schmiedet) mußte der Schuster einige Nähte verstärken.
Anders als die Hufe der Traber sind die meiner Araberstute, breit, flach und weich. Kein Hufschmied der über das steinharte Hufhorn flucht, aber eine Besitzerin, die den Hufschmied anfleht, nicht so viel wegzunehmen, da das Pferd nach dem Ausschneiden regelmäßig fühlig geht. Nun sollte sie Reitpferd werden und ich beschloß die gleichen huffestigenden Maßnahmen anzuwenden, die sich schon bei meinem Reittraber bewährt hatten, so viel wie möglich auf glattem Beton oder Verbundpflaster (kein Kopfsteinplaster oder groben Schotter) im Schritt (und auch erst mal ohne Reiter) zu laufen. Das bietet sich bei uns auf dem Weg von und zur Koppel an. Hufe wachsen, sind lebende Materie und passen sich dem Boden an auf dem sie benutzt werden. Wenn das Pferd nur auf der Weide auf weichem Boden steht, reicht ein weicher Huf. Bei dosierter Bewegung auf hartem Untergrund wird auch das Horn härter.Vorige Woche habe ich mit die Hufe dann mal mit der Raspel in der Hand genauer angesehen. Einige Unebenheiten am der äußeren Tragrand der Hornwand mußte ich glattfeilen, ansonsten hat sich das Horn eindeutig gebessert, nichts ist ausgebrochen, alles gleichmäßig abgelaufen, demnächst muß der Hufschmied mal wieder den Strahl pflegen, wie bei den anderen Pferden auch.
Ob ich, wenn die Notwendigkeit irgendwann bestehen sollte, bei ihr Hufschuhe oder Plastiks verwende, muß abgewartet werden. Da sie zierlich ist vielleicht Plastiks, die sind leichter. Dagegen spricht der Kostenfaktor eher für Hufschuhe.
Übrigens ziehen die Hufschuhe alle Aufmerksamkeit auf sich, wenn wir mit der Kutsche durch benachbarte Dörfer fahren. Sie fallen den Einheimischen sofort ins Auge. Wir sehen sie schon garnicht mehr, da wir daran gewöhnt sind, aber Fremde sind immer ganz begeistert. Wenn wir wieder mal Anspannen stell ich Bilder ein.
Ich kenne bei uns im Dorf Pferde, die nur auf Koppel stehen und trotzdem mit Eisen beschlagen sind. Das ist aber sicher nicht die Regel. Die meisten Freizeitpferde gehen barfuß. Eine Bekannte klagte mir ihr Leid über die schlechten Hufe ihrer Araberstute, bei näherer Betrachtung stellte sich dann heraus, das diese „schlechten Hufe“ auch auf einem 10 tägigen Barhuf-Wanderritt ohne Probleme ihren Dienst taten. Es ist also eine Glaubensfrage was schlechte und was gute Hufe sind. Wie das obige Beispiel zeigt vom jeweiligen vierbeinigen aber auch dazugehörigen zweibeinigen Individuum abhängig.
Unsere Traber haben kleine, enge, harte Hufe und damit schon so manchen Hufpfleger zur Verzweiflung gebracht. „Wie Stein!“ wird oft schwitzend festgestellt. Aber das sagt noch nichts zur Empfindlichkeit. Der eine ist geradezu kitzlig an den Hufen. Es hat eine Weile gedauert, bis er den Pinsel mit dem Pflegemittel am Huf duldete. So wie der Pinsel die Hornwand berührte, riß er erschrocken das Bein hoch. Heute wenden wir solche Pflegemittel nur noch selten an. Grund ist aber nicht die Kitzligkeit, das hat sich bald gegeben, sondern die Tatsache, das die positive Wirkung von Fetten auf die Hornqualität umstritten ist. Nur bei nassem Strahl verwenden wir ein Präparat auf Kupfersulfat-Grundlage an der Hufsohle, welches den Strahl austrocknen soll. Aber auch hier der Widerstreit der Ansichten. Obige Bekannte schwört bei gleichen Symptomen auf Buchenholzteer. Alle Überzeugungsversuche, das dadurch die Fäulniss eingeschlossen und schlimmer wird (Erklärung unseres Hufschmieds), hat ihr Hufschmied gegenteilige Argumente entgegenzusetzen.
Aber auch Traberhufe zeigen bei fleißigem Reiten und Kutschieren Abnutzungserscheinungen, was sich als „Fühligkeit“ offenbart. Das Pferd geht auf hartem unebenen Boden mehr oder weniger Lahm. Was nun? Zum ersten Mal mußten wir 2005 darüber nachdenken. Beschlag mit Eisen war nicht möglich, da auf der Koppel noch ein Junghengst stand und wir nicht riskieren wollten, das er bei Rangeleien durch die Eisen der anderen verletzt wird. Nach einigem hin und her, auch in Richtung Hufschuhe, entschieden wir uns für einem Kunststoffbeschlag. Wir bestellten die Plastiks, Nägel und Werkzeug im Internet. Großes Problem war die richtige Größe. Auch die auf diesem Gebiet völlig unerfahrenen Hufschmiedin konnten wir überzeugen. Das Beschlagen des kitzligen Pferdes kostete einige Nerven und am nächten Tag mußte ein Hintereisen nochmal aufgeschlagen werden, aber dann war alles optimal. Der erste Ausritt mit den Plastikeisen hat das Pferd und mich voll überzeugt. Er konnte endlich wieder richtig hintreten. Und bedankte sich mit einigen Freudenbucklern. Das Vergnügen währte 6 Wochen, dann mußte der Beschlag herunter, nicht weil er abgenutzt war, man hätte die Plastiks nochmal verwenden können, sondern weil wir die Größe "genau" angepaßt hatten und die Hufe sich irgendwie im hinteren Bereich über den Rand der Plastiks geweitet hatten. Inzwischen war es auch Herbst und die Pferde konnten erst mal wieder barfuß gehen.
Probleme traten mit dem Kutschpferd (der kitzlige Kandidat) erst wieder im Herbst 2007 auf. Er ging im Trab auf einem Bein unsauber, der Tierarzt konnte nichts finden. Der Tip meines Herzblatts: „Er braucht Hufschutz, er ist so empfindlich an den Hufen.“ Wie wahr! Obwohl ich zuerst nicht davon überzeugt war und eher auf Sehne oder Gelenk tippte. Nun fahren wir im Winter nicht Kutsche, gehen aber zum Fahrerstammtisch. Dort hörten wir von ähnlichen Problemen bei anderen Fahrern, die diese mit Hufschuhen gelöst haben. Für Freizeitfahrer ist ein Eisenbeschlag oft zu aufwendig. Verschiedene Hufschuhe waren im Gespräch. Wir entschieden uns für die „Cavallo Simple Boot“ von Krämer, von einem Fahrerkollegen gründlich beim Reiten und Fahren getestet. Auch deshalb, weil sie ohne viel Kraft und Hilfsmittel anzuziehen sind. Als langjährige Loesdau-Kunden, fanden wir die neuen Erfahrungen mit dem Handelshaus Krämer nicht sehr ermutigend, aber die Schuhe gibt es bei Loesdau nicht. Die erste Anprobe an den Pferdehuf währe fast schief gegangen, da das Pferd sich mit dem Hufschuh am Bein aufzuregen begann. Aber wir hatten Glück, der Hufschuh blieb bei den Kapriolen fest am Fuß und das Pferd beruhigte sich wieder. Nun probierten wir auch das andere Bein und amüsierten uns über den gestelzten Gang des Pferdes, das sich mit den neuen Ausrüstungsgegenständen anzufreunden begann.Wir haben ihn langsam erst an der Longe, dann im Wagen auf immer längeren Touren an die Schuhe gewöhnt. Nun trägt er sie auf allen 4 Beinen in Verbindung mit Neoprenmanschetten sogenannten „Pastern Wraps“, die das Eindringen von Steinen von oben in den Hufschuh verhindern sollen. Er geht wieder sauber und zufrieden, hat aber besonderen Spaß, wenn er zwischendurch mal ohne Hufschuhe gefahren wird.
Ich denke in der Endkonsequenz sind Hufschuhe für den Freizeitfahrer preisgünstiger als Beschlag. Sie sind aber auch aufwendiger. Einmal durch das Anziehen vor jedem Fahren, was bei den Cavallo Simple Boot wirklich einfach ist und keine Kraft braucht, aber doch Zeit und Sorgfalt, was dann auch schweißtreibend sein kann. Zweitens durch die notwendige Pflege der Schuhe, die größtenteils aus Leder sind. Am Huf halten die Schuhe bombenfest, da unser Pferd gelegentlich in die Vorderhufe tritt (schmiedet) mußte der Schuster einige Nähte verstärken.
Anders als die Hufe der Traber sind die meiner Araberstute, breit, flach und weich. Kein Hufschmied der über das steinharte Hufhorn flucht, aber eine Besitzerin, die den Hufschmied anfleht, nicht so viel wegzunehmen, da das Pferd nach dem Ausschneiden regelmäßig fühlig geht. Nun sollte sie Reitpferd werden und ich beschloß die gleichen huffestigenden Maßnahmen anzuwenden, die sich schon bei meinem Reittraber bewährt hatten, so viel wie möglich auf glattem Beton oder Verbundpflaster (kein Kopfsteinplaster oder groben Schotter) im Schritt (und auch erst mal ohne Reiter) zu laufen. Das bietet sich bei uns auf dem Weg von und zur Koppel an. Hufe wachsen, sind lebende Materie und passen sich dem Boden an auf dem sie benutzt werden. Wenn das Pferd nur auf der Weide auf weichem Boden steht, reicht ein weicher Huf. Bei dosierter Bewegung auf hartem Untergrund wird auch das Horn härter.Vorige Woche habe ich mit die Hufe dann mal mit der Raspel in der Hand genauer angesehen. Einige Unebenheiten am der äußeren Tragrand der Hornwand mußte ich glattfeilen, ansonsten hat sich das Horn eindeutig gebessert, nichts ist ausgebrochen, alles gleichmäßig abgelaufen, demnächst muß der Hufschmied mal wieder den Strahl pflegen, wie bei den anderen Pferden auch.
Ob ich, wenn die Notwendigkeit irgendwann bestehen sollte, bei ihr Hufschuhe oder Plastiks verwende, muß abgewartet werden. Da sie zierlich ist vielleicht Plastiks, die sind leichter. Dagegen spricht der Kostenfaktor eher für Hufschuhe.
Übrigens ziehen die Hufschuhe alle Aufmerksamkeit auf sich, wenn wir mit der Kutsche durch benachbarte Dörfer fahren. Sie fallen den Einheimischen sofort ins Auge. Wir sehen sie schon garnicht mehr, da wir daran gewöhnt sind, aber Fremde sind immer ganz begeistert. Wenn wir wieder mal Anspannen stell ich Bilder ein.
Freitag, 24. Oktober 2008
Rutschender Sattel
Bis ich meine Stute zum Einreiten brachte, hatte ich nichts an ihrer Figur auszusetzen. Sie ist zwar nicht so schön wie ihre Eltern aber auch nicht hässlich. Der erste Kommentar des Ausbilders: "Vielleicht sollte man sie ohne Sattel einreiten. Sie hat ja keinen Widerrist, da wird der Sattel nach vorne rutschen.". Ja, nun wo er es sagte, sah ich es auch. Dazu war sie noch Überbaut, was dem Sattel zusätzlichen Drive nach vorn geben wird. Leider musste ich ihn darauf hinweisen, das Reiten ohne Sattel nicht möglich sein wird, da ich persönlich dieses Pferd nutzen möchte und meine bescheidenen Fähigkeiten in dieser Sportart solche Akrobatik ausschließen. Nach einigen Wochen Ausbildung war er dann der Meinung, die Sattellage hätte sich verbessert, hielt aber Einfahren immer noch für eine Alternative.
Nun kam das Pferd nach Hause und von meinen 2 Westernsätteln schien einer geeignet. Da das Pferd aber fast keinen Widerrist, wenig Schulter, sehr runde Rippen und einen Weidebauch hat, ist es immer wieder ein Abenteuer den Sattel an der richtigen Stelle zu befestigen. Dazu kommt noch Sattelzwang, auf Grund der Versuche den Sattel besonders streng zu gurten, damit nichts rutscht. Aber was soll den Sattel vom Rutschen nach vorne abhalten, wenn nicht der nicht vorhandene Widerrist ? Vielleicht ein Schweifriemen ? Davon hat man mir abgeraten, obwohl ich das sicherlich noch probieren werde, wenn die Ausbildung des Pferdes gefestigt ist.
Im Internet hole ich mir gerne Anregungen und Hilfe. Fürs Westernreiten auf "wittelsbuerger.de". Dort vertrat man die Ansicht, auch ein passender Sattel rutscht, wenn kein Widerrist da ist der ihn hält. Ein Vorschlag war: Reiten mit Sattel aber ohne Sattelgurt. Laut Diskussionsforum kein Problem, wenn man im Gleichgewicht sitzt. Kurzzeitig habe ich überlegt, ob ich statt Reiten nicht doch lieber Briefmarken sammeln sollte. Ich würde ja ohne festgezurrten Sattel nicht mal aufs Pferd kommen. Es gab aber auch praktikable Vorschläge. So zum Beisspiel die Verwendung rutschhemmende Pads und Gurte aus Neopren. Also bestellte ich mir ein dickes Neopren-Pad mit Filzoberseite. Unten weiches Neopren, welches bei Feuchtigkeit/Schwitzen des Pferdes am Fell anklebt und daher nicht mehr rutschen kann. Probeweise ritt ich meinen Traber mit dem Pad. Es lag tatsächlich wie angeklebt an der Stelle, wo ich gesattelt hatte. Mein Traber war aber nicht sehr zufrieden und ging ziemlich verkrampft. Ich hatte den Eindruck, das es das Pad unangenehm findet. Aber was hilfts, lieber ein nicht ganz glückliches Pferd, als einen Unfall oder ständiges Umsatteln, weil das gute Teil rutscht.
Der Schimmel ging nun von Anfang an recht zufrieden mit dem Pad. Es ist ja auch wunderbar dick und polstert sehr gut den Rücken gegen einen nicht ganz so geschickten Reiter. Dazu kommt, das es sehr pflegeleicht ist. Einfaches Abwaschen der Unterseite mit einem Schwamm und es ist wieder sauber. Kein Waschtag mit Gartenschlauch, Bürste und Schampoo incl. tagelanges Trocknen wie bei einem Kordell-Pad.
Eine Reiterin, ebenfalls auf Pferd ohne Widerrist, zeigte mir als Wunderwaffe ihr neues Pad mit Neopren-Waffel-Unterseite. Kostenpunkt ca 100,- €. So was schönes hatte ich nicht ! Mein Pad hat ja auch "nur" ca 50,- € gekostet. Die Waffelstruktur soll besser für die Haut des Pferdes sein, als das glatte Neopren. Zur meiner Verunsicherung trug auch noch bei, das mir eine andere Reiterin Probleme mit ihrem Neopren-Gurt schilderte. Nach einem Wanderritt, mit täglich mehrere Stunden tragen des Neopren-Gurtes, hat ihr Pferd in der Gurtlage alle Haare verloren. Aber auf dem Gebiet Neopren-Gurt hatte ich schon Erfahrungen gesammelt. Bei nicht so intensiven Reiten, alle 2 Tage 2-3 Stunden, wie ich es in der Regel betreibe, war der Gurt sehr gut zu gebrauchen, pflegeleicht, problemlos, bis uns nach 2 Jahren eine drückende Schnalle trennte, was ich unter normale Abnutzung verbuchte. Allerdings war das Schwitzen unter dem Neopren-Gurt doch stärker als unter Kordell.
Aber zurück zum Pad. Brauchte ich nun auch so ein Waffelstruktur-Pad ? Ist es besser für mein Pferd ? Nun sind 100,- € viel Geld und so eine Investition will gut überlegt sein. Also wieder Internet, Diskussionsforum. Dort war man von dem "Tacky Too" wie so ein Waffelstrukur-Pad heißt nicht 100% überzeugt und pries sogenannte Won-Pads an. Kostenpunkt eines Won-Pad ab 150,- € ! Was ist ein Won-Pad ? Meine Recherchen ergaben, ein ganz normales Neopren-Pad, allerdings mit einigem Schnickschnack, wie Lederverstärkungen, versehen. Also reite ich ja bereits sozusagen ein fast Won-Pad. So habe ich das Pad-Problem, genau wie das Zügelproblem erst mal auf die Hippoligica verschoben. Wenn es dann überhaupt Probleme sind, denn an die Seilzügel habe ich mich gewöhnt. Einziger Nachteil, ihr geringes Gewicht.
Und noch eine Erkenntnis aus dem Internet, bei meinen Pad-Recherchen stellte ich fest, das es für die Schrauben an den Westernzäumungen im Baumarkt einen extra Schraubenkleber oder -festiger zu kaufen gibt. Das gibt eine sichere, elastische und doch wieder lösbare Verbindung.
Ich finde das Internet ist eine feine Sache. Man ist schnell auf dem neuesten Stand, auch wenn man in einem abgelegen Dorf wohnt. Super!
Nun kam das Pferd nach Hause und von meinen 2 Westernsätteln schien einer geeignet. Da das Pferd aber fast keinen Widerrist, wenig Schulter, sehr runde Rippen und einen Weidebauch hat, ist es immer wieder ein Abenteuer den Sattel an der richtigen Stelle zu befestigen. Dazu kommt noch Sattelzwang, auf Grund der Versuche den Sattel besonders streng zu gurten, damit nichts rutscht. Aber was soll den Sattel vom Rutschen nach vorne abhalten, wenn nicht der nicht vorhandene Widerrist ? Vielleicht ein Schweifriemen ? Davon hat man mir abgeraten, obwohl ich das sicherlich noch probieren werde, wenn die Ausbildung des Pferdes gefestigt ist.
Im Internet hole ich mir gerne Anregungen und Hilfe. Fürs Westernreiten auf "wittelsbuerger.de". Dort vertrat man die Ansicht, auch ein passender Sattel rutscht, wenn kein Widerrist da ist der ihn hält. Ein Vorschlag war: Reiten mit Sattel aber ohne Sattelgurt. Laut Diskussionsforum kein Problem, wenn man im Gleichgewicht sitzt. Kurzzeitig habe ich überlegt, ob ich statt Reiten nicht doch lieber Briefmarken sammeln sollte. Ich würde ja ohne festgezurrten Sattel nicht mal aufs Pferd kommen. Es gab aber auch praktikable Vorschläge. So zum Beisspiel die Verwendung rutschhemmende Pads und Gurte aus Neopren. Also bestellte ich mir ein dickes Neopren-Pad mit Filzoberseite. Unten weiches Neopren, welches bei Feuchtigkeit/Schwitzen des Pferdes am Fell anklebt und daher nicht mehr rutschen kann. Probeweise ritt ich meinen Traber mit dem Pad. Es lag tatsächlich wie angeklebt an der Stelle, wo ich gesattelt hatte. Mein Traber war aber nicht sehr zufrieden und ging ziemlich verkrampft. Ich hatte den Eindruck, das es das Pad unangenehm findet. Aber was hilfts, lieber ein nicht ganz glückliches Pferd, als einen Unfall oder ständiges Umsatteln, weil das gute Teil rutscht.
Der Schimmel ging nun von Anfang an recht zufrieden mit dem Pad. Es ist ja auch wunderbar dick und polstert sehr gut den Rücken gegen einen nicht ganz so geschickten Reiter. Dazu kommt, das es sehr pflegeleicht ist. Einfaches Abwaschen der Unterseite mit einem Schwamm und es ist wieder sauber. Kein Waschtag mit Gartenschlauch, Bürste und Schampoo incl. tagelanges Trocknen wie bei einem Kordell-Pad.
Eine Reiterin, ebenfalls auf Pferd ohne Widerrist, zeigte mir als Wunderwaffe ihr neues Pad mit Neopren-Waffel-Unterseite. Kostenpunkt ca 100,- €. So was schönes hatte ich nicht ! Mein Pad hat ja auch "nur" ca 50,- € gekostet. Die Waffelstruktur soll besser für die Haut des Pferdes sein, als das glatte Neopren. Zur meiner Verunsicherung trug auch noch bei, das mir eine andere Reiterin Probleme mit ihrem Neopren-Gurt schilderte. Nach einem Wanderritt, mit täglich mehrere Stunden tragen des Neopren-Gurtes, hat ihr Pferd in der Gurtlage alle Haare verloren. Aber auf dem Gebiet Neopren-Gurt hatte ich schon Erfahrungen gesammelt. Bei nicht so intensiven Reiten, alle 2 Tage 2-3 Stunden, wie ich es in der Regel betreibe, war der Gurt sehr gut zu gebrauchen, pflegeleicht, problemlos, bis uns nach 2 Jahren eine drückende Schnalle trennte, was ich unter normale Abnutzung verbuchte. Allerdings war das Schwitzen unter dem Neopren-Gurt doch stärker als unter Kordell.
Aber zurück zum Pad. Brauchte ich nun auch so ein Waffelstruktur-Pad ? Ist es besser für mein Pferd ? Nun sind 100,- € viel Geld und so eine Investition will gut überlegt sein. Also wieder Internet, Diskussionsforum. Dort war man von dem "Tacky Too" wie so ein Waffelstrukur-Pad heißt nicht 100% überzeugt und pries sogenannte Won-Pads an. Kostenpunkt eines Won-Pad ab 150,- € ! Was ist ein Won-Pad ? Meine Recherchen ergaben, ein ganz normales Neopren-Pad, allerdings mit einigem Schnickschnack, wie Lederverstärkungen, versehen. Also reite ich ja bereits sozusagen ein fast Won-Pad. So habe ich das Pad-Problem, genau wie das Zügelproblem erst mal auf die Hippoligica verschoben. Wenn es dann überhaupt Probleme sind, denn an die Seilzügel habe ich mich gewöhnt. Einziger Nachteil, ihr geringes Gewicht.
Und noch eine Erkenntnis aus dem Internet, bei meinen Pad-Recherchen stellte ich fest, das es für die Schrauben an den Westernzäumungen im Baumarkt einen extra Schraubenkleber oder -festiger zu kaufen gibt. Das gibt eine sichere, elastische und doch wieder lösbare Verbindung.
Ich finde das Internet ist eine feine Sache. Man ist schnell auf dem neuesten Stand, auch wenn man in einem abgelegen Dorf wohnt. Super!
Freitag, 10. Oktober 2008
Vertrauen oder Rotkäppchen und der Wolf
Gestern habe ich es nun gewagt allein - ohne die ersten 200 m Herrchen Begleitung - mit dem Schimmelchen in die Heide zu reiten. Eigentlich war es ja bereits das 5. mal in der Heide aber diesmal eben ohne Starthilfe. Ich habe mich an das Pferdchen gewöhnt und Vertrauen gefaßt. Sie hat es mir leicht gemacht, ist aber ganz anders, in fast allen Bereichen, als mein Traber. Erschwerend kam dazu, das ich in den letzten 5 Jahren nur auf dem Traber geritten bin und es mir am Anfang nicht leicht gefallen ist, mich auf das andere Pferd einzustellen, welches einen anderen Körperbau, andere Gangmechanik und nicht zu letzt einen anderen Charakter hat, als der Traber.
Nun war es also soweit. Zu Fuß über die Straße, dann noch ein Stück bis zur Pferdekoppel einer Bekannten, wo sich am Weg eine erhöhte Stelle zum Aufsteigen anbietet. Die Pferde der Bekannten kamen erwartungsfroh an den Zaun um das Schauspiel zu beobachten. Da gab es aber keine Probleme. Schwieriger war schon das Losreiten. Mein Schimmel dachte garnicht daran sich von der Stelle zu bewegen. Im Gegenteil, alle meine Bemühungen führten dazu, das sie den Rückwärtsgang Richtung andere Pferde und Elektrozaun einlegte. Was nun ? Die anderen Pferde mitnehmen ging nicht. Zurück wollte ich nicht, geradeaus streikte mein Reittier. Also links über eine kleine Wiese auf den nächsten Weg. Das klappte. Von diesem Weg ging es dann wieder auf den vorherigen und in den Wald. Das nächste Hindernis in Form von schwarzem Matsch, Reste einer Pfütze, tat sich auf. Wieder Streik ! Aber nun gab es keinen Umweg, da mußten wir durch. Was tun ? Erst mal Ruhe bewahren. Das Pferd hatte ja recht, sehr vertrauenswürdig sah der glitschige Untergrund nicht aus. Jeden Schritt vorwärts loben, bis sie dann zügig am Rand (mir schlugen die Sträucher um die Ohren) das Hindernis bewältigte.
Super, bis auf den Nieselregen der nun einsetzte, entgegen aller Prognosen der Wetterfrösche im Fernsehen. Aber was solls, versuchen wir mal Trab. Begeistert war das Schimmelchen nicht. "Du bist ein Araberpferd, und hast gerne zu rennen." erklärte ich schenkeldrückend dem trödelnden Pferd. Zähneknirschen als Antwort. Na gut, dann Galopp. Die Hilfen kann sie, springt auch sofort an und ist nach 3 Galoppsprüngen wieder im Trab. Was solls, dann eben Schritt. Unser letzter Ausritt ist 5 Tage her, davor war auch eine lange Pause, wir sind ja nicht auf der Flucht. Trotz Nieselregen begegnet uns Rotkäppchen mit einem Korb. Den kleinen Plausch über das Wetter nutzt mein Pferd zu einer Inspektion des Korbes. Kein Kuchen, nur Pilze stellt der Schimmel enttäuscht fest und freut sich über eine Streicheleinheit von Rotkäppchen. Vielleicht sollte ich bei meinem nächste Reithelm auch die Farbe Rot wählen um besser gesehen zu werden?
Schon wieder eine Pfütze. Diese ist riesengroß und permanent. Genug Platz an der Seite vorbeizureiten, was wir auch schon 4 mal bei vorherigen Ritten getan haben, aber nicht heute. Steigen, buckeln, Rückwärtsgang. Auch die Umrundung auf der anderen Seite abseits des Weges ist keine Alternative. Also steige ich ab und führe an der Pfütze vorbei. Sie äpfelt aufgeregt, also wahrscheinlich kein Schauspiel, irgendwie ist heute nicht ihr Tag. Ich gurte nach und steige wieder auf. Der nächste Trab klappt besser, aber als ich wieder im Schritt bin stelle ich fest, das sich der Sattelgurt gelockert hat und nur noch durch eine Schlaufe gehalten wird. Da war beim Nachgurten der Dorn nicht richtig im Loch. Scheiße ... Was nun ? Das Absteigen vom Westernsattel ohne Benutzen der Steigbügel ist fast unmöglich durch die hohen Aufbauten (jedenfalls ab 40). Verlagere ich aber Gewicht in einen Steigbügel rutscht der Sattel mit Sicherheit zur Seite und damit unter den Bauch des Pferdes, ich könnte im Bügel hängenbleiben und mein Pferd mit Sattel unter dem Bauch in Panik geraten. Also wieder Ruhe bewahren. Ich halte an und versuche von oben an den Gurt zu kommen, keine Chance. Ich nehme die Füße aus den Steigbügeln und versuche abzusteigen. Geht nicht. Also lasse ich einen Fuß im Steigbügel, stütze mich mit den Händen auf den vorderen Teil des Sattels und nehme den anderen Fuß vorsichtig auf die Kruppe des Pferdes und das Cantle, dann den Fuß aus dem Steigbügel und ohne den Sattel zu verrutschen Abspringen. Das gelingt und ich atme erleicht auf, die Aktion hätte gewaltig schief gehen können. Natürlich wird das Pferd mit Leckerli belobigt. Super, das sie so schön stillgestanden hat bei Frauchens akrobatischen Übungen auf ihrem Rücken. Sie hat mein Vertrauen verdient und eindeutig auch Vertrauen zu mir. Ich zurre den Sattel wieder fest und gehe ein Stück zu Fuß um mich zu beruhigen.
Vor uns Hufspuren, inzwischen bin ich wieder aufgesessen. Die Spuren sehen frisch aus. Sie könnten von gestern oder heute sein. Große Löcher, wahrscheinlich große Pferde. Mein Schimmel beschleunigt den Schritt, Pferde können auch Spuren lesen! Trab lasse ich nicht zu. Dann vor uns auf dem Weg zwei schemenhafte Gestalten, die sich tatsächlich als Reiter entpuppen. Sie biegen rechts ab, da wollen wir auch hin. Unsere Route ist mit Herrchen abgesprochen und daher unveränderlich, denn Handynetz um Änderungen nach Hause mitzuteilen gibt es in der Heide nicht. Da mein Reittier, angesichts von Leidensgenossen, aufgewacht ist sind wir auch im Schritt schnell bei den Reitern. Zwei Frauen aus dem Nachbardorf, denen ich mit ihren Pferden schon ab und an mit meinem Traber begegnet bin. Mit dem Braunen konnte ich problemlos passieren, ob das mit dem Schimmel auch geht ? Die Frauen, oder ihre Pferde, haben uns entdeckt und warten am Wegesrand. Wir begrüßen uns und ich erläutere schnell mein Problem (junges Pferd, kann die Route leider nicht ändern da kein Handynetz, muß hier weiterreiten), währen ich im Schritt passiere. Der Schimmel guckt zwar interessiert, ich auch, aber kein Zögern und keine Ansätze zur Verbrüderung mit der unerwarteten Pferdegesellschaft. "Kein Problem", rufen mir die Reiterinnen zu," wir lassen dir Vorsprung und machen keine Fisimatenten." (O-Ton). Zu Deutsch ich muß nicht befürchten, das sie mich im Galopp überholen. Ich bedanke mich erleichtert, reite im Schritt weiter und baue den Vorsprung im Trab aus. Auf mein Pferd bin ich stolz.
Nun geht es nach Hause und der Schimmel kann plötzlich galoppieren. Je näher die Heimat kommt, je fröhlicher wird mein Pferd. Zum Schluß legt sie noch einen schönen Buckler drauf, aus Protest gegen die Einschränkung des Galopptempos auf der Heimatgeraden, denn ihr ist eingefallen, das sie ein Araber und daher auch Rennpferd ist. Aber sie gehorcht und mäßigt das Tempo.
An dieser Stelle vielleicht interessant, ein schlauer Pferderatgeber empfiehlt dem Pferd beim Buckeln ins Gesicht zu sehen, dann könne man erkennen, am Gesichtsausdruck, ob es Ernst oder Spaß ist, das Buckeln. Ha Ha Ha ...
Sehnsüchtige Rückerinnerung: mein Traber hat auch gern gebuckelt, aber stets zu Beginn des Rittes, aus Freude über den bevorstehenden Ausflug, nie zum Schluß, aus Freude über die Heimkehr. Meine Pferde sind eben grundverschieden.
Um den Tag abzurunden erschien dann noch der böse Wolf. Ob er Rotkäppchen inzwischen gefressen hatte war nicht festzustellen. Als Pferdchen und ich noch überlegten ob er satt ist oder nicht erschien sein Herrchen und rief ihn zu sich.
Alles in allem ein schöner Ausflug. Ich hoffe mit dem Schimmel bald so zu harmonieren, das ich auch wieder die Natur genießen kann. Die Grundlagen sind gelegt.
Nun war es also soweit. Zu Fuß über die Straße, dann noch ein Stück bis zur Pferdekoppel einer Bekannten, wo sich am Weg eine erhöhte Stelle zum Aufsteigen anbietet. Die Pferde der Bekannten kamen erwartungsfroh an den Zaun um das Schauspiel zu beobachten. Da gab es aber keine Probleme. Schwieriger war schon das Losreiten. Mein Schimmel dachte garnicht daran sich von der Stelle zu bewegen. Im Gegenteil, alle meine Bemühungen führten dazu, das sie den Rückwärtsgang Richtung andere Pferde und Elektrozaun einlegte. Was nun ? Die anderen Pferde mitnehmen ging nicht. Zurück wollte ich nicht, geradeaus streikte mein Reittier. Also links über eine kleine Wiese auf den nächsten Weg. Das klappte. Von diesem Weg ging es dann wieder auf den vorherigen und in den Wald. Das nächste Hindernis in Form von schwarzem Matsch, Reste einer Pfütze, tat sich auf. Wieder Streik ! Aber nun gab es keinen Umweg, da mußten wir durch. Was tun ? Erst mal Ruhe bewahren. Das Pferd hatte ja recht, sehr vertrauenswürdig sah der glitschige Untergrund nicht aus. Jeden Schritt vorwärts loben, bis sie dann zügig am Rand (mir schlugen die Sträucher um die Ohren) das Hindernis bewältigte.
Super, bis auf den Nieselregen der nun einsetzte, entgegen aller Prognosen der Wetterfrösche im Fernsehen. Aber was solls, versuchen wir mal Trab. Begeistert war das Schimmelchen nicht. "Du bist ein Araberpferd, und hast gerne zu rennen." erklärte ich schenkeldrückend dem trödelnden Pferd. Zähneknirschen als Antwort. Na gut, dann Galopp. Die Hilfen kann sie, springt auch sofort an und ist nach 3 Galoppsprüngen wieder im Trab. Was solls, dann eben Schritt. Unser letzter Ausritt ist 5 Tage her, davor war auch eine lange Pause, wir sind ja nicht auf der Flucht. Trotz Nieselregen begegnet uns Rotkäppchen mit einem Korb. Den kleinen Plausch über das Wetter nutzt mein Pferd zu einer Inspektion des Korbes. Kein Kuchen, nur Pilze stellt der Schimmel enttäuscht fest und freut sich über eine Streicheleinheit von Rotkäppchen. Vielleicht sollte ich bei meinem nächste Reithelm auch die Farbe Rot wählen um besser gesehen zu werden?
Schon wieder eine Pfütze. Diese ist riesengroß und permanent. Genug Platz an der Seite vorbeizureiten, was wir auch schon 4 mal bei vorherigen Ritten getan haben, aber nicht heute. Steigen, buckeln, Rückwärtsgang. Auch die Umrundung auf der anderen Seite abseits des Weges ist keine Alternative. Also steige ich ab und führe an der Pfütze vorbei. Sie äpfelt aufgeregt, also wahrscheinlich kein Schauspiel, irgendwie ist heute nicht ihr Tag. Ich gurte nach und steige wieder auf. Der nächste Trab klappt besser, aber als ich wieder im Schritt bin stelle ich fest, das sich der Sattelgurt gelockert hat und nur noch durch eine Schlaufe gehalten wird. Da war beim Nachgurten der Dorn nicht richtig im Loch. Scheiße ... Was nun ? Das Absteigen vom Westernsattel ohne Benutzen der Steigbügel ist fast unmöglich durch die hohen Aufbauten (jedenfalls ab 40). Verlagere ich aber Gewicht in einen Steigbügel rutscht der Sattel mit Sicherheit zur Seite und damit unter den Bauch des Pferdes, ich könnte im Bügel hängenbleiben und mein Pferd mit Sattel unter dem Bauch in Panik geraten. Also wieder Ruhe bewahren. Ich halte an und versuche von oben an den Gurt zu kommen, keine Chance. Ich nehme die Füße aus den Steigbügeln und versuche abzusteigen. Geht nicht. Also lasse ich einen Fuß im Steigbügel, stütze mich mit den Händen auf den vorderen Teil des Sattels und nehme den anderen Fuß vorsichtig auf die Kruppe des Pferdes und das Cantle, dann den Fuß aus dem Steigbügel und ohne den Sattel zu verrutschen Abspringen. Das gelingt und ich atme erleicht auf, die Aktion hätte gewaltig schief gehen können. Natürlich wird das Pferd mit Leckerli belobigt. Super, das sie so schön stillgestanden hat bei Frauchens akrobatischen Übungen auf ihrem Rücken. Sie hat mein Vertrauen verdient und eindeutig auch Vertrauen zu mir. Ich zurre den Sattel wieder fest und gehe ein Stück zu Fuß um mich zu beruhigen.
Vor uns Hufspuren, inzwischen bin ich wieder aufgesessen. Die Spuren sehen frisch aus. Sie könnten von gestern oder heute sein. Große Löcher, wahrscheinlich große Pferde. Mein Schimmel beschleunigt den Schritt, Pferde können auch Spuren lesen! Trab lasse ich nicht zu. Dann vor uns auf dem Weg zwei schemenhafte Gestalten, die sich tatsächlich als Reiter entpuppen. Sie biegen rechts ab, da wollen wir auch hin. Unsere Route ist mit Herrchen abgesprochen und daher unveränderlich, denn Handynetz um Änderungen nach Hause mitzuteilen gibt es in der Heide nicht. Da mein Reittier, angesichts von Leidensgenossen, aufgewacht ist sind wir auch im Schritt schnell bei den Reitern. Zwei Frauen aus dem Nachbardorf, denen ich mit ihren Pferden schon ab und an mit meinem Traber begegnet bin. Mit dem Braunen konnte ich problemlos passieren, ob das mit dem Schimmel auch geht ? Die Frauen, oder ihre Pferde, haben uns entdeckt und warten am Wegesrand. Wir begrüßen uns und ich erläutere schnell mein Problem (junges Pferd, kann die Route leider nicht ändern da kein Handynetz, muß hier weiterreiten), währen ich im Schritt passiere. Der Schimmel guckt zwar interessiert, ich auch, aber kein Zögern und keine Ansätze zur Verbrüderung mit der unerwarteten Pferdegesellschaft. "Kein Problem", rufen mir die Reiterinnen zu," wir lassen dir Vorsprung und machen keine Fisimatenten." (O-Ton). Zu Deutsch ich muß nicht befürchten, das sie mich im Galopp überholen. Ich bedanke mich erleichtert, reite im Schritt weiter und baue den Vorsprung im Trab aus. Auf mein Pferd bin ich stolz.
Nun geht es nach Hause und der Schimmel kann plötzlich galoppieren. Je näher die Heimat kommt, je fröhlicher wird mein Pferd. Zum Schluß legt sie noch einen schönen Buckler drauf, aus Protest gegen die Einschränkung des Galopptempos auf der Heimatgeraden, denn ihr ist eingefallen, das sie ein Araber und daher auch Rennpferd ist. Aber sie gehorcht und mäßigt das Tempo.
An dieser Stelle vielleicht interessant, ein schlauer Pferderatgeber empfiehlt dem Pferd beim Buckeln ins Gesicht zu sehen, dann könne man erkennen, am Gesichtsausdruck, ob es Ernst oder Spaß ist, das Buckeln. Ha Ha Ha ...
Sehnsüchtige Rückerinnerung: mein Traber hat auch gern gebuckelt, aber stets zu Beginn des Rittes, aus Freude über den bevorstehenden Ausflug, nie zum Schluß, aus Freude über die Heimkehr. Meine Pferde sind eben grundverschieden.
Um den Tag abzurunden erschien dann noch der böse Wolf. Ob er Rotkäppchen inzwischen gefressen hatte war nicht festzustellen. Als Pferdchen und ich noch überlegten ob er satt ist oder nicht erschien sein Herrchen und rief ihn zu sich.
Alles in allem ein schöner Ausflug. Ich hoffe mit dem Schimmel bald so zu harmonieren, das ich auch wieder die Natur genießen kann. Die Grundlagen sind gelegt.
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Freitag, 12. September 2008
Ein Jäger aus Kurpfalz ?
Wie der Titel schon andeutet, hatte ich heute eine Begegnung der besonderen Art, doch ganz anders als erwartet.
Aber von Anfang an: Ich war wieder mit meiner kleinen Schimmelstute unterwegs. Im Baumarkt hatte ich mir neue Zügel besorgt (2 Stück 2,50 m Hanfseil a 2,00 €) und wollte nun ihre Eignung als geteilte Lenkhilfe testen. Ich hoffe im Dezember auf der Hippoligika was besseres preisgünstig erwerben zu können. Die Seile sehen super aus, liegen aber nicht so gut in der Hand wie Leder, sind rau und pieksig (hätte ich noch mal die Wahl würde ich die gewachsten nehmen, auch wenn die nicht so fetzig aussehen). Ansonsten haben die "Zügel" den Test bestanden und bis zur Hippologika wird es wohl gehen.
Wir traben also so schön durch den Wald, grüßen freundlich einen Pilzsammler, der auch zurückgrüßt, was mich freut weil ich dann auch sicher bin, das Pferdchen die durchs Unterholz kriechende Gestalt als Mensch einordnet und nicht eventuell als Säbelzahntiger.
Am liebsten habe ich Pilzsammer die sich laut unterhalten. Zwei mit schweren Körben beladenen Damen habe ich am letzten Wochenende mit Lob überhäuft wegen ihrer lauten Unterhaltung. Dieses Lob wurde dankbar aufgenommen, die Damen haben mir gestanden, das sie unsicher waren, wie sie sich bei der Begegnung mit Reitern/Pferden verhalten sollten. Ein Schwätzchen mit Passanten ist immer angebracht.
Wir traben also schön vor uns hin, als mitten auf unserem für Autos gesperrten Waldweg ein grünes Auto steht. Kurzer Blick, aha der Förster, oder besser 2 Förster die sich an den offenen Autotüren unterhalten. "Kein Problem" erkläre ich dem Schimmel "wir gehen dran vorbei". Mein bis dato immer gehorsames und mutiges Pferd war aber, zu meinem Erstaunen, anderer Meinung und kündigte 10 m vor dem Auto die Mitarbeit. "Da gehe ich nicht vorbei" waren ihre Worte. "Das ist doch nur ein harmloses Auto, sowas fürchtest du doch sonst auch nicht " argumentierte ich dagegen. Nun mischten sich auch die Förster in unser Gespräch "Am besten sie nehmen den anderen Weg (wir waren an einer Kreuzung) wenn sie an uns vorbeireiten bekommen sie Probleme". Mein Pferd schlug mir gerade den selben Weg vor, der auch von den Förstern favoritisiert wurde."Probleme hab ich schon." erklärte ich (war ja auch nicht zu übersehen gerade versuchte meine Stute eine Kehrtwendung in die andere Richtung) "das Pferd ist jung und muß lernen. Gibt es denn eine Grund warum ich an ihnen nicht vorbeikann, Baumfällung oder so ?". Das wurde verneint. Also Augen zu und durch. Ich wäre auch abgestiegen und hätte das Pferd an dem Auto vorbeigeführt, aber vorbei mußte es. Schließlich hat die Kleine es eingesehen und ging diszipliniert wenn auch aufgeregt an dem Auto vorbei. Nun konnte ich den Grund der Weigerung meines Schimmels erkennen. Durch die offenen Autotüren wurde ein Anhänger verdeckt auf dem totes Damwild lag. Meine Förster waren also gar keine Förster sondern, in diesem Fall, Jäger. "Jetzt weiß ich warum mein Pferd nicht an ihnen vorbei wollte, sie hat das Blut gerochen." "Genau" sagte der Jäger, "deshalb hatten wir ihnen ja auch den anderen Weg vorgeschlagen."
Mir gab die ganze Geschichte dann doch zu denken. Niemals hätte ich gedacht, das Pferde so einen guten Geruchssinn haben und auf die Entfernung Blut riechen können. Ich habe nichts gerochen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für manches Problem, welches ich mit meinem Traber an bestimmten Stellen im Wald hatte.
Und noch etwas anderes habe ich gelernt, Jäger sind nette Menschen (trotz manchmal komischer Schilder im Wald - siehe Post vom letzten Herbst) und begegnen Reitern freundlich.
Was hat mein Pferdchen gelernt ? Frauchen ist der Chef und wo sie mit langgeht ist es ungefährlich auch wenn es stinkt.
Aber von Anfang an: Ich war wieder mit meiner kleinen Schimmelstute unterwegs. Im Baumarkt hatte ich mir neue Zügel besorgt (2 Stück 2,50 m Hanfseil a 2,00 €) und wollte nun ihre Eignung als geteilte Lenkhilfe testen. Ich hoffe im Dezember auf der Hippoligika was besseres preisgünstig erwerben zu können. Die Seile sehen super aus, liegen aber nicht so gut in der Hand wie Leder, sind rau und pieksig (hätte ich noch mal die Wahl würde ich die gewachsten nehmen, auch wenn die nicht so fetzig aussehen). Ansonsten haben die "Zügel" den Test bestanden und bis zur Hippologika wird es wohl gehen.
Wir traben also so schön durch den Wald, grüßen freundlich einen Pilzsammler, der auch zurückgrüßt, was mich freut weil ich dann auch sicher bin, das Pferdchen die durchs Unterholz kriechende Gestalt als Mensch einordnet und nicht eventuell als Säbelzahntiger.
Am liebsten habe ich Pilzsammer die sich laut unterhalten. Zwei mit schweren Körben beladenen Damen habe ich am letzten Wochenende mit Lob überhäuft wegen ihrer lauten Unterhaltung. Dieses Lob wurde dankbar aufgenommen, die Damen haben mir gestanden, das sie unsicher waren, wie sie sich bei der Begegnung mit Reitern/Pferden verhalten sollten. Ein Schwätzchen mit Passanten ist immer angebracht.
Wir traben also schön vor uns hin, als mitten auf unserem für Autos gesperrten Waldweg ein grünes Auto steht. Kurzer Blick, aha der Förster, oder besser 2 Förster die sich an den offenen Autotüren unterhalten. "Kein Problem" erkläre ich dem Schimmel "wir gehen dran vorbei". Mein bis dato immer gehorsames und mutiges Pferd war aber, zu meinem Erstaunen, anderer Meinung und kündigte 10 m vor dem Auto die Mitarbeit. "Da gehe ich nicht vorbei" waren ihre Worte. "Das ist doch nur ein harmloses Auto, sowas fürchtest du doch sonst auch nicht " argumentierte ich dagegen. Nun mischten sich auch die Förster in unser Gespräch "Am besten sie nehmen den anderen Weg (wir waren an einer Kreuzung) wenn sie an uns vorbeireiten bekommen sie Probleme". Mein Pferd schlug mir gerade den selben Weg vor, der auch von den Förstern favoritisiert wurde."Probleme hab ich schon." erklärte ich (war ja auch nicht zu übersehen gerade versuchte meine Stute eine Kehrtwendung in die andere Richtung) "das Pferd ist jung und muß lernen. Gibt es denn eine Grund warum ich an ihnen nicht vorbeikann, Baumfällung oder so ?". Das wurde verneint. Also Augen zu und durch. Ich wäre auch abgestiegen und hätte das Pferd an dem Auto vorbeigeführt, aber vorbei mußte es. Schließlich hat die Kleine es eingesehen und ging diszipliniert wenn auch aufgeregt an dem Auto vorbei. Nun konnte ich den Grund der Weigerung meines Schimmels erkennen. Durch die offenen Autotüren wurde ein Anhänger verdeckt auf dem totes Damwild lag. Meine Förster waren also gar keine Förster sondern, in diesem Fall, Jäger. "Jetzt weiß ich warum mein Pferd nicht an ihnen vorbei wollte, sie hat das Blut gerochen." "Genau" sagte der Jäger, "deshalb hatten wir ihnen ja auch den anderen Weg vorgeschlagen."
Mir gab die ganze Geschichte dann doch zu denken. Niemals hätte ich gedacht, das Pferde so einen guten Geruchssinn haben und auf die Entfernung Blut riechen können. Ich habe nichts gerochen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für manches Problem, welches ich mit meinem Traber an bestimmten Stellen im Wald hatte.
Und noch etwas anderes habe ich gelernt, Jäger sind nette Menschen (trotz manchmal komischer Schilder im Wald - siehe Post vom letzten Herbst) und begegnen Reitern freundlich.
Was hat mein Pferdchen gelernt ? Frauchen ist der Chef und wo sie mit langgeht ist es ungefährlich auch wenn es stinkt.
Dienstag, 2. September 2008
Ausrüstung von Reiter und Pferd

Was braucht der Freizeitreiter, incl. das Freizeitpferd, an Ausrüstung ?
Ich gebe zu ich bin ein Ausrüstungsfreak und habe lange gebraucht um von Martingal, Gamaschen u.ä. schönen Sachen, von denen ich mal der Meinung war es würde ohne nicht gehen, auf eine praktische Grundausstattung zurückzukommen. Z.z. bin ich beim Aufräumen meiner Schränke und versuche einige Teile im Internet wieder zu verkaufen.
Reiter:
Ich reite mit einer Jodpurhose/Vollbesatz von HKM aus Baumwolle mit ein wenig Elastik und 1 Nummern zu groß gekauft, damit ich mich darin bewegen kann. Gürtel, Messer, Handy, Leckerli, Taschentuch, kommen an bzw. in die Hose. Dazu Baumwollkniestrümpfe und Lacer-Boots (Schnürstiefel) die über die Knöchel reichen. Im Winter trage ich als Unterhose die Winterradlerhose von Aldi und Klimasocken. Am Oberkörper je nach Jahreszeit T-Shirt, Pullover, Treckingjacke (Tschibo) oder dicke Steppjacke, manchmal sogar eine wasserdichte Seglerjacke. Handschuhe nur im Winter, aber immer eine Sicherheitsweste und den Reithelm, unter den man im Winter noch ein Stirnband tragen kann, da die Größe des Helms verstellbar ist.
Pferd:
Ich gebe zu ich bin ein Ausrüstungsfreak und habe lange gebraucht um von Martingal, Gamaschen u.ä. schönen Sachen, von denen ich mal der Meinung war es würde ohne nicht gehen, auf eine praktische Grundausstattung zurückzukommen. Z.z. bin ich beim Aufräumen meiner Schränke und versuche einige Teile im Internet wieder zu verkaufen.
Reiter:
Ich reite mit einer Jodpurhose/Vollbesatz von HKM aus Baumwolle mit ein wenig Elastik und 1 Nummern zu groß gekauft, damit ich mich darin bewegen kann. Gürtel, Messer, Handy, Leckerli, Taschentuch, kommen an bzw. in die Hose. Dazu Baumwollkniestrümpfe und Lacer-Boots (Schnürstiefel) die über die Knöchel reichen. Im Winter trage ich als Unterhose die Winterradlerhose von Aldi und Klimasocken. Am Oberkörper je nach Jahreszeit T-Shirt, Pullover, Treckingjacke (Tschibo) oder dicke Steppjacke, manchmal sogar eine wasserdichte Seglerjacke. Handschuhe nur im Winter, aber immer eine Sicherheitsweste und den Reithelm, unter den man im Winter noch ein Stirnband tragen kann, da die Größe des Helms verstellbar ist.
Pferd:
Meine Pferde reite ich mit Marken-Westernsättel. Auch ein Westernsattel muß dem Pferd passen. Man sitzt sicher und bequem, wenn der Steigbügel mal weg ist findet man ihn, durch die starre Aufhängung schnell wieder, die Fender schützen die Reithosen, so das man keine hohen Stiefel braucht. Das Auf- und Absteigen ist etwas anders als beim normalen Sattel, da man immer einen Fuß im Steigbügel hat. Das Pferd sollte also ruhig stehen. Auch das Gewicht des Sattels ist, beim Satteln und Tragen des guten Stücks, gewöhnungsbedürftig. Als Gurt hat sich bei mir ein mit Webpelz gepolsterter starker Nylongurt bewährt. Dabei ist wichtig, das die Schnallen auf eine ausreichenden Webpelzüberstand liegen um nicht zu drücken. Befestigt wird mit Leder- bzw NylonTieStrap, zur Sicherheit mit Lochung und der Gurt mit Dorn. Unter den Sattel reite ich das eine Pferd mit einem anatomisch geformten ganz normalen Westernpad mit Kordellunterseite. Das andere z.Z. mit Neopren-Filzpad. Dabei die Neoprenseite nach unten um einem Verrutschen des Sattels vorzubeugen. Abzuraten ist von Pads mit Widerristauschnitt, da diese am Widerrist zu Druckstellen führen können. Auf langen Ritten benutze ich ein Vorderzeug und gurte dann lockerer. Meine Pferde tragen Westerntrensen in die ich ab und an auch einen Sperriemen einschnalle. Vorsicht mit sog Chikagoschrauben wenn sie sich nicht vermeiden lassen tägl kontrollieren oder mit Klebeband sichern, die gehen sonst von alleine auf. Das eine Pferd geht mit einfach gebrochenen Kunststoffgebiß, das andere mit doppelt gebrochenem Edelstahl. Dazu benutze ich lange geteilte Zügel aus schwerem Leder.
Was braucht man noch ?
Ab und zu Halfter und Strick (für die Pausen) und Hornpacktaschen (für Getränke, Fotoapperat, Karten u.s.w.).
Was braucht man noch ?
Ab und zu Halfter und Strick (für die Pausen) und Hornpacktaschen (für Getränke, Fotoapperat, Karten u.s.w.).
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