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Donnerstag, 14. März 2013

Mitte März und immer noch Winter

Eigentlich wollte ich schon lange wieder auf dem Pferd sitzen, aber bei diesem Wetter ? Naja, die Hunde brauchen Ihre Bewegung und so bleibe ich auch fit. Dann noch jeden Tag 12 Kniebeuge für die Muskeln.

Nicht alle Reiter machen Winterpause, wie man  auf dem Foto sehen kann. Links neben dem Weg Hufspuren.

Es sind die "U 30", die hier bei jedem Wetter unterwegs sind.

Da ich seit Februar 60 und damit Seniorin bin, muß ich mich dadurch nicht unter Druck setzen. Der nächste Frühling kommt bestimmt und damit dann auch Seniorenausreitwetter.

Der Hund freut sich über die Hinterlassenschaften der Pferde. Lecker, Pferdeäpfel. Als wenn es die bei uns zu hause nicht auch gibt.

Kann man nicht irgendwas unterschreiben, eine Petition Einreichen, damit es endlich Frühling wird ?

Mittwoch, 18. Februar 2009

Topografische Karte im GPS

Draußen tobt der Winter mit Schneetreiben und Minusgraden. Ich sitze schön am warmen Ofen, aber am Wochenende bei gemäßigterem Wetter konnte ich endlich in meinem GPS die neue Topografische Karte ausprobieren. Toll, ich kann mich nicht mehr verlaufen oder verreiten!!! Eigentlich könnte ich nun auch bei dichtem Schneetreiben losziehen, wenn da die Kälte nicht währe ...
Das Bestellen und die Lieferung der Karte bei Amazon ging wie immer völlig reibungslos. Am Vormittag bestellt, Eintreffen der Ware am nächtsten Tag mit der Post. Das Freischalten der Karte am PC war dann nicht mehr so einfach. Die Anleitung führte mich bis zum entscheidenden Punkt, an dem ich dann nicht mehr weiterkam. Aber was soll´s, wofür gibt es schließlich Kundendienst (heißt heutzutage „Support“). Auf der Internetseite von Garmin habe ich mir die Telefonnummer herausgesucht und es war dann auch schnell einen nette Dame am Apperat, die wie aus der Pistole geschossen und etwas gelangweilt, sofort eine Lösung für mein Problem parat hatte. Mich beschlich der Verdacht, das es ein häufiges Problem war und täglich mindestens 20 Nutzer in genau dieser Angelegenheit bei ihr vorsprechen. Aber nun funktionierte die Karte am PC, und mußte nur noch auf den Chip meines GPS geladen werden. Dieser Vorgang dauerte Stunden (ca 1 ½). Ich habe die Küche aufgeräumt, meine ganze Wäsche gebügelt und und und. Endlich war es dann so weit und ich konnte die schöne Topografische Karte Norddeutschlands auf meinem GPS bewundern und ausprobieren. Leider zu spät zum Testen im Gelände, das mußte auf den nächsten Tag verschoben werden.
Nach dem Mittagessen bin ich dann gleich los, bis zur Übertragung des Springreitens im Fernsehen um 15 Uhr wollte ich zurück sein. Was soll ich sagen. Es war super ! Das Teil zeigte mir Wege, von deren Existens ich bis dahin nichts wußte, und die viel Abwechsung in meine Reittouren bringen werden. Andererseits zeigt es aber auch Wege an, die quasi nicht mehr existieren, oder bestenfalls noch zum Stangentraining zu benutzen sind, da die Förster sie zufallen lassen. Um zu wissen wo man ist, muß man nicht erst umständlich die Karte mit den Jagensteinen (die mir bis dato bei der Orientierung im Wald immer sehr geholfen haben) vergleichen. Und das beste, die Karte im GPS ist nicht begrenzt. Es geht sozusagen auch da weiter, wo auf meiner Karte Schluss war und ich das nächste Kartenblatt hätte benutzen müssen, was ich dann aber nicht dabei hatte. Ich bin quasi immer in meinem Kartenblatt geblieben, ganz schön beschränkt! Nun hatte ich ganz Norddeutschland vor mir, könnte also bis Frankfurt am Main reiten ohne eine neue Karte zu kaufen. Also bin ich vom Wald ins Luch gewechselt, was ich mich sonst nicht getraut hätte, und wußte immer wo ich bin. Dazu wird einem die verstrichene Zeit, die zurückgelegten Kilometer, die Geschwindigkeit usw angezeigt. Glücklich und zufrieden, vom Wind etwas durchgepustet, war ich nach 12 km und 2 ½ Stunden (die Wege sind immer noch eine Katastrophe und auch das Ablesen des GPS dauert seine Zeit) zur Fernsehübertragung wieder zu hause. Ein schönes Geburtstagsgeschenk hatte ich mir da mit dem GPS gemacht. Zum Glück habe ich nicht bis zu meinem 60.ten damit gewartet. Nun muß bloß noch das Wetter so werden, das man (oder besser ich) wieder reiten kann bis dahin werden am PC die Routen für den Sommer geplant. Wollte ich nicht schon immer mal per Pferd in die Uckermark ?

Dienstag, 20. Januar 2009

Immer noch Winter

Gestern hatten wir hier den schönsten Sonnenschein, fast wie im Frühling. Nachdem ich die Boxen und den Auslauf gereinigt hatte, konnte ich nicht mehr widerstehen. Mit demFotoapperat bewaffnet und dick angezogen, zog es mich in den Wald. Da die Graue so sehsüchtig guckte überlegte ich sie mitzunehmen. Aber das war mir dann doch zu umständlich und ich ging mit schlechtem Gewissen aber ohne Pferd los. Ich freute mich auf die Bäume und die Stille und sah mich schon durch den Birkholzgrund wandern. Ob ich die 5 km bis dahin schaffen würde? In 2 Stunden kommt mein Herzblatt von der Arbeit und da wollte ich zurück sein. Die Straßen sahen ganz gut aus, aber dann der erste Waldweg (eigentlich noch mitten im Dorf) und ich sah eine glatte Eisfläche vor mir. Festgefahrener Schnee, getaut und wieder gefrohren, dann Regen und wieder Frost, zum Schlittschuhlaufen bestens geeignet, aber zum Wandern? Na gut, so schnell soll man nicht aufgeben. Ich lief auf dem Bankett, soweit vorhanden, im Wald wird es sicher besser. Aber weit gefehlt. Alle Wege das Gleiche, spiegelglatte Eisbahn. Bis ich in die Regionen komme wo keine Autos mehr fahren, rutsche ich bestimmt dreimal hin, und das ohne Helm und Sicherheitsweste! Also beschloß ich umzudrehen und wieder nach hause zu gehen. Dann ebend Mittagsschlaf, hat ja auch was für sich. Ein Glück, das ich das Pferd nicht mitgenommen habe. Auf dem Rückweg kamen mir Bekannte mit ihrem Hund entgegen. Auch sie hatte das schöne Wetter vor die Tür gelockt. Ob sie weiter gekommen sind als ich? Jedenfalls waren sie voller Optimismus.

Montag, 12. Januar 2009

Winter


Winter ...
Ein paar Grad minus und alle guten Vorsätze sind dahin. Nach loshacken hartgefrohrener Pferdeäpfel im Auslauf, schleppen schwerer Kanister mit warmen Wasser, eisigen Fingern trotz super dicker Handschuhe, ist wohl niemandem mehr nach Reiten. Außerdem, wer möchte schon gern auf hartgefrohrenen Boden fallen? Wenn ich meine Pferde beobachte bewegen sie sich eher vorsichtig, der Schnee knirscht unter den Hufen und backt auch fest. Ich habe also schnell ein paar Fotos von der weißen Pracht gemacht, denn eigentlich ist mir der Winter nicht unsympathisch, und dann aber schnell wieder ins Warme.
Was macht man am warmen Ofen? Natürlich Stricken, mein neuer Pullover (einem schottischen Fischerpullover nachempfunden) wächst zusehends, mit Socken kann ich handeln (10,-€ pro Paar, bei Interesse bitte Email). Stricken empfinde ich als sehr entspannend. Ich bin aber auch dabei pferdige Ereignisse aus der Vergangenheit aufzuschreiben. Auch interessant sich auf diese Art alte und neuere Zeiten wieder in Erinnerung zu rufen. So entsteht auch ein kleiner Vorrat um im Blog ab und zu etwas neues zu veröffentlichen. Im Sommer ist zum Schreiben hoffentlich keine Zeit, da werde ich reiten!

Montag, 29. Dezember 2008

Nach 6 Wochen Reitpause

Nun, wo der Weihnachsstess vorbei ist, habe ich den Kopf wieder frei für´s Reiten. Eigentlich wollte ich ja warten bis zum Jahresende oder vielleicht sogar März. Erfahrungsgemäß wird es, wegen der Wetterlage, im Februar nichts mit Reiten und ich wollte mir und dem Pferd, auf Grund der zu erwartenden Februarpause, viele neue Anfänge und damit Muskelkater ersparen. Außerdem hatte ich den nicht ganz unbegründeten Verdacht, das mein Stütchen nicht ganz so unkompliziert auf eine Trainingspause reagieren würde, wie der Traber. Den konnte ich nach 6 Wochen Ruhe satteln und ohne Probleme ins Gelände reiten. Er war die ersten Male nur etwas trottelig und ist, ab und an gestolpert, bis er wieder Muskulatur aufgebaut hatte.
Aber das Wetter war verlockend, das neue Pad wollte ausprobiert werden und ich hatte über die Feiertage 2 kg zugenommen. Also rein in die Reitklamotten und das Schimmelchen geputzt.
Das neue Pad steht ihr wunderbar! Von der Farbe war es schon mal die richtige Wahl!
Doch Schimmelchen war nervös, zum Glück klappte das Aufsteigen, aber dann ging es los. Ich zweifelte ob der Ausritt wirklich eine so gute Idee war. Leider ist es aber auch nicht so einfach von einem nervigen Pferd wieder abzusteigen wenn man mal oben ist. So beschloss ich erst mal im Sattel zu bleiben. Die ersten 500 m hatte ich damit zu tun das Pferd von einem sturen nervigen Trab zu einem, na ja, entspannten Schritt zu überreden. Sie tat so als wenn sie zum ersten mal im Leben ein Gebiß im Maul hätte und reagierte spät bis garnicht. Dazu war sie rossig und ständig mit der Nase an der Erde, vermutlich auf der Suche nach der Witterung eines Hengstes? Aber das Pad saß sich wundervoll, ganz weich. Madam war anscheinen auch der Meinung, denn mitten aus dem, nun endlich gelungenen, Schritt kam ein Buckler, den ich als Freudensprung interpretierte. Von da an ging es besser. Schöner noch nicht ganz gleichmäßiger Trab, der Galopp fast mit dem Kopf zwischen den Vorderbeinen?, aber die Muskel müssen ja erst wieder aufgebaut werden, sie ist in der Schulter schmaler geworden. Viel Schritt und viel Wild. Das Dammwild ist jetzt fast schwarz gefärbt. Da ich aus pferdepsychologischen Gründen nicht vor jedem Damwildrudel durchpariere war ich glücklich, das es nicht zu einer Kollision kam, als ein Rudel direkt vor uns den Weg kreuzte. Alles in allem eingelungener Ausritt. Das letzte Stück bin ich abgestiegen, man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist, so haben alle Beteiligten ein Erfolgserlebnis. Allerdings mußte ich weiter konsquent sein, denn das Führen haben wir auch schon lange nicht mehr geübt.
Beim Absatteln stellte ich dann fest, das die Sattellage unter dem Pad trocken war. Mein Pferdchen hat zwar nicht doll geschwitzt, aber etwas schon. Anscheinen ist das Teil tatsächlich luftdurchlässig, oder feuchtigkeitsdurchlässig?
Heute sehe ich nun aus dem Fenster, alles weiß und minus 5°C. Genau das hatte ich befürchtet. Wieder Schluß mit Reiten? Ich hoffe nicht. Ich habe mir fest vorgenommen nun wieder regelmäßig mit dem Pferd zu arbeiten. Wenn es für´s Reiten zu kalt ist, gehen wir eben spatzieren, natürlich in voller Montur, falls sich zwischendurch der Boden doch mal zum Aufsteigen anbietet.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Weihnachten

Der erste Weihnachtsfeiertag und die Sonne scheint! Super! Leider zeigt mein Thermometer 4°C minus an. Kein Reitwetter für eine Oma, zumal man zu Weihnachten in der Regel auch sonst genug Stress hat.
Bei mir äußert sich das in Form einer 2 kg+ Rehkeule. Ich habe mir Gäste eingeladen, die beim Verspeisen helfen. Für meine Enkeltochter darf ich den Braten aber nicht beim Namen nennen, wegen „Bambi“, das wird während des Festessens meine ganze Konzentration erfordern. Gestern hat das gute Stück mit vielen Speckscheiben belegt über 4 Stunden in der Röhre gegart, heute wird der Braten mit saurer Sahne, gebratenen Apfelscheiben (eine Neuheit für mich, alternativ mit eingelegten Birnen) und Preiselbeeren serviert. Dazu gibt es Klöße (Serviette Aldi, ich bin aus der Uckermark und Klöße gehören nicht zu den Speisen die man dort kochen lernt) und mit Äpfeln, Rosinen und Nelken abgeschmeckten Rotkohl. Als Nachtisch habe ich Zitronenchreme angerichtet, wenn man die nur einmal im Jahr zubereitet, ist es immer spannend, ob sie auch gelingt.
Zum Reiten bin ich schon seit Mitte November nicht mehr gekommen. Leider! Renovierung, Wetter, Weihnachtsvorbereitung und andere Großereignisse bzw. Katastrophen haben ihren Anteil. Unter Zeitdruck macht das Reiten auch keinen Spaß und man provoziert Unfälle geradezu. Ich denke, das ich auch noch das neue Jahr abwarte, ehe ich wieder in den Sattel steige. Meist ändert sich das Wetter zum Jahreswechsel und nach so einer langen Pause möchte ich wieder regelmäßig mit dem Pferd arbeiten, da muß die Großwetterlage auch mitspielen.
Den Pferden geht es gut. Sie sind Blüter und bewegen sich im Auslauf oft allein. Im Winter gibt es nur Heu, und auch das wird rationiert, ich denke, das sie schon etwas schlanker geworden sind, aber die Rippen fühlen, wie man es bei normalfigurigen Pferden können sollte, kann ich nicht (Winterfell ???), hoffentlich im Frühjahr.
Unsere Pferde bekommen zum Fest immer Äpfel, wovon sie ganz begeistert sind. Wir haben uns Bücher geschenkt. Ich habe mir 2 Pferdebücher und einen Roman gegönnt. Aber als Weihnachtsgeschenk werte ich auch das neue High-tech-Pad, welches ich auf der Hippologica erworben habe. Ein Haf-Pad, mit Westernmuster in Rottönen und einer Unterseite aus Netzneopren. Angeblich ist das gute Teil rutschsicher, atmungsaktiv, superpolsternd und man kann es in der Maschine waschen. Zum Ausprobieren bin ich noch nicht gekommen.
So, nun muß ich mich aber um mein Essen kümmern.
Allen Fan´s und Gästen ein besinnliches und kalorienreiches (Elahna...grins) Weihnachtsfest.

Dienstag, 2. September 2008

Ausrüstung von Reiter und Pferd


Was braucht der Freizeitreiter, incl. das Freizeitpferd, an Ausrüstung ?
Ich gebe zu ich bin ein Ausrüstungsfreak und habe lange gebraucht um von Martingal, Gamaschen u.ä. schönen Sachen, von denen ich mal der Meinung war es würde ohne nicht gehen, auf eine praktische Grundausstattung zurückzukommen. Z.z. bin ich beim Aufräumen meiner Schränke und versuche einige Teile im Internet wieder zu verkaufen.
Reiter:
Ich reite mit einer Jodpurhose/Vollbesatz von HKM aus Baumwolle mit ein wenig Elastik und 1 Nummern zu groß gekauft, damit ich mich darin bewegen kann. Gürtel, Messer, Handy, Leckerli, Taschentuch, kommen an bzw. in die Hose. Dazu Baumwollkniestrümpfe und Lacer-Boots (Schnürstiefel) die über die Knöchel reichen. Im Winter trage ich als Unterhose die Winterradlerhose von Aldi und Klimasocken. Am Oberkörper je nach Jahreszeit T-Shirt, Pullover, Treckingjacke (Tschibo) oder dicke Steppjacke, manchmal sogar eine wasserdichte Seglerjacke. Handschuhe nur im Winter, aber immer eine Sicherheitsweste und den Reithelm, unter den man im Winter noch ein Stirnband tragen kann, da die Größe des Helms verstellbar ist.
Pferd:
Meine Pferde reite ich mit Marken-Westernsättel. Auch ein Westernsattel muß dem Pferd passen. Man sitzt sicher und bequem, wenn der Steigbügel mal weg ist findet man ihn, durch die starre Aufhängung schnell wieder, die Fender schützen die Reithosen, so das man keine hohen Stiefel braucht. Das Auf- und Absteigen ist etwas anders als beim normalen Sattel, da man immer einen Fuß im Steigbügel hat. Das Pferd sollte also ruhig stehen. Auch das Gewicht des Sattels ist, beim Satteln und Tragen des guten Stücks, gewöhnungsbedürftig. Als Gurt hat sich bei mir ein mit Webpelz gepolsterter starker Nylongurt bewährt. Dabei ist wichtig, das die Schnallen auf eine ausreichenden Webpelzüberstand liegen um nicht zu drücken. Befestigt wird mit Leder- bzw NylonTieStrap, zur Sicherheit mit Lochung und der Gurt mit Dorn. Unter den Sattel reite ich das eine Pferd mit einem anatomisch geformten ganz normalen Westernpad mit Kordellunterseite. Das andere z.Z. mit Neopren-Filzpad. Dabei die Neoprenseite nach unten um einem Verrutschen des Sattels vorzubeugen. Abzuraten ist von Pads mit Widerristauschnitt, da diese am Widerrist zu Druckstellen führen können. Auf langen Ritten benutze ich ein Vorderzeug und gurte dann lockerer. Meine Pferde tragen Westerntrensen in die ich ab und an auch einen Sperriemen einschnalle. Vorsicht mit sog Chikagoschrauben wenn sie sich nicht vermeiden lassen tägl kontrollieren oder mit Klebeband sichern, die gehen sonst von alleine auf. Das eine Pferd geht mit einfach gebrochenen Kunststoffgebiß, das andere mit doppelt gebrochenem Edelstahl. Dazu benutze ich lange geteilte Zügel aus schwerem Leder.
Was braucht man noch ?
Ab und zu Halfter und Strick (für die Pausen) und Hornpacktaschen (für Getränke, Fotoapperat, Karten u.s.w.).

Montag, 21. Januar 2008

Wieder freie Wege

Nun komme ich endlich dazu vom meinem Ausflug zu Pferde am 14.01. zu berichten. Das Wetter war akzeptabel, der Putzvorgang etwas langwieriger. Mein Großer hatte sich gründlich gewälzt. Zum Glück war der Dreck schon fast trocken. Fast hätte ich die kleinen Packtaschen mitgenommen um Handschuhe und andere Ausrüstungsgegenstände zu verstauen, die ich unterwegs ausprobieren wollte. Bei dem Gedanken daran, wie mein Ross auf Packtaschen reagiert ( jetzt machen wir mal ganz sinnig, es wird sichen eine längere Tour) habe ich dann doch eine andere Lösung für das Gepäckproblem gefunden (alles mit Sicherheitsnadeln innen an der Jacke befestigt). In der Endkonsequenz waren die ganzen Vorsorgen mal wieder übertrieben, die neuen Handschuhe (Thinsulate-Penny) trugen sich super.
Auch unser Ausflug war schön. Die Waldwege weich und nur an wenigen Stellen festgefahrene und noch nicht aufgetaute Eisplatten. Genausoeine Stelle war es dann aber, auf die mein Pferd geriet, als es mir einen anderen Weg vorschlagen wollte, als den den ich geplant hatte. Zum Glück hat er ja vier Beine mit denen man auf Eis besseren Halt findet als mit zwei Beinen. Ins Schwitzen bin ich trotzdem gekommen. Er hat dann letztendlich, wenn auch unter Protest, meine Trassenführung akzeptiert.
Denn ich wollte mir mal wieder die Wege mit den Schildern "Lebensgefahr Jagd" und den quergelegten Bäumen ansehen. Da es eine etwas längerer Tour war bin ich auch unterwegs mal ein Stück gelaufen. Nicht weil mir kalt war, aber das Sitzfleisch und die Füsse waren solche Strapatzen nicht mehr gewöhnt. Und siehe da, die Schilder weg und auch die Bäume fein säuberlich vom Weg geräumt. Super, dann kann ich ja sicher bis zum September wieder auf allen Wegen reiten.
Ich freue mich schon auf den Frühling, bis dahin gibt es aber sicher noch die eine oder andere schöne Wetterlage mit gleichzeitigem Arbeitsfrei, die ich für eine kleinen ruhigen Ausflug nutzen kann.

Samstag, 29. Dezember 2007

Wandern oder doch lieber Reiten ?

Heute habe ich beschlossen, die Winterpause ist zu ende und ich Reite wieder. In den letzten Wochen hatte ich wegen kalter Füße, Finger und Wangen mit dem Reiten ausgesetzt. Zum Ausgleich bin ich mit meinem Mann im Wald spazierengegangen. Dabei wurde mir warm. Die Füße waren ja in Bewegung. Spazierengehen/Wandern ist anstrengender als Reiten. Als Nebeneffekt konnte ich plötzlich mein Pferd verstehen, welches recht flott im Gelände unterwegs ist, so das ich es ab und zu bremsen muß. Auch ich konnte mir von meinem Mann öfter Mahnungen wegen meiner Geschwindigkeit anhören: "Warum rennst du denn so ?". Ja warum ? Weil es so schön ist in der freien Natur und ich gerne flott unterwegs bin. Schöne Erklärung, ob die mein Pferd auch so für mich hätte wenn es sprechen könnte (was es glücklicherweise nicht kann) ? Unser dritter Spaziergang brachte mich endgültig zu der Erkenntnis, das ich ein wunderbares Pferd habe, da es nicht ganz so massiv über Tempo, Richtung und Länge unserer Ausflüge mit mir diskutiert wie mein Herzblatt, und mich außerdem noch trägt, und in mir reifte der Entschluss es trotz Kälte wieder mit dem Reiten zu versuchen. Wenigsten ab und zu wenn das Wetter nicht ganz so winterlich ist, als Ausgleich zum Spazierengehen/Wandern. Heute war es nun so weit. Nach vier Wochen Abstinenz war das Satteln (Westernsattel 25 kg) und das Aufsteigen (Pferd 163 cm hoch - ohne Sattel) schon eine Herausforderung. Für mein braves Ross war am Anfang das Geradeauslaufen ebenfalls nicht so einfach. Doch bald klappte die Abstimmung fast wie vor unserer "Winterpause" und auch das trübe Wetter konnte uns die Laune nicht vermiesen. Ein guter Griff waren auch die Stoffreitschuhe. Sie haben besser isoliert als die Lederschuhe und meine Füße warm gehalten. Wenn nicht wäre ich halt mal ein Stück neben dem Pferd gelaufen um wieder warm zu werden. Ich bin ja jetzt in Übung durch das Wandern.

Sonntag, 11. November 2007

Martinstag

Heute ist der Tag des hl Martin. Er ist ein Schutzpatron der Reiter. Ich kann mich immer nicht so richtig zwischen dem hl Martin und dem hl Georg entscheiden. Der hl Martin leitet seinen Namen vom Kriegsgott Mars ab und ist daher wohl eher etwas für die Kavallerie, den sportlichen Reiter und Reisende. Selbst war er römischer Soldat bevor er Mönch und Bischoff wurde. Der Name des hl Georg soll von der Bezeichnung für Landmann kommen und trifft daher eher die bäuerlichen Reiter, er war ein tapferer Ritter. Sein Namenstag ist im Frühjahr, die Zeit der Feldbestellung, daher Georg oft auf einem braunen Pferd dargestellt. Martin reitet gewöhnlich auf einem weißen Pferd und wenn ich aus dem Fenster sehe weiß ich auch warum, draußen fällt der erste Schnee.
Für mich wird es nun schwieriger mit dem Sport. Ich bin aus dem Alter raus, wo man bei solch einem Mistwetter in den Busch reitet. Ich beneide alle, die eine Reithalle haben, im Winter ein klarer Vorteil. Mein Pferd steht mit seinem Kumpel auf der Koppel und läßt sich einschneien. Vor einigen Jahren habe ich noch den Aufwand betrieben und bin mit ihm in eine Reithalle zum Training gefahren. Viel Aufwand und recht kostspielig, daher z.Z. kein Thema. Der nächste Frühling kommt bestimmt. Sicher gibt es auch im Winter noch ein paar schöne, frostfreie Tage mit griffigen Bodenverhältnissen. Diese werden wir dann besonders genießen, wenn auch größtenteils im Schritt wegen der mangelnden Kondition beiderseits.