Gestern am Tag des Hl.Hubertus, des Fürsprechers der Jäger und Hunde, ging es in den Wald.
Diesmal Barhuf, was einen sehr ruhiges Tempo zur Folge hatte. Ich reite zur Zeit abwechseln Barhuf und mit Hufschuhen (die alten Equine fusion Größe 13), damit der Huf etwas abgehärteter wird. Nun werde ich das Barhuf-Experiment aber zu den Akten legen. Es macht keinen Spaß größtenteils im Schritt durch die Landschaft zu schleichen, weil das Pferd sonst fühlig geht oder sogar lahmt.
Ich weiss jetzt aber, das sie Barhuf nicht stolpert, und mit den Schuhen Größe 13 nur ganz wenig.
Meinen kaputten Hufschuh habe ich inzwischen zum Schuster meines Vertrauens nach Gransee gebracht. Er hat kein Problem gesehen und ich konnte ihn 1 Stunde später wieder abholen. Das Loch war geklebt.
Meine skeptische Bemerkung (manchmal könnte ich mich Ohrfeigen für mein Mundwerk) "Mal sehen wie lange das hält?" wurde im Brustton der Überzeugung mit einem "Das hält!" gekontert. Die ersten 12 km hat es bereits gehalten.
Leider habe ich den Schuster nicht die Naht reparieren lassen. Das wollte ich selbst machen. Ein Fehler, wie sich später herausstellte, als ich versuchte mit einer Zange die Nadel durch die Kunststoffsohle zu ziehen. Die Nadel war bald verbogen und das Ergebniss sehr unbefriedigend. Ich denke es hält erst mal durch den Kleber, wenn die Naht doch weiter aufgeht, muss ich wieder nach Gransee fahren, zum Schuster, und es vom Fachmann nähen lassen.
Unser Ritt war also sehr entspannt. Viele Pilzsammler waren unterwegs und hattten auch Pilze in ihren Körben. Auch eine nicht so schöne Begegnung blieb uns leider nicht erspart.
Am Rande des Weges lag ein toter Dammhirsch. Duch die Krähen waren wir bereits aufmerksam geworden und ich konnte das Pferd dazu überreden, mit etwas Abstand, an dem Kadaver vorbeizugehen. Da der Schimmel natürlich verunsichert war, habe ich mich nicht getraut ein Foto von dem Hirsch zu machen. Absteigen wollte ich auch nicht, solche "Begegnungen" sollen für mein Reitpferd so normal wie möglich ablaufen. Der Hirsch hatte noch sein prächtiges Geweih und war anscheinend noch nicht lange tot. Der Fundort aber doch sehr ungewöhnlich an einem breiten hellen Weg. Zieht sich Wild nicht zum Sterben ins Unterholz zurück? Dazu lag der Fundort weitab von der Brunst-Arena, wo man solche entkräfteten Hirsche eher vermuten würde.
Ich habe gehört, das Leute geben soll, die solchen "Brunstopfern" also Hirschen die geschwächt an der Brunst-Arena sterben das Geweih absägen, was natürlich Wilderei und verboten ist. Da dieser Hirsch noch seinen prächtigen Schmuck hatte, war ich froh, als mir im Dorf gleich als erstes ein Jäger über den Weg lief, und ich ihm von dem Fund berichten konnte. Währe doch schade, wenn so ein schönes Geweih in falsche Hände kommt. Den Rest des Kadavers hätte ich gerne den Krähen und Füchsen gegönnt, aber er lag dort wirklich etwas unpassend. Mal sehen, ob was passiert ist, wenn ich das nächste Mal an dieser Stelle vorbeikomme.
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Sonntag, 4. November 2012
Montag, 10. November 2008
Treibjagd
Am Samstag war schönes Wetter angesagt, und ich wollte so gerne mal wieder in den Birkholzgrund. Eine besonders schöne Stelle mitten in unserem Wald mit vielen Eichen, Buchen und Lärchen. Vor Zeiten stand dort mal ein Teerofen und später eine Försterei. Geblieben sind Reste von Ruinen und eine romantische Waldlichtung.
(Auf dem Bild der Birkholzgrund am 07.10.07)
Mein Grauschimmel (das Winterfell ist wieder recht dunkel geworden) hat sich in letzter Zeit akzeptabel aufgeführt, genügend Kondition müßte nach 5 Monaten unter dem Sattel auch da sein, und so wollte ich diesen etwas längeren Ausritt wagen. Das Reittier "guckte komisch" als ich mein Sattelzeug zum Stall brachte. Wie ich dann mit dem Halfter in der Hand den Auslauf betrat war kein Schimmelchen mehr zu sehen. Sie hatte sich zwischen größeren Genossen "versteckt". Aber ich umrundete den Traber, der anscheinend gerne mit mir mitkommen wollte, um dann den Schimmel zu "entdecken". Putzen, Satteln, u.s.w. endlich konnte es losgehen. Mir war jetzt schon warm und ich würde noch richtig ins Schwitzen kommen, denn die warmen Unterhosen und der Wollpullover waren vielleicht doch nicht so ganz dem schönen Wetter angemessen. Zuerst aber zu Fuß über die Straße, und es würde nicht der letzte Fußmarsch bleiben, denn durch den Birkholzgrund werde ich das Pferd auch führen. Der Weg ist dort sehr grob geschottert, nichts für unbeschlagene Hufe.
Beim Gelände des örtlichen Jagdvereins stehen sehr viele Autos, Kinder spielten Hunde bellten, großes hin und her. Sicherlich eine Feier dachte ich mir und grüßte den netten Förster (oder Jäger?) der gerade zu seinem Auto ging. Nun aber aufs Pferd und ab in den Wald. Zuerst der Kiefernwald mit seinen Sandwegen in dem wir regelmäßig reiten, dann ab ins "Laubdichten-Gestell" (Jawoll so heiß es und so ist es auch). Natürlich konnte sich mein Pferd nicht verkneifen nachzufragen, ob es wirklich mein ernst ist diesen Weg einzuschlagen und nicht, wie immer, geradeaus weiterzugehen? Das Pferd paßt auf, es könnte ja sein, das Frauchen sich in der Richtung irrt! Trab und Galopp, dann wieder Trab, wunderschön gleichmäßig und raumgreifend. An der Seite die Reste des Baumes über den der Traber damals gesprungen ist, wie lange war ich nicht mehr hier! Gleich muß Dammwild kommen, hier ist immer Dammwild, und tatsächlich, zwei Muttertiere mit Jungen kreuzen unseren Weg. Meinen Grauschimmel interessiert das alles wenig, weder Wild noch Gestrüpp oder Baumstämme. Etwas unheimlich scheint ihr aber der Bodenbelag zu sein. Wir traben über eine dicke Laubschicht, das kennt sie noch nicht, es raschelt. Ich halte sie in der Mitte der Fahrspur, so kann sie nicht in der Fahrrinne in durchs Laub verdeckte Pfützen treten. Langsam kommt der Kopf des Pferdes entspannt nach unten, sie streckt sich, der Trab immer noch gleichmäßig. Auch meine Muskeln melden sich, also Schritt. Das Durchparieren müssen wir noch üben, sie bremst wie ein Schiff. Nun schwitze ich richtig. Kurzer Kontrollgriff an den Hals des Pferdchens, auch dort deutliche Wärme. Wir bummeln weiter durchs Laub, vorbei an einer zerfallen Hütte, großen Birken und Tannen. Vor uns liegt ein alter breiter Weg, das "Mutzer-Gestell", hier können gut zwei Autos nebeneinander fahren. Tun sie aber nicht. Er ist unbefestigt löchrig, voller Laub. Der Wald an den Seiten ungewohnt hell, denn die Laubbäume sind um diese Jahreszeit kahl. Noch nie war ich im November an dieser Stelle im Wald. Ein Stück können wir noch traben immer schön im Slalom um die Löcher, aber dann beginnen die Befestigungen. Hier steht auch ein PKW mit Anhänger, also sind doch noch Jäger unterwegs. Ich steige ab, und führe mein Pferd. Vor wenigen Monaten waren hier am Wegesrand noch hohe Holzstapel, nun sind sie alle abgefahren. Ich genieße den freien Blick durch die kahlen Laubbäume, auf die Waldlichtung. Bald ist die schlechte Wegstrecke geschafft. Waren hier nicht oft Wildschweine? Heute kann ich nichts entdecken, nur wieder Dammwild. Also ab in den Sattel und weiter. Der Grauschimmel ist der Meinung nun könnte es mal wieder schneller gehen. Aber vor uns sehe ich schon wieder einen PKW mit Anhänger, so bleibt es erstmal beim Schritt. Hinter den PKW ein Hochstand und freie Sicht, nun könnten wir wieder traben, als mich plötzlich mit ruhiger Stimme jemand anspricht: "Hallo junge Frau." ich fühle mich geehrt und halte Ausschau nach dem Kavalier, den ich dann auf dem Hochstand entdecke. Das hatte ich auch noch nicht, ein Hochstand der besetzt ist! Der ältere Herr reckt sich aus seinem Versteck und blickt auf uns herab. Mein Traber hätte einen Herzinfakt bekommen vor Schreck. Der Schimmel bleibt cool, super Pferdchen! "Wissen sie denn nicht, das hier eine Treibjagd ist?" "Treibjagd?" ich gucke erschrocken ins Gebüsch "Wo sind denn die Treiber?" "Jetzt haben wir uns alle auf Ansitze verteilt." "Aha, woher soll ich wissen das hier eine Treibjagd ist? Im vergangenen Jahr standen Schilder, da bin ich dann auch nicht langgeritten!" Dem Schimmel ist unser Gespräch langweilig und er nimmt auf eigene Faust einen Weg unter die Hufe. "Nicht dort entlang!" schallt es erschrocken aus dem Hochstand. Ist wahrscheinlich die freie Schneise in der er das Wild erwartet. "Am besten sie reiten wieder zurück und dann den schwarzen Weg." Das werde ich nicht tun, denn dieser Weg ist sehr nass und schlecht und gerade dort hatte ich ja den anderen PKW gesehen. Außerdem beschleicht mich der Verdacht, das er von dort das Wild erwartet, ich also quasi als Treiber fungieren soll. Nach einigem hin und her einigen wir uns auf einen ungefährlichen Weg, auf dem ich auch nach hause komme. Es wird auch höchste Zeit, denn abgelenkt durch das Gespräch habe ich mich in meine Zügel verheddert und das Pferd nicht mehr so recht unter Kontrolle. Ist ja auch aufregend, Treibjagd! Und wir mittendrin! Unser Start fällt spritzig aus und auf dem Weg in sichere Gefilde knallt es zweimal in der Nähe. Sicher die Jagdgenossen unseres neuen Bekannten. Bald sind wir aus der angeblichen Gefahrenzone und können den Wald wieder im Schritt genießen. Das Pferd schlägt immer wieder Trab vor, ich muß es durchparieren, es wird noch eine Weile dauern, bis sie akzeptiert, das es langsam nach hause geht. Das letzte Stück steige ich wieder ab und lockere den Sattelgurt. Sie ist immer noch nass, vor allem an Hals und Brust. Auch ich bin durchgeschwitzt, da zu warm angezogen. Als wir zu hause ankommen stelle ich den Schimmel zu den anderen Pferden in den Auslauf und bürste, nachdem ich mich umgezogen habe, das inzwischen trockene Fell kräftig durch. Sie genießt es, so wie ich den Ausritt genossen habe. Es war ein schöner Tag im trüben Nebelherbst dieses Jahres.
Freitag, 12. September 2008
Ein Jäger aus Kurpfalz ?
Wie der Titel schon andeutet, hatte ich heute eine Begegnung der besonderen Art, doch ganz anders als erwartet.
Aber von Anfang an: Ich war wieder mit meiner kleinen Schimmelstute unterwegs. Im Baumarkt hatte ich mir neue Zügel besorgt (2 Stück 2,50 m Hanfseil a 2,00 €) und wollte nun ihre Eignung als geteilte Lenkhilfe testen. Ich hoffe im Dezember auf der Hippoligika was besseres preisgünstig erwerben zu können. Die Seile sehen super aus, liegen aber nicht so gut in der Hand wie Leder, sind rau und pieksig (hätte ich noch mal die Wahl würde ich die gewachsten nehmen, auch wenn die nicht so fetzig aussehen). Ansonsten haben die "Zügel" den Test bestanden und bis zur Hippologika wird es wohl gehen.
Wir traben also so schön durch den Wald, grüßen freundlich einen Pilzsammler, der auch zurückgrüßt, was mich freut weil ich dann auch sicher bin, das Pferdchen die durchs Unterholz kriechende Gestalt als Mensch einordnet und nicht eventuell als Säbelzahntiger.
Am liebsten habe ich Pilzsammer die sich laut unterhalten. Zwei mit schweren Körben beladenen Damen habe ich am letzten Wochenende mit Lob überhäuft wegen ihrer lauten Unterhaltung. Dieses Lob wurde dankbar aufgenommen, die Damen haben mir gestanden, das sie unsicher waren, wie sie sich bei der Begegnung mit Reitern/Pferden verhalten sollten. Ein Schwätzchen mit Passanten ist immer angebracht.
Wir traben also schön vor uns hin, als mitten auf unserem für Autos gesperrten Waldweg ein grünes Auto steht. Kurzer Blick, aha der Förster, oder besser 2 Förster die sich an den offenen Autotüren unterhalten. "Kein Problem" erkläre ich dem Schimmel "wir gehen dran vorbei". Mein bis dato immer gehorsames und mutiges Pferd war aber, zu meinem Erstaunen, anderer Meinung und kündigte 10 m vor dem Auto die Mitarbeit. "Da gehe ich nicht vorbei" waren ihre Worte. "Das ist doch nur ein harmloses Auto, sowas fürchtest du doch sonst auch nicht " argumentierte ich dagegen. Nun mischten sich auch die Förster in unser Gespräch "Am besten sie nehmen den anderen Weg (wir waren an einer Kreuzung) wenn sie an uns vorbeireiten bekommen sie Probleme". Mein Pferd schlug mir gerade den selben Weg vor, der auch von den Förstern favoritisiert wurde."Probleme hab ich schon." erklärte ich (war ja auch nicht zu übersehen gerade versuchte meine Stute eine Kehrtwendung in die andere Richtung) "das Pferd ist jung und muß lernen. Gibt es denn eine Grund warum ich an ihnen nicht vorbeikann, Baumfällung oder so ?". Das wurde verneint. Also Augen zu und durch. Ich wäre auch abgestiegen und hätte das Pferd an dem Auto vorbeigeführt, aber vorbei mußte es. Schließlich hat die Kleine es eingesehen und ging diszipliniert wenn auch aufgeregt an dem Auto vorbei. Nun konnte ich den Grund der Weigerung meines Schimmels erkennen. Durch die offenen Autotüren wurde ein Anhänger verdeckt auf dem totes Damwild lag. Meine Förster waren also gar keine Förster sondern, in diesem Fall, Jäger. "Jetzt weiß ich warum mein Pferd nicht an ihnen vorbei wollte, sie hat das Blut gerochen." "Genau" sagte der Jäger, "deshalb hatten wir ihnen ja auch den anderen Weg vorgeschlagen."
Mir gab die ganze Geschichte dann doch zu denken. Niemals hätte ich gedacht, das Pferde so einen guten Geruchssinn haben und auf die Entfernung Blut riechen können. Ich habe nichts gerochen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für manches Problem, welches ich mit meinem Traber an bestimmten Stellen im Wald hatte.
Und noch etwas anderes habe ich gelernt, Jäger sind nette Menschen (trotz manchmal komischer Schilder im Wald - siehe Post vom letzten Herbst) und begegnen Reitern freundlich.
Was hat mein Pferdchen gelernt ? Frauchen ist der Chef und wo sie mit langgeht ist es ungefährlich auch wenn es stinkt.
Aber von Anfang an: Ich war wieder mit meiner kleinen Schimmelstute unterwegs. Im Baumarkt hatte ich mir neue Zügel besorgt (2 Stück 2,50 m Hanfseil a 2,00 €) und wollte nun ihre Eignung als geteilte Lenkhilfe testen. Ich hoffe im Dezember auf der Hippoligika was besseres preisgünstig erwerben zu können. Die Seile sehen super aus, liegen aber nicht so gut in der Hand wie Leder, sind rau und pieksig (hätte ich noch mal die Wahl würde ich die gewachsten nehmen, auch wenn die nicht so fetzig aussehen). Ansonsten haben die "Zügel" den Test bestanden und bis zur Hippologika wird es wohl gehen.
Wir traben also so schön durch den Wald, grüßen freundlich einen Pilzsammler, der auch zurückgrüßt, was mich freut weil ich dann auch sicher bin, das Pferdchen die durchs Unterholz kriechende Gestalt als Mensch einordnet und nicht eventuell als Säbelzahntiger.
Am liebsten habe ich Pilzsammer die sich laut unterhalten. Zwei mit schweren Körben beladenen Damen habe ich am letzten Wochenende mit Lob überhäuft wegen ihrer lauten Unterhaltung. Dieses Lob wurde dankbar aufgenommen, die Damen haben mir gestanden, das sie unsicher waren, wie sie sich bei der Begegnung mit Reitern/Pferden verhalten sollten. Ein Schwätzchen mit Passanten ist immer angebracht.
Wir traben also schön vor uns hin, als mitten auf unserem für Autos gesperrten Waldweg ein grünes Auto steht. Kurzer Blick, aha der Förster, oder besser 2 Förster die sich an den offenen Autotüren unterhalten. "Kein Problem" erkläre ich dem Schimmel "wir gehen dran vorbei". Mein bis dato immer gehorsames und mutiges Pferd war aber, zu meinem Erstaunen, anderer Meinung und kündigte 10 m vor dem Auto die Mitarbeit. "Da gehe ich nicht vorbei" waren ihre Worte. "Das ist doch nur ein harmloses Auto, sowas fürchtest du doch sonst auch nicht " argumentierte ich dagegen. Nun mischten sich auch die Förster in unser Gespräch "Am besten sie nehmen den anderen Weg (wir waren an einer Kreuzung) wenn sie an uns vorbeireiten bekommen sie Probleme". Mein Pferd schlug mir gerade den selben Weg vor, der auch von den Förstern favoritisiert wurde."Probleme hab ich schon." erklärte ich (war ja auch nicht zu übersehen gerade versuchte meine Stute eine Kehrtwendung in die andere Richtung) "das Pferd ist jung und muß lernen. Gibt es denn eine Grund warum ich an ihnen nicht vorbeikann, Baumfällung oder so ?". Das wurde verneint. Also Augen zu und durch. Ich wäre auch abgestiegen und hätte das Pferd an dem Auto vorbeigeführt, aber vorbei mußte es. Schließlich hat die Kleine es eingesehen und ging diszipliniert wenn auch aufgeregt an dem Auto vorbei. Nun konnte ich den Grund der Weigerung meines Schimmels erkennen. Durch die offenen Autotüren wurde ein Anhänger verdeckt auf dem totes Damwild lag. Meine Förster waren also gar keine Förster sondern, in diesem Fall, Jäger. "Jetzt weiß ich warum mein Pferd nicht an ihnen vorbei wollte, sie hat das Blut gerochen." "Genau" sagte der Jäger, "deshalb hatten wir ihnen ja auch den anderen Weg vorgeschlagen."
Mir gab die ganze Geschichte dann doch zu denken. Niemals hätte ich gedacht, das Pferde so einen guten Geruchssinn haben und auf die Entfernung Blut riechen können. Ich habe nichts gerochen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für manches Problem, welches ich mit meinem Traber an bestimmten Stellen im Wald hatte.
Und noch etwas anderes habe ich gelernt, Jäger sind nette Menschen (trotz manchmal komischer Schilder im Wald - siehe Post vom letzten Herbst) und begegnen Reitern freundlich.
Was hat mein Pferdchen gelernt ? Frauchen ist der Chef und wo sie mit langgeht ist es ungefährlich auch wenn es stinkt.
Montag, 21. Januar 2008
Wieder freie Wege
Nun komme ich endlich dazu vom meinem Ausflug zu Pferde am 14.01. zu berichten. Das Wetter war akzeptabel, der Putzvorgang etwas langwieriger. Mein Großer hatte sich gründlich gewälzt. Zum Glück war der Dreck schon fast trocken. Fast hätte ich die kleinen Packtaschen mitgenommen um Handschuhe und andere Ausrüstungsgegenstände zu verstauen, die ich unterwegs ausprobieren wollte. Bei dem Gedanken daran, wie mein Ross auf Packtaschen reagiert ( jetzt machen wir mal ganz sinnig, es wird sichen eine längere Tour) habe ich dann doch eine andere Lösung für das Gepäckproblem gefunden (alles mit Sicherheitsnadeln innen an der Jacke befestigt). In der Endkonsequenz waren die ganzen Vorsorgen mal wieder übertrieben, die neuen Handschuhe (Thinsulate-Penny) trugen sich super.
Auch unser Ausflug war schön. Die Waldwege weich und nur an wenigen Stellen festgefahrene und noch nicht aufgetaute Eisplatten. Genausoeine Stelle war es dann aber, auf die mein Pferd geriet, als es mir einen anderen Weg vorschlagen wollte, als den den ich geplant hatte. Zum Glück hat er ja vier Beine mit denen man auf Eis besseren Halt findet als mit zwei Beinen. Ins Schwitzen bin ich trotzdem gekommen. Er hat dann letztendlich, wenn auch unter Protest, meine Trassenführung akzeptiert.
Denn ich wollte mir mal wieder die Wege mit den Schildern "Lebensgefahr Jagd" und den quergelegten Bäumen ansehen. Da es eine etwas längerer Tour war bin ich auch unterwegs mal ein Stück gelaufen. Nicht weil mir kalt war, aber das Sitzfleisch und die Füsse waren solche Strapatzen nicht mehr gewöhnt. Und siehe da, die Schilder weg und auch die Bäume fein säuberlich vom Weg geräumt. Super, dann kann ich ja sicher bis zum September wieder auf allen Wegen reiten.
Ich freue mich schon auf den Frühling, bis dahin gibt es aber sicher noch die eine oder andere schöne Wetterlage mit gleichzeitigem Arbeitsfrei, die ich für eine kleinen ruhigen Ausflug nutzen kann.
Auch unser Ausflug war schön. Die Waldwege weich und nur an wenigen Stellen festgefahrene und noch nicht aufgetaute Eisplatten. Genausoeine Stelle war es dann aber, auf die mein Pferd geriet, als es mir einen anderen Weg vorschlagen wollte, als den den ich geplant hatte. Zum Glück hat er ja vier Beine mit denen man auf Eis besseren Halt findet als mit zwei Beinen. Ins Schwitzen bin ich trotzdem gekommen. Er hat dann letztendlich, wenn auch unter Protest, meine Trassenführung akzeptiert.
Denn ich wollte mir mal wieder die Wege mit den Schildern "Lebensgefahr Jagd" und den quergelegten Bäumen ansehen. Da es eine etwas längerer Tour war bin ich auch unterwegs mal ein Stück gelaufen. Nicht weil mir kalt war, aber das Sitzfleisch und die Füsse waren solche Strapatzen nicht mehr gewöhnt. Und siehe da, die Schilder weg und auch die Bäume fein säuberlich vom Weg geräumt. Super, dann kann ich ja sicher bis zum September wieder auf allen Wegen reiten.
Ich freue mich schon auf den Frühling, bis dahin gibt es aber sicher noch die eine oder andere schöne Wetterlage mit gleichzeitigem Arbeitsfrei, die ich für eine kleinen ruhigen Ausflug nutzen kann.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Reiten im Gelände mit "Naturhindernissen" Teil 2
Gestern bin ich wieder an den "gesperrten" Wegen vorbeigekommen. Wie gesagt, ich muß die Strecke nicht reiten es gibt noch andere schöne unbefestigte Wege. Ich habe besagtes Gelände also nur am Rande gestreift, als mir ein leuchtend weißes Schild an einem Hochstand ins Auge springt. Bei näherem besehen ist es ein mit Computer beschriebenes A5 Blatt in einer Klarsichtfolie mit folgendem Text: ACHTUNG JAGD; LEBENSGEFAHR. Ich dachte ich sehen nicht richtig. Sicherlich ist es gefährlich, wenn gejagt wird, aber doch wohl für die Rehe und nicht für Reiter, Jogger oder Pilzsucher und soweit ich weiss, können Rehe nicht lesen. Oder doch ... vielleicht hab ich ja was verpasst ? Ich bin später extra noch mal hin um zu fotografieren, leider ist das Foto nicht gelungen, man sieht nur das Schild Schrift ist nicht zu erkennen, hab aber Zeugen.Wie gesagt, man nimmt ja Rücksicht, wenn da stehen würde - Jagd am soundsovielten oder Jagd von dann bis dann - könnte ich das ja auch noch verstehen. Aber was wird wenn nun jeder Jäger sein Revier so aggressiv absteckt ? Ist der Wald dann nur noch für Jäger da ? Soweit ich weiß, ist Jagen auch nur ein Hobby, genau wie Reiten, Joggen oder Pilzesammeln.
Viele Grüße aus dem schönen Brandenburg
von Katharina
Dienstag, 18. September 2007
Reiten im Gelände mit "Naturhindernissen"?
Etwas verwirrt war ich schon, als vor ein paar Tagen auf einem Waldweg ein Baum meinen Tatendrang bremste. Er lag quer über den Weg, noch mit allen Ästen bestückt und bot außer einem traurigen Eindruck auch ein unüberwindliches Hindernis. Schade dachte ich, die schöne Kiefer vom Unwetter gefällt! Ein Glück, dass es nicht die große Eiche daneben erwischt hat.Da das Pferd nicht ganz so enttäuscht war wie ich und sich selbstständig eine Abkürzung suchen wollte, war meine Aufmerksamkeit erstmal abgelenkt und ich kam nicht dazu darüber nachzudenken, wann denn der letzte Sturm war. Was solls dachte ich die nächste Schneise rein und ausnahmsweise mal durchs Unterholz, eine Autospur und Wildwechsel machten es leicht, auf den nächsten Querweg und dann wieder auf die alte Trasse. Ein superschöner, abgelegener und vor allem unbefestigter Waldweg. Herrlich für meine Nerven und super für Pferdis unbeschlagene Hufe. Nach 100 m wieder ein Baum!!! Diesmal eine Traubenkirsche nicht ganz so große Äste und daher auch nicht unüberwindlich aber eindeutig abgesägt!
Hmm...
Nun erinnerte ich mich auch dass im letzten Herbst ein Absperrband über den Weg gespannt war. Das Band hatte ich akzeptiert (Treibjagd ?)und mir einen anderen Weg gsucht. In unserem Wald herrscht an Wegen kein Mangel und wer kommt schon gerne einem Jäger in die Quere zumal allein unterwegs.
Aber nun war ich doch etwas verärgert. Da mein Pferd dazu neigt sich für ein Springpferd zu halten, ich aber nicht mal das kleine Reitabzeichen habe bin ich runter vom Pferd, rüber über den Stamm und das Blattwerk, dem Pferd zeigen wie man gesittet darüber steigt, dann eine Aufsteihilfe suchen und wieder rauf aufs hohe Ross. Uff...
Etwas war mir der Spass nun aber doch vergangen. Daher kam mir die nächste Kreuzung recht um mal einen schön breiten und mit großen Fahrzeug frisch befahrenen Weg auzuprobieren, den ich noch nicht kannte. Frische Hufspuren zeigten, das ein Reiterpaar vor kurzem die gleiche Idee gehabt hatte. Ich habe seit den 5 Jahren die ich in dem Wald reite noch nie einen anderen Reiter getroffen. Wie so oft im Leben fing der Weg schön an und entwickelte sich dann doch, durch diverse Befestigungen, zu einem Problem für Pferdis Hufe.
Naja, das Ende war in Sicht und diesmal eine Barrikade!!! Jedenfalls kein einfacher gefällter Baum sondern gleich mehrere hintereinander und versetzt, dafür ohne Äste. Ich bin nicht mehr die jüngste und hatte nicht viel Lust auf absteigen und vor allem wieder raufklettern, also wieder durch die Büsche, auf den nächsten Weg Richtung Heimat. War super, Pferdi lief wie auf Wolken. Aber Ihr könnt es Euch denken gnadenlos erschien wieder ein frischgefällter Baum auf dem Weg. Diesmal eine Birke ohne Äste. Na gut, ich hatte dem Pferd ja gezeigt wie man solche Hindernisse bewältigt, er hatte es aber nicht verinnerlicht und sprang aus dem Schritt darüber, eben ein Springpferd.
Nun frage ich mich, was das soll ? Es ist wirklich soweit von der Strasse weg, dass ich mir nicht vorstellen kann, das dort Autos gestoppt werden sollen. Für Reiter ist so ein Baumstamm auch kein wirkliches Hindernis. Was wenn der Wald brennt oder ein Pilzsammler/Radfahrer/Reiter mal Hilfe braucht. Wie kommt dann die Feuerwehr über die Baumstämme? und darf man einfach so Wege sperren?
Hals und Beinbruch
wünscht Katharina
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