Dienstag, 8. Januar 2013

Freizeitpferd in gute Hände abzugeben

Es hat sich im Sommer schon abgezeichnet, das die schwere Arbeit mit 4 Pferden auf Dauer zu viel für meine Knochen ist. Im Sommer ist es meine Aufgabe die winterliche Einstreu zu entfernen, also alles raus bis auf den Boden und auf den Misthaufen Karren.Bisher nie ein Problem. Hinterher habe ich dann noch fröhlich die Hecke geschnitten und den Rasen gemäht. August 2012 begann es dann mit dem sogenannten Tennisarm und ist bis jetzt nicht wirklich weg. Trotz Tabletten, Spritzen und was es sonst noch so gibt. Im Klartext ich bin rein körperlich nicht mehr in der Lage, die Pferde ordnungsgemäß zu versorgen. Mein Mann muss nun mehr tun, solange er noch kann.
Einzige möglich Schlußfolgerung, es sind zuviele Pferde. Nach langem überlegen habe ich mich nun entschlossen mich von meinem Traber, auf dem ich viele Jahre geritten bin zu trennen. Er ist nicht mehr der Jüngste, im Mai 1997 geboren, aber kerngesund und kann sicher noch viele Jahre im Freizeitbereich Freude bereiten. Ich habe in vielen Posts in diesem Blog von meinen Erlebnissen mit ihm berichtet. Er ist das letzte mal im Mai 2009 geritten worden, seit dem steht er bei uns nur rum. Ich bin damals auf den Araber umgestiegen. Der Traber war mir auf meine "alten Tage" zu schwungvoll in den Gängen. Wer Traber geritten ist weiss, wovon ich rede. Es ist ein komplett anderes Gangwerk als bei Arabern und wohl eher was für jüngere Leute. Er ist sehr eifrig unter dem Sattel, aber kein Durchgänger. Der Braune war nie krank, nie lahm und hat sich immer gefreut, wenn ich mit dem Sattel kam. Er ist ca 163cm groß, braun mit einem Sternchen. Einziges Manko, im Vergleich zu meiner Araberstute, ist er nicht der Mutigste. Aber mutig genug um in der Vergangenheit über 2.000 km ohne größere Probleme alleine mit Ihm durch die "Wildnis" zu streifen. Bis auf eine Saison war er immer Barhuf. Er ist verträglich mit anderen Pferden, versucht aber erst mal sich aufzuspielen. Ausreiten mit anderen bisher immer Top. Er ist kein Kutschpferd, wir haben das Einspannen verbockt. Er ist bei uns geboren und aufgewachsen, war aber zur Ausbildung zeitweilig auch in anderen Reitställen. Er war nicht auf der Rennbahn, ist halfterführig, schmiede- und verladefromm und sehr menschenbezogen. Selbstverständlich regelmäßig entwurmt, geimpft und mit Equidenpass, nicht wirklich straßensicher.
Ich wünsche mir für ihn Pferdegesellschaft, und eine Aufgabe im Freizeit- oder Wanderreiterbereich.
Wer Interesse hat, bitte per Email melden.

Freitag, 7. Dezember 2012

Winterpause

Seit Mitte November bin ich nun schon in der "Winterreitpause". Bei Kälte, Nässe und Sturm bleib ich lieber zu hause. Im März fängt die neue Saison an. Bis dahin wird das Reitzeug geputzt und gewaschen.
Natürlich bietet sich der eine oder andere Tag für einen Spatziergang an und auch die Hunde müssen täglich ausgiebig bewegt werden.
Der lange Schatten bin ich.

Sonntag, 11. November 2012

Kurzer Ausflug

Nachdem am Mittwoch die Hufe des Schimmels ausgeschnitten wurden waren wir heute wieder mit Hufschuhen unterwegs. Am Anfang alles top, dann ging sie aber mehr und mehr fühlig.
Da ich damit, so kurz nach dem Ausschneiden, gerechnet hatte (die Equine haben nur eine dünne Sohle). War die gewählte Strecke nicht allzulang.
Natürlich sind wieder an dem Hirschkadaver vorbeigekommen. Er lag jetzt einige Meter vom Weg entfernt im Gehölz. Nur noch das abgefressene Gerippe und die Vorderläufe waren von dem Hirsch übriggeblieben. Für Kolkraben und co immer noch ein Festessen.

Sonntag, 4. November 2012

Hubertustag

Gestern am Tag des Hl.Hubertus, des Fürsprechers der Jäger und Hunde, ging es in den Wald.
Diesmal Barhuf, was einen sehr ruhiges Tempo zur Folge hatte. Ich reite zur Zeit abwechseln Barhuf und mit Hufschuhen (die alten Equine fusion Größe 13), damit der Huf etwas abgehärteter wird. Nun werde ich das Barhuf-Experiment aber zu den Akten legen. Es macht keinen Spaß größtenteils im Schritt durch die Landschaft zu schleichen, weil das Pferd sonst fühlig geht oder sogar lahmt.
Ich weiss jetzt aber, das sie Barhuf nicht stolpert, und mit den Schuhen Größe 13 nur ganz wenig.
Meinen kaputten Hufschuh habe ich inzwischen zum Schuster meines Vertrauens nach Gransee gebracht. Er hat kein Problem gesehen und ich konnte ihn 1 Stunde später wieder abholen. Das Loch war geklebt.
Meine skeptische Bemerkung (manchmal könnte ich mich Ohrfeigen für mein Mundwerk) "Mal sehen wie lange das hält?" wurde im Brustton der Überzeugung mit einem "Das hält!" gekontert. Die ersten 12 km hat es bereits gehalten.
Leider habe ich den Schuster nicht die Naht reparieren lassen. Das wollte ich selbst machen. Ein Fehler, wie sich später herausstellte, als ich versuchte mit einer Zange die Nadel durch die Kunststoffsohle zu ziehen. Die Nadel war bald verbogen und das Ergebniss sehr unbefriedigend. Ich denke es hält erst mal durch den Kleber, wenn die Naht doch weiter aufgeht, muss ich wieder nach Gransee fahren, zum Schuster, und es vom Fachmann nähen lassen.
Unser Ritt war also sehr entspannt. Viele Pilzsammler waren unterwegs und hattten auch Pilze in ihren Körben. Auch eine nicht so schöne Begegnung blieb uns leider nicht erspart.
Am Rande des Weges lag ein toter Dammhirsch. Duch die Krähen waren wir bereits aufmerksam geworden und ich konnte das Pferd dazu überreden, mit etwas Abstand, an dem Kadaver vorbeizugehen. Da der Schimmel natürlich verunsichert war, habe ich mich nicht getraut ein Foto von dem Hirsch zu machen. Absteigen wollte ich auch nicht, solche "Begegnungen" sollen für mein Reitpferd so normal wie möglich ablaufen. Der Hirsch hatte noch sein prächtiges Geweih und war anscheinend noch nicht lange tot. Der Fundort aber doch sehr ungewöhnlich an einem breiten hellen Weg. Zieht sich Wild nicht zum Sterben ins Unterholz zurück? Dazu lag der Fundort weitab von der Brunst-Arena, wo man solche entkräfteten Hirsche eher vermuten würde.
Ich habe gehört, das Leute geben soll, die solchen "Brunstopfern" also Hirschen die geschwächt an der Brunst-Arena sterben das Geweih absägen, was natürlich Wilderei und verboten ist. Da dieser Hirsch noch seinen prächtigen Schmuck hatte, war ich froh, als mir im Dorf gleich als erstes ein Jäger über den Weg lief, und ich ihm von dem Fund berichten konnte. Währe doch schade, wenn so ein schönes Geweih in falsche Hände kommt. Den Rest des Kadavers hätte ich gerne den Krähen und Füchsen gegönnt, aber er lag dort wirklich etwas unpassend. Mal sehen, ob was passiert ist, wenn ich das nächste Mal an dieser Stelle vorbeikomme.

Samstag, 27. Oktober 2012

Hufschuhe oder Beschlag ?

Nach meinem dritten Ausflug mit den Equine fusion Größe 14 hat sich herausgestellt, das es wohl doch nicht die richtige Größe für den Schimmel ist.
Sie ist so was von gestolpert, das ich es mit der Angst zu tun bekommen habe.
Die Stolperei nur im Trab und auf beiden Vorderbeinen. Natürlich bin ich abgestiegen, konnte aber nichts entdecken. Alle Riemen waren wo sie hingehören und die Schuhe saßen fest am Huf.
Ich habe dann abgekürzt und das Stolpern war fast weg. Wahrscheinlich also auch eine Frage der Motivation.
Trotzdem habe ich, nun erst recht, abseits des Weges, das Treten über Baumstämmen geübt. Sie soll lernen die Beine zu heben.
Nach einer schlaflosen Nacht bin ich entschlossen die Equine fusion Größe 14 wieder zu verkaufen. Sie sind schon in der Waschmaschine und werden dann gleich annonciert. Ich werde auch versuchen die alten 13´ner reparieren zu lassen. Von unserem Kutschpferd sind noch Simple Boots in Größe 3 in eine Kiste. Die müßten auch passen, für den Notfall.
Ich werde morgen erst mal ohne Schuhe reiten, da ich eine größere Tour vorhabe. Dann mal eine kurzen Ritt die Simple Boot ausprobieren, ob sie damit auch stolpert.
Vielleicht gelingt es ja die alten Equine zu reparieren.
Wenn es mit den Problemen so weitergeht gibt es im Frühjahr Hufeisen !

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Equine fusion Hufschuhe eine Nummer größer

Nun war ich schon das zweite Mal mit den neuen Equine fusion Hufschuhen in Größe 14 unterwegs. Für mein Pferd könnten sie schmaler sein, und auch bei der Länge ist noch Luft. Da der Schimmel aber vor allem rechts sehr flach steht und teilweise auf den Ballen läuft, ist die 13 zu kurz. Ich hoffe, das sich die größeren/passenderen? Schuhe nicht so schnell abnutzen.
Das Anziehen wie gewohnt. Nun ist aber mehr Material an den Seiten unter dem Klett zu verstauen. Platz ist, da die Hufe des Schimmels nur 12,5 cm breit sind. Die Riemen sind auch etwas länger und die Frage wohin mit dem langen Stück des Fesselbändchens noch nicht endgültig geklärt. Abschneiden mag ich es nicht, falls ich die Schuhe wieder verkaufen muss.
Das lose Ende vom Trachtenband schiebe ich, wie auch bei den 13´ner Schuhen, mit dem Hufkratzer unter das festgezurrte Stück an der Front, was sehr gut hält und leicht wieder zu lösen ist.
Man sieht, das die Hufe unterschiedlich sind. Der Linke sitzt besser im Schuh, als der flachere rechte Huf.
Beide Ritte gingen über 12 km, größtenteils weiche Waldwege, in allen Gangarten ohne Beanstandung. Der Schimmel ist 3-4 mal im Trab gestolpert, das ist er mit den 13´ner Schuhen aber auch, Barhuf stolpert sie nicht.
Nach dem Ritt habe ich dann wieder ein Foto gemacht.
Alles noch wie vorher, vielleicht die Vorderfront etwas eingeknickter, vor allem wieder rechts.
Ich ziehe die Schuhe aus, binde sie an den Sattel (Ringe des Fesselbändchens) und führe die letzten 10 min nach Hause. So hat das Pferd auch mal Schotter und Asphalt unter den Vorderhufen.
Durch das viele Klett ist das Ausziehen jetzt aber schwieriger. Auch das Fesselbändchen muß per Hand aus den Ringen gefädelt werden.
Nun bin ich wirklich gespannt, ob diese Schuhe länger halten. Denn das war ja der Grund für den Wechsel. Gut gegangen ist der Schimmel auch mit den 13´ner Schuhen.
Spätestens nach dem Kilometer 250 werde ich wieder berichten. Das kann allerdings dauern, denn bei Kälte und Nässe reite ich nicht so gern.
Den kaputten 13´ner Schuh bringt mein Mann morgen zum Schuster. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung.

Samstag, 20. Oktober 2012

Und wieder zum Thema Equine fusion ...

Nun hat sich auch mein Austauschpaar Equine fusion verabschiedet. Ebenfalls nach ca 250 km. Meiner Meinung nach ist es fast der gleiche Schaden, wie beim ersten Paar.
Diesmal begann es mit einem kleinen Riss im Obergewebe (leider nicht dokumentiert) und von mir als eingetretener Stein oder ähnliches Interpretiert. Der Riss wurde größer, bis sich dann auch wieder die Naht löste. Da nun aber auch das Gewebe des Oberschuhs kaputt ist, weiss ich nicht so recht wie ich den Schaden reparieren soll. Lenkerband hält nicht. Noch ist es kein durchgehendes Loch, aber wenn ich so weiterreite reisst es ganz.


Mein Hufschuhhändler, dem ich Fotos geschickt habe, führt den Schaden auf einen Ballentritt zurück. Ich denke wenn, dann schon mehrere Ballentritte. Und nach Kontrolle der alten Fotos befindet sich der Schaden an der gleichen Stelle wie bei dem vorangegegangenen Hufschuhpaar, die Naht ist dort beschädigt, wo das Trachtenbändchen ansetzt, diesmal leider auch das Obergewebe.
Tja, was tun. Langsam geht auch meine "bessere Hälfte" die die Schuhe von Anfang an argwönisch betrachtet hat "Wie lange sollen die halten?" in den Finanzierungs-Streik und meint ich solle zu einem anderen Hersteller wechseln, wo die Schuhe länger als 1/4 Jahr halten, am besten die "Simple boot" wieder anziehen, die sind doch noch gut und haben sooo lange gehalten. Ich mußte erst mal vorrechnen, das ich die sooo oft nicht angezogen habe, weil sie gescheuert haben und Reiten mit den Simple boot auch kein wirkliches Vergnügen ist, zumindest auf einem Araber.
Ich bin nach wie vor von den Equine fusion, für mein Pferd, überzeugt. Aber es ist schon sehr teuer, wenn man alle 3 Monte Hufschuhe für 185,- € braucht. Also habe ich mich 2 Tage im Netz erkundigt und einzig die Glove Backcountrie entdeckt, die vielleicht noch in Frage kämen, da zur Zeit der rechte Huf des Schimmels deformiert ist, von einem Schaden auf der Koppel im Sommer, aber keine wirkliche Alternative.
Nun habe ich meine "Privat Schatulle" geplündert und mir die Equine fusion in Größe 14 gekauft. Bisher hatten wir Größe 13. Diese war von der Länge bei gemachtem Huf gerade so passend und dann trotz Raspeln im laufe der Zeit vielleicht zu klein. Ich finde auch, das sich der Huf meines Pferdes, vielleicht durch das Reiten mit den Hufschuhen, verändert hat. Die neuen Schuhe sind gestern gekommen. Es ist schon ein großer Sprung von Größe 13 zu Größe 14. Die 14ner sind 100g schwerer, auf Grund der dickeren Sohle, 9mm statt 7mm.
Ich bin gleich raus und hab sie dem Schimmel angezogen. Sie sind schon recht breit in der Sohle. Und ob der Huf wirklich vorne im Schuh gehalten wird muß sich im Gebrauch zeigen. Dann auf die Koppel und erstmal laufen lassen. Sie ging damit in allen Gangarten ohne das die Schuhe sich gedreht hätten. Ich glaube verlieren kann man die nicht. Es gibt zwar im Netz auch darüber Berichte, aber ich halte das, bei sorgfältigem Anziehen, für unmöglich. Allerdings hat sie sehr stark "geschmiedet", also mit den Hinterhufen unter/gegen die Vorderhufe getreten. Das kann man ja hören.
Überzeut bin ich nicht von der neuen Größe, aber ich hatte auch bei der Größe 13 zuerst Zweifel, ob sie passen.
Morgen werde ich mit den neuen Schuhen in den Wald reiten. Man wird sehen ...
Ach so, hat noch jemand einen einsamen 13´ner Schuh abzugeben damit mein Paar wieder komplett ist?