Samstag, 3. Mai 2008
Abschied
Ja, so kann es gehen. Noch im November war ich der Meinung meine alte Dame führe ein ausgefülltes Leben. Sicherlich war es auch so. Aber das Leben ist Veränderung. Ihr Zustand verschlechterte sich. Und irgendwann wurde mir klar, das ich die Verantwortung habe für das Pferd. Ein Bild, 1 Jahr alt, zeigte mir deutlich wie sehr sie sich verändert hatte. Meine alte Dame, für mich immer noch so schön wie immer, aber die Wirklichkeit war anders. Das rechte Vorderbein krumm und schief, beim "Laufen" quasi im Wege. Das linke Vorderbein zeigte ebenfalls Verdickungen die auf Athrose hinwiesen. Nun belastete sie die Hinterbeine stärker und bewegte sich kaum noch. Dazu Hautprobleme, denen ich mit Waschungen zu Leibe rückte, mit wenig Erfolg. An den empfindlichen Stellen behandelte ich sie mit Babyöl. Mit den anderen Pferden konnten wir sie nicht mehr zusammenlassen, hauptsächlich da sie oft eine Regendecke tragen mußte. Sie bekam ein abgezäuntes Stück mit eigenem Heu und Wasser, nur ein Elektroband trennte sie von ihrer Herde. Sie machte mir die endgültige Entscheidung nicht leicht. Das Futter schmeckte und sie freute sich wenn ich kam (selbstverständlich auf die Leckerli). Irgendwann war es dann so weit ich sprach das Thema in der Familie an und erntete zuerst Unverständnis. Nach einigen Tagen in denen ich Urlaub hatte und viel Zeit das Pferd zu beobachten stand mein Entschluß fest, der dann auch von der Familie mitgetragen wurde, es ist eine Erlösung für das Pferd, wenn wir uns für das Einschläfern entscheiden. Ich machte mit dem Tierartzt einen Termin, der uns allen Zeit zum Abschiednehmen gab, und dem Pferd noch eine schöne Woche voller Zuwendung. Als es dann so weit war gingen wir auf eine grüne Wiese, sie konnte Gras fressen. Es ging alles ganz schnell. Der Tierartzt würde ihr ihre übliche Schmerzspritze geben dachte sie wohl. Ich kam mir wie ein Verräter vor, als sie umfiel. Hätte sie nicht einfach am Herzschlag sterben können ? Das tun die wenigsten Pferde klärte mich der Tierartzt auf. Die meisten Pferde sterben langsam und leiden oft stundenlang bis sie jemand findet. Das würde meinem Pferd nun erspart bleiben tröstete er mich. Nun ist es 3 Wochen her, das sie gegangen ist. Es war nicht leicht, da wir uns so lange kannten, 23 Jahre und sie immer bei uns am Haus gelebt hat, aber es war die richtige Entscheidung für Sie und auch für uns.
Montag, 10. März 2008
FKK und Schatzsuche im Wald
Manchmal muß man "Leerlauf" überbrücken und bei solchen Gelegenheiten verziehe ich mich gerne ins Internet. Da am Freitag wieder ein Ausritt geplant ist habe ich mal den Namen meines bevorzugten Waldgebietes eingegeben. Eigentlich um mich zu erholen, denn der Tag war vorher aufregend genug
(einer Kollegin aus Schwaben mußte über den Kulturschock einer Brandenburger Frauentagsfeier geholfen werden, das Telefon streickte und ein Entscheider für einen neuen Apperat war nicht erreichbar, zudem hat sich unser wichtigstes Computerprogramm verabschiedet und der Administrator war auch keine Hilfe - überall läuft es nur bei euch nicht -).
Was mir Google da anbot trug aber nicht unbedingt zur Beruhigung oder Erholung bei.
Als erstes fiel mir ein "FKK Forum" ins Auge. Das kann nicht sein, dachte ich, was hat FKK (zu deutsch - für Schwaben - Freikörperkultur, also nackig rumlaufen) mit wandern in der Heide zu tun ? Hier das Zitat aus dem Forum:
Hallo Wanderfreunde, wir wandern am 9.7. in der Heide, wenn laut Wetterbericht am Vortag mindestens 24 Grad zu erwarten sind. Dauer ca 5 Stunden. Die Strecke ist weitgehend barfußgeeignet. Anmeldung und weitere Infos unter ... . Sonnige Grüße Anita und Wolfgang
Ich war geschockt. Mein Wald ist normalerweise menschenleer. Wenn ich auf jedem 10. Ausritt jemanden treffe ist das viel. Nun stellt Euch mal vor, da kommen nackte Leute auf einem Waldweg daher und singen vielleicht noch Wanderlieder. Das währe für mich ein Schock fürs Leben, für mein wackeres Ross sicherlich auch. Eher hätte ich mit Außerirdischen als mit nacken Wanderern gerechnet. Bis heute wußte ich überhaupt nicht, das es sowas gibt (nackte Wanderer selbstverständlich, von Außerirdischen habe ich schon gehört).
Naja, nach Trost und Zuspruch durch meine schwäbische Kollegin lieferte mir Google die nächste neue Lebenserfahrung, einen Bericht über ein (wieder in meinem Wald) verstecktes Cache. Was ist ein Cache ? Ja, das wußte ich bis dahin auch nicht. Es wurden Koordinaten angegeben, unter denen mitten im Wald (ca. 5 km Luftlinie von der nächsten menschlichen Ansiedlung/Parkmöglichkeit entfernt) eine Plastiktüte/Büchse mit unter anderem einem Logbuch versteckt ist. Dieses Cache kann dann von Wanderern gesucht werden, also eine Art "Schatzsuche" mit GPS. Alle Finder schwärmten von dem wunderschönen menschenleeren Wald und dem vielen Wild das sie gesehen haben, aber kein Handy-Netz, null Empfang ... ja leider, wem sagt ihr das. GPS hat aber funktioniert.
Die Tatsache, das das Cache seit 3 Jahren dort liegt aber erst 7 x gesucht wurde hat mich dann doch das Vertrauen in die Abgeschiedenheit meiner Heide wiederfinden lassen. Als nächstes wurde dann mein Ehrgeiz geweckt. Die fotografierte Stelle mit dem Cache kam mir bekannt vor. Sicher war ich aber nicht, ob es die Stelle ist die ich meine. Leider habe ich kein GPS, was mir wieder schmerzlich bewußt wurde, denn ich hätte gerne eins. Ich hab mir eins zu meinem 60. Geburtstag gewünscht, so kann mein Herzblatt schon mal anfangen zu sparen. Bis sind aber noch aber noch ein paar Jahre Zeit. Zu hause habe ich mit Topografischer Karte und Koordinaten experimentiert um den Ort zu lokalisieren, bis mir die Idee kam die Koordinaten Google-Maps anzuvertrauen. Super, ich bekam ein Satelitenbild auf dem eindeutig der von mir favorisierte Ort gekennzeichnet war. Ich bin stolz auf mich, den Wald so gut zu kennen. Vielleicht brauche ich ja doch kein Navi (aber nur vielleicht).
Jedenfalls bin ich nun gewappnet wenn im Wald nackte Leute rumlaufen, man sollte doch öfter mal googeln, das bildet.
(einer Kollegin aus Schwaben mußte über den Kulturschock einer Brandenburger Frauentagsfeier geholfen werden, das Telefon streickte und ein Entscheider für einen neuen Apperat war nicht erreichbar, zudem hat sich unser wichtigstes Computerprogramm verabschiedet und der Administrator war auch keine Hilfe - überall läuft es nur bei euch nicht -).
Was mir Google da anbot trug aber nicht unbedingt zur Beruhigung oder Erholung bei.
Als erstes fiel mir ein "FKK Forum" ins Auge. Das kann nicht sein, dachte ich, was hat FKK (zu deutsch - für Schwaben - Freikörperkultur, also nackig rumlaufen) mit wandern in der Heide zu tun ? Hier das Zitat aus dem Forum:
Hallo Wanderfreunde, wir wandern am 9.7. in der Heide, wenn laut Wetterbericht am Vortag mindestens 24 Grad zu erwarten sind. Dauer ca 5 Stunden. Die Strecke ist weitgehend barfußgeeignet. Anmeldung und weitere Infos unter ... . Sonnige Grüße Anita und Wolfgang
Ich war geschockt. Mein Wald ist normalerweise menschenleer. Wenn ich auf jedem 10. Ausritt jemanden treffe ist das viel. Nun stellt Euch mal vor, da kommen nackte Leute auf einem Waldweg daher und singen vielleicht noch Wanderlieder. Das währe für mich ein Schock fürs Leben, für mein wackeres Ross sicherlich auch. Eher hätte ich mit Außerirdischen als mit nacken Wanderern gerechnet. Bis heute wußte ich überhaupt nicht, das es sowas gibt (nackte Wanderer selbstverständlich, von Außerirdischen habe ich schon gehört).
Naja, nach Trost und Zuspruch durch meine schwäbische Kollegin lieferte mir Google die nächste neue Lebenserfahrung, einen Bericht über ein (wieder in meinem Wald) verstecktes Cache. Was ist ein Cache ? Ja, das wußte ich bis dahin auch nicht. Es wurden Koordinaten angegeben, unter denen mitten im Wald (ca. 5 km Luftlinie von der nächsten menschlichen Ansiedlung/Parkmöglichkeit entfernt) eine Plastiktüte/Büchse mit unter anderem einem Logbuch versteckt ist. Dieses Cache kann dann von Wanderern gesucht werden, also eine Art "Schatzsuche" mit GPS. Alle Finder schwärmten von dem wunderschönen menschenleeren Wald und dem vielen Wild das sie gesehen haben, aber kein Handy-Netz, null Empfang ... ja leider, wem sagt ihr das. GPS hat aber funktioniert.
Die Tatsache, das das Cache seit 3 Jahren dort liegt aber erst 7 x gesucht wurde hat mich dann doch das Vertrauen in die Abgeschiedenheit meiner Heide wiederfinden lassen. Als nächstes wurde dann mein Ehrgeiz geweckt. Die fotografierte Stelle mit dem Cache kam mir bekannt vor. Sicher war ich aber nicht, ob es die Stelle ist die ich meine. Leider habe ich kein GPS, was mir wieder schmerzlich bewußt wurde, denn ich hätte gerne eins. Ich hab mir eins zu meinem 60. Geburtstag gewünscht, so kann mein Herzblatt schon mal anfangen zu sparen. Bis sind aber noch aber noch ein paar Jahre Zeit. Zu hause habe ich mit Topografischer Karte und Koordinaten experimentiert um den Ort zu lokalisieren, bis mir die Idee kam die Koordinaten Google-Maps anzuvertrauen. Super, ich bekam ein Satelitenbild auf dem eindeutig der von mir favorisierte Ort gekennzeichnet war. Ich bin stolz auf mich, den Wald so gut zu kennen. Vielleicht brauche ich ja doch kein Navi (aber nur vielleicht).
Jedenfalls bin ich nun gewappnet wenn im Wald nackte Leute rumlaufen, man sollte doch öfter mal googeln, das bildet.
Montag, 21. Januar 2008
Wieder freie Wege
Nun komme ich endlich dazu vom meinem Ausflug zu Pferde am 14.01. zu berichten. Das Wetter war akzeptabel, der Putzvorgang etwas langwieriger. Mein Großer hatte sich gründlich gewälzt. Zum Glück war der Dreck schon fast trocken. Fast hätte ich die kleinen Packtaschen mitgenommen um Handschuhe und andere Ausrüstungsgegenstände zu verstauen, die ich unterwegs ausprobieren wollte. Bei dem Gedanken daran, wie mein Ross auf Packtaschen reagiert ( jetzt machen wir mal ganz sinnig, es wird sichen eine längere Tour) habe ich dann doch eine andere Lösung für das Gepäckproblem gefunden (alles mit Sicherheitsnadeln innen an der Jacke befestigt). In der Endkonsequenz waren die ganzen Vorsorgen mal wieder übertrieben, die neuen Handschuhe (Thinsulate-Penny) trugen sich super.
Auch unser Ausflug war schön. Die Waldwege weich und nur an wenigen Stellen festgefahrene und noch nicht aufgetaute Eisplatten. Genausoeine Stelle war es dann aber, auf die mein Pferd geriet, als es mir einen anderen Weg vorschlagen wollte, als den den ich geplant hatte. Zum Glück hat er ja vier Beine mit denen man auf Eis besseren Halt findet als mit zwei Beinen. Ins Schwitzen bin ich trotzdem gekommen. Er hat dann letztendlich, wenn auch unter Protest, meine Trassenführung akzeptiert.
Denn ich wollte mir mal wieder die Wege mit den Schildern "Lebensgefahr Jagd" und den quergelegten Bäumen ansehen. Da es eine etwas längerer Tour war bin ich auch unterwegs mal ein Stück gelaufen. Nicht weil mir kalt war, aber das Sitzfleisch und die Füsse waren solche Strapatzen nicht mehr gewöhnt. Und siehe da, die Schilder weg und auch die Bäume fein säuberlich vom Weg geräumt. Super, dann kann ich ja sicher bis zum September wieder auf allen Wegen reiten.
Ich freue mich schon auf den Frühling, bis dahin gibt es aber sicher noch die eine oder andere schöne Wetterlage mit gleichzeitigem Arbeitsfrei, die ich für eine kleinen ruhigen Ausflug nutzen kann.
Auch unser Ausflug war schön. Die Waldwege weich und nur an wenigen Stellen festgefahrene und noch nicht aufgetaute Eisplatten. Genausoeine Stelle war es dann aber, auf die mein Pferd geriet, als es mir einen anderen Weg vorschlagen wollte, als den den ich geplant hatte. Zum Glück hat er ja vier Beine mit denen man auf Eis besseren Halt findet als mit zwei Beinen. Ins Schwitzen bin ich trotzdem gekommen. Er hat dann letztendlich, wenn auch unter Protest, meine Trassenführung akzeptiert.
Denn ich wollte mir mal wieder die Wege mit den Schildern "Lebensgefahr Jagd" und den quergelegten Bäumen ansehen. Da es eine etwas längerer Tour war bin ich auch unterwegs mal ein Stück gelaufen. Nicht weil mir kalt war, aber das Sitzfleisch und die Füsse waren solche Strapatzen nicht mehr gewöhnt. Und siehe da, die Schilder weg und auch die Bäume fein säuberlich vom Weg geräumt. Super, dann kann ich ja sicher bis zum September wieder auf allen Wegen reiten.
Ich freue mich schon auf den Frühling, bis dahin gibt es aber sicher noch die eine oder andere schöne Wetterlage mit gleichzeitigem Arbeitsfrei, die ich für eine kleinen ruhigen Ausflug nutzen kann.
Samstag, 5. Januar 2008
"Admiral Flummi" beim Turnier auf der Hippologica
Endlich ist das Video auf dem Computer. Viel zu bearbeiten gab es nicht. Ich hoffe nun auf ein störungsfreies hochladen, und das es Euch auch so gut gefällt.
http://video.google.de/videoplay?docid=-5876506521295802726
http://video.google.de/videoplay?docid=-5876506521295802726
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Samstag, 29. Dezember 2007
Wandern oder doch lieber Reiten ?
Heute habe ich beschlossen, die Winterpause ist zu ende und ich Reite wieder. In den letzten Wochen hatte ich wegen kalter Füße, Finger und Wangen mit dem Reiten ausgesetzt. Zum Ausgleich bin ich mit meinem Mann im Wald spazierengegangen. Dabei wurde mir warm. Die Füße waren ja in Bewegung. Spazierengehen/Wandern ist anstrengender als Reiten. Als Nebeneffekt konnte ich plötzlich mein Pferd verstehen, welches recht flott im Gelände unterwegs ist, so das ich es ab und zu bremsen muß. Auch ich konnte mir von meinem Mann öfter Mahnungen wegen meiner Geschwindigkeit anhören: "Warum rennst du denn so ?". Ja warum ? Weil es so schön ist in der freien Natur und ich gerne flott unterwegs bin. Schöne Erklärung, ob die mein Pferd auch so für mich hätte wenn es sprechen könnte (was es glücklicherweise nicht kann) ? Unser dritter Spaziergang brachte mich endgültig zu der Erkenntnis, das ich ein wunderbares Pferd habe, da es nicht ganz so massiv über Tempo, Richtung und Länge unserer Ausflüge mit mir diskutiert wie mein Herzblatt, und mich außerdem noch trägt, und in mir reifte der Entschluss es trotz Kälte wieder mit dem Reiten zu versuchen. Wenigsten ab und zu wenn das Wetter nicht ganz so winterlich ist, als Ausgleich zum Spazierengehen/Wandern. Heute war es nun so weit. Nach vier Wochen Abstinenz war das Satteln (Westernsattel 25 kg) und das Aufsteigen (Pferd 163 cm hoch - ohne Sattel) schon eine Herausforderung. Für mein braves Ross war am Anfang das Geradeauslaufen ebenfalls nicht so einfach. Doch bald klappte die Abstimmung fast wie vor unserer "Winterpause" und auch das trübe Wetter konnte uns die Laune nicht vermiesen. Ein guter Griff waren auch die Stoffreitschuhe. Sie haben besser isoliert als die Lederschuhe und meine Füße warm gehalten. Wenn nicht wäre ich halt mal ein Stück neben dem Pferd gelaufen um wieder warm zu werden. Ich bin ja jetzt in Übung durch das Wandern.
Dienstag, 11. Dezember 2007
Hippologica
Endlich war es wieder so weit, Hippologica in Berlin! Obwohl es jedes Jahr weniger wird (vom Angebot und auch dem Niveau der angebotenen Sachen), freuen wir uns auf die Abwechslung. In diesem Jahr sind wir schon am Freitag gefahren, denn am Sonntag ist es immer sehr voll und wir wollten genießen und nicht nur drängeln. Zu den Vorbereitungen gehört auch traditionell die Zubereitung der Verpflegung, Bouletten und Kartoffelsalat. Ein Rucksack wird gepackt und wir sind autark, wie auf einem Wanderritt ... Ich habe mir die Preise für Verpflegung gar nicht erst angesehen. Gerne hätte ich ein Eis gegessen, aber der Appetit ist mir beim Preisschild vergangen. Man kann nicht alles haben. Es waren dann viele Versuchungen, denen ich mit Blick auf begrenzte Finanzen (Pferdehaltung ist nun mal ein kostenintensives Hobby), tapfer wiederstanden habe!!! Sehr gründlich wurden die Regendecken gescheckt und auch eine erworben (was sein muß, muß sein - sie ist für unsere alte Dame falls mal richtiges Scheißwetter ist). Ansonsten haben wir das Angebot genossen und das Fachsimpeln mit anderen Messebesuchern. Besonders interessieren uns die Kutschen.



Besonders habe ich mich gefreut "Admiral Flummi", einen Western-Haflinger mit seiner Besitzerin wiederzusehen. Allerdings habe ich gedacht Flummi hat ein neues Frauchen, da Sandra Rohde so stark abbenomme hat, das ich sie nicht erkannt habe.
Wir haben gefilmt, wie die beiden in altbekannter Manier den Trail beim Westerntunier der Hippologica gewonnen haben. ich werde mich bemühen, das Video hier bald zu veröffentlichen.


So könnte man Pferde und Kutsche gleichzeitig transportieren ... tolle Idee.
Auch das Programm sehen wir uns immer gerne an. Pferderassen wurden vorgestellt. Ein kleines Fahrtunier fand statt und auch ein Westerntunier und Westernvorführungen. Hier ein paar Bilder:


Besonders habe ich mich gefreut "Admiral Flummi", einen Western-Haflinger mit seiner Besitzerin wiederzusehen. Allerdings habe ich gedacht Flummi hat ein neues Frauchen, da Sandra Rohde so stark abbenomme hat, das ich sie nicht erkannt habe.
Wir haben gefilmt, wie die beiden in altbekannter Manier den Trail beim Westerntunier der Hippologica gewonnen haben. ich werde mich bemühen, das Video hier bald zu veröffentlichen.Bis dahin Hals- und Beinbruch allen Reitern.
Ich habe heute kurz das Wetter gecheckt und beschlossen es ist zu kalt und zu feucht zum Reiten. Mein Pferd war nicht der Meinung und kam gleich an den Zaun. Er kann sich ja auch bewegen. Vielleicht sollte ich statt Reiten mit dem Pferd spatzieren gehen ? Mal sehen, in 6 Tagen habe ich wieder frei.
Montag, 3. Dezember 2007
Ein altes Pferd
Gestern früh klingelt das Telefon. Bekannte wollen von uns wissen was denn das für ein krankes Pferd ist, was bei uns im Auslauf steht. Gästen des Dorffestes währe bei einem Spatziergang das kranke Tier aufgefallen und unsere Bekannten sind gebeten worden sich darum zu kümmern ob das Tier denn auch richtig versorgt ist.
Liebe Leute dieses Pferd ist richtig versorgt, und nicht nur das, es ist auch in regelmäßiger ärztlicher Behandlung. Das Pferd ist nicht krank (von einer Arthrose im rechten Vorderbein mal abgesehen) es ist einfach nur alt. 25 Jahre alt, in Menschenalter umgerechnet sind das 100 Jahre!!!
Zugegeben, auch mir fällt es schwer, das Tier für das ich nun seit 23 Jahre sorge, so zu sehen wie es jetzt ist. Ich kenne sie noch aus anderen Zeiten, als sie jung war. Nun bewegt sie sich nur noch wenig und hat daher kaum Muskulatur. Trotz Behandlung mit Schmerzmittel und Zusatzfutter geht sie oft lahm. Man kann die Rippen sehen, da sie nicht soviel wiegen soll um das Bein zu entlasten. Der Rücken ist matt. Ab und zu tritt Mauke auf. Das Fell ist stumpf und unterschiedlich lang. Manchmal tränt ein Auge. Morgends wenn wir sie aus der Box lassen kann sie kaum einen Schritt vor den anderen setzen, ist ganz steif. Aber abends kommt sie auch schon mal im Galopp daher, wenn sie uns am Zaun sieht. Wobei wir beim Wichtigsten sind, sie ist noch munter und helle, nimmt am Leben in der Herde teil und kommt zu uns, wenn sie bei uns Leckerli vermutet. Vor einigen Wochen hat sie ihrem Ruf aus alten Zeiten als Ausbrecherkönigin noch mal Rechnung getragen. Herrchen hat ein Absperrband vergessen, was sie sofort gesehen hat. Im Sprung ich wiederhole: "Sprung" über den Komposthaufen und ab im Galopp über den Acker.
Aber auch ich bin unsicher was ich nun tun soll. Ich möchte nicht das sie leidet. Ist es nicht vielleicht doch besser sie zu erlösen? Aber weshalb eigentlich? Meine Oma brauchte morgends auch immer eine Weile bis sie aus dem Bett kam. Spatzierengehen war nur mit Rollator möglich (gibt es für Pferde leider nicht). Trotzdem hatte sie Spaß am Leben. So auch das Pferd, es ist aufmerksam und nimmt am Leben teil. Kann sich noch wälzen und legt sich nachts regelmäßig hin. Wenn es sein muß, kann sie auch mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig auskeilen.
Und wenn sie so gelassen dasteht und die Sonne gemießt ist sie noch genauso schön wie vor 20 Jahren.
Liebe Leute dieses Pferd ist richtig versorgt, und nicht nur das, es ist auch in regelmäßiger ärztlicher Behandlung. Das Pferd ist nicht krank (von einer Arthrose im rechten Vorderbein mal abgesehen) es ist einfach nur alt. 25 Jahre alt, in Menschenalter umgerechnet sind das 100 Jahre!!!
Zugegeben, auch mir fällt es schwer, das Tier für das ich nun seit 23 Jahre sorge, so zu sehen wie es jetzt ist. Ich kenne sie noch aus anderen Zeiten, als sie jung war. Nun bewegt sie sich nur noch wenig und hat daher kaum Muskulatur. Trotz Behandlung mit Schmerzmittel und Zusatzfutter geht sie oft lahm. Man kann die Rippen sehen, da sie nicht soviel wiegen soll um das Bein zu entlasten. Der Rücken ist matt. Ab und zu tritt Mauke auf. Das Fell ist stumpf und unterschiedlich lang. Manchmal tränt ein Auge. Morgends wenn wir sie aus der Box lassen kann sie kaum einen Schritt vor den anderen setzen, ist ganz steif. Aber abends kommt sie auch schon mal im Galopp daher, wenn sie uns am Zaun sieht. Wobei wir beim Wichtigsten sind, sie ist noch munter und helle, nimmt am Leben in der Herde teil und kommt zu uns, wenn sie bei uns Leckerli vermutet. Vor einigen Wochen hat sie ihrem Ruf aus alten Zeiten als Ausbrecherkönigin noch mal Rechnung getragen. Herrchen hat ein Absperrband vergessen, was sie sofort gesehen hat. Im Sprung ich wiederhole: "Sprung" über den Komposthaufen und ab im Galopp über den Acker.
Aber auch ich bin unsicher was ich nun tun soll. Ich möchte nicht das sie leidet. Ist es nicht vielleicht doch besser sie zu erlösen? Aber weshalb eigentlich? Meine Oma brauchte morgends auch immer eine Weile bis sie aus dem Bett kam. Spatzierengehen war nur mit Rollator möglich (gibt es für Pferde leider nicht). Trotzdem hatte sie Spaß am Leben. So auch das Pferd, es ist aufmerksam und nimmt am Leben teil. Kann sich noch wälzen und legt sich nachts regelmäßig hin. Wenn es sein muß, kann sie auch mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig auskeilen.
Und wenn sie so gelassen dasteht und die Sonne gemießt ist sie noch genauso schön wie vor 20 Jahren.
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