Sonntag, 29. April 2012

Ruhiger Saisonbeginn

Nachdem sich die Aufregung um die neuen Hufschuhe, das Testen usw gelegt hat, kann ich nur sagen keine weiteren "Vorkommnisse".

Vielleicht, das wir auf einem Ausritt von einem Hund gejagd wurden. Plötzlich, am Beginn unseres Ausritts war ein bellender Dobermann hinter uns. Das Pferd volle Kanne Galopp, der Hund bellend hinterher. Wahrscheinlich ging uns, dem Pferd und mir, gleichzeitig durch den Kopf, das Flucht keine so gute Idee ist, also Pferd Stopp beide gleichzeitig Blick nach hinten, Hund nicht mehr da. Glück gehabt - der Hund selbstverständlich.

Am Montag haben wir dann auf unserem über 180ten Ausritt auch endlich unseren ersten kleinen Hüpfer gemacht. Über eine Stange am Boden. Naja, aus mir wird sicher nie ein Springreiter.

Heute dann ein ganz gemütlicher Ausritt. Ich hatte noch Muskelkater vom Ausflug am Freitag und das Pferd war auch ruhiger als sonst. Was solls, da wir auf niemanden Rücksicht nehmen müssen können wir uns den Sport nach unseren individuellen Befindlichkeiten gestalten, das Vogelzwitschern genießen und die Frühlingsluft. Das Dammwild muß Schonzeit haben und kümmerte sich noch weniger als sonst um unsere Anwesenheit. Als dann der Schimmel der Meinung war, man könne ein Picknick in den frischen grünen Blaubeerpflanzen machen, mußte ich aber doch zur Ordnung rufen.
Manchmal kommen ja Radfahrer, eine Herausforderung, was haben die mitten im Wald zu suchen? Oder Leute mit Hunden an der Leine, findet der Schimmel auch nicht so toll. Aber meistens ist es einsam und ruhig und ich genieße die Natur.

Je näher man der Straße kommt, je lauter wird es. Heute am Frühlingssonntag ganz schlimm die Motorräder. Manchmal könnte man annehmen, das ein Flugzeug auf der Straße unterwegs ist. Ob das die gleichen Leute sind, die sich über Fluglärm beschweren? Bestimmt kann man auch Motorräder bauen, die weniger Lärm machen. Wenn ich mit dem Pferd über die Straße will sind aber alle immer sehr rücksichtsvoll. Vielen Dank.

Die Hufschuhe nach wie vor super. Ich habe sie heute mal wieder gereinigt (normal reicht Sand rausschütten) die Sohle immer noch wie neu, alles andere ohne Verschleißerscheinungen. Bis jetzt alles ok. Wegen des kalten Wetters am Monatsanfang war ich nicht wirklich fleißig und bisher etwa 100km mit den Hufschuhen unterwegs. Größtenteils auf weichem Waldboden.

Montag, 26. März 2012

Meine neuen Hufschuhe Equine fusion

Heute habe ich nun wieder, diesmal einen längeren, Ausflug mit den Hufschuhen unternommen, und bin nach wie vor begeistert. Sie halten in jeder Situation fest an Huf und das Pferd geht frisch und fröhlich vorwärts. Wir tragen die Hufschuhe nur vorn. Mein Pferd ist an den Vorderhufen empfindlich.
Das Anziehen ist nicht mehr so aufwendig, wenn man etwas Routine hat. Zuerst natürlich den Huf mit dem Hufkratzer reinigen. Aber das macht man ja vor jedem Ausritt. Dann die Hufschuhe überstülpen und den Huf abstellen. Ich achte nun besonders auf die Klettverschlüsse, die ich sehr sorgfältig schließe. Dann das hintere Bändchen nicht so fest, und wenn es nicht so fest gezogen ist hängt es auch nicht lang runter sondern lässt sich in der dafür gedachten Schlaufe gut unterbringen. Nun das vordere Bändchen gut festziehen, dessen langes Ende ich dann mit dem Hufkratzer einfach vorn unter den festgezogenen Bändchen-Teil schiebe, fertig.


Das Ausziehen geht schneller. Einfach die Bändchen lösen, Klettverschlüsse auf, Hufschuh abziehen, Huf und Fesseln zur Sicherheit auf Druck und Scheuerstellen untersuchen. Manchmal sammelt sich Dreck und Feuchtigkeit an den Fesseln und sieht auf dem ersten Blick wie Scheuerstellen aus. Die Schuhe haben aber noch nie wirklich gescheuert. Wenn es am nächsten Tag verschwunden ist, wie bisher immer, war es feuchter Schmutz.
Etwas aufwendiger ist das Reinigen der Schuhe. Ich reinige die Sohlen grob vor, dann unter fließendem Wasser mit einer Bürste den Rest. Den inneren Schuh wische ich mit einem feuchten Lappen aus, nachdem ich den Sand der sich dort sammelt ausgekippt habe. Dann wird alles zum Trocknen aufgestellt, fertig. Man kann die Schuhe wohl auch in die Waschmaschine stecken, werd ich sicher auch mal machen, noch ist es nicht nötig.


Ich werde die Equime fusion Joggingschuhe für mein Pferd kaufen. Seit ich sie meinem Pferd das erste mal angezogen habe, gab es keinen Ausritt mehr ohne. Mal sehen wie lange sie halten Angeblich ja 1000-1500 km, hängt sicher auch vom Boden ab, auf dem geritten wird. Bei mir also mindestens 1-2 Jahre. Ich werde weiter berichten.
Ihre Mängel sollen diese Schuhe bei Regen haben, wo sie sich mit Wasser vollsaugen sollen und angeblich schlecht trocknen. In unserer Streusandbüchse (Brandenburg) ist der Boden trocken, das Pferd meidet Pfützen und ich reite bei Regen eher selten aus. Ich hoffe mit dieser Schwäche der Schuhe kann ich leben.

Montag, 19. März 2012

Erste Erfahrung mit Equine fusion

Nach dem ersten Ritt mit den Equine fusion Testschuhen habe ich folgende Mail an den Dealer geschickt:

Liebes Pferd und Stall Team,
vielen Dank für die schnelle Bearbeitung.
Die Schuhe sind gestern angekommen, sehen super aus, und wurden heute gleich ausprobiert.
Sehr schwierig die 2 Bändchen so unterzubringen, das sie nicht an der Erde hängen und das Pferd während des Rittes drauftritt.
- (was im Trab passiert ist) -
Auch nicht so einfach die Bändchen fest anzuziehen, da meine Araberstute feine Fesseln hat und die oberen Ringe fast durch die rote Lasche gezogen werden mussten, damit der Schuh an den Fesseln fest sitzt.
Zum Glück haben wir Erfahrung mit Hufschuhen (Cavollo Simple Boot) und das Pferd daher Geduld, wenn Frauchen unterwegs an den Schuhen bastelt.
- (ich konnte im Gelände beim Kampf mit den Bändchen unter dem Pferd herumkriechen, und es war ganz brav) -
Der Ritt 1,5 Stunden Gelände (inklusiver der Bastelei an den Bändchen) war in ordnung, sie geht mit den Schuhen super in allen Gangarten und schmiedet nur wenig, viel weniger als mit den Simple Boot.
Nach dem Reiten habe ich dann festgestellt, das sie an den Fesseln Scheuerstellen hat (Bilder anbei) wahrscheinlich von dem unteren Bändchen, genau dort liegt auch das Etikett im Schuh, hängt das zusammen? Gibt es Erfahrungen? Habe ich das Band zu fest angezogen oder scheuert das Etikett? Wenn ich am Freitag oder am Wochenende wieder reite, sollte ich die Schuhe tauschen? Also re nach li und umgekehrt? Die Scheuerstellen sind nur aussen an den Fesseln.
Noch eine Frage, habe ich die richtige Größe? Bei Cavallo Simple Boot war Größe 2 mit Einlagen ok. Der Huf ist 12-12,5 cm breit und 13-13,5 cm lang (gemessen hinten am Strahl).
Bevor ich das untere Bändchen so fest gezogen habe, hatte ich den Eindruck der Schuh "schlappt".
Vielend Dank im Voraus, in Erwartung Ihrer Antwort,
Mit freundlichen Grüßen

 - Soweit meine Post an den Hufschuhhändler.
Ich bekam sofort Antwort mit dem Hinweis, nur das untere Bändchen fest anzuziehen, das obere muss 1-2 Finger Spiel haben. Es kamen dann auch noch Bilder, die mir zeigen sollten, wo ich die Bändchen am besten verstaue.
Bezüglich der Größe bat mich der Händler um Fotos der Hufe mit aufgelegtem Zollstock.
Naja, auch die Scheuerstellen haben sich nicht wirklich als Scheuerstellen entpuppt. Vielleicht nur wegen dem anderen Material der Etiketten Schwitzstellen. Am nächsten Tag war nichts mehr zu sehen, so das ich 2 Tage später den nächsten Ausflug mit Hufschuhen wagen konnte.

Montag, 12. März 2012

Hufschuhe Equine fusion

Wie schon berichtet werde ich in diesem Jahr neue Hufschuhe kaufen. Entschieden hatte ich mich im Herbst für Easyboot Glove. Nun war der Hufschmied zum Ausschneiden da, die Hufe wurden ausgemessen und ich habe mich mit dem Händler zwecks Zusendung eines Anpassungskits (mehrere Hufschuhschalen zum Ausprobieren welche passt) für die Easyboot Glove in Verbindung gesetzt.
Als ich das Geld gerade überweisen wollte und noch einen Blick auf die Internetseite des Händlers warf, fiel mir ein völlig neuer Hufschuh ins Auge, der "Equine fusion Joggingschuh für Pferde".
Rein von der Optik war er meinen Cavallo Simple Boot sehr ähnlich und mir daher sofort sympathisch. Der Preis allerdings ... na ja. Trotzdem habe ich den Händler noch mal angerufen, das Geschäft mit den Easyboot Glove gestoppt und das Internet bezüglich der Equine fusion durchstreift.
Das Ergebniss, die Schuhe sind soweit ok, bis auf den Preis und das Handling. Es ist wohl ein elendes Gefummel mit mehreren Bändchen, die wenn sie festgezogen sind herunterhängen. Als dann im Laufe einer Aktion des Herstellers der Preis ab 01.03.12 gesenkt wurde, habe ich mir Testschuhe der Equine fusion bestellt.
Diese sind nun eingetroffen. Schön in einer Klarsichtbox verpackt, Optisch ok, die Größe scheint auch in ordnung, obwohl sie sehr klein aussehen. Sie sind auch nicht ganz so labbrig, wie ich befürchtet hatte. Das Material der Sohle wie Autoreifen, riecht auch so. Die Bändchen allerdings und die Schlaufen noch etwas winziger und fummeliger als befürchtet. Nun bin ich gespannt, ob ich sie bei meinem zappligen Pferd, was ich auch nicht anbinden kann weil es sich überall losreisst, die Schuhe am Huf befestigen kann, und sie wirklich nicht Drücken oder Scheuern. Sie sind sehr weich gepolstert, mal sehen, ich bin optimistisch.

Montag, 5. März 2012

Saisoneröffnung

Am ersten März ging es das erstemal 2012 wieder in den Wald. Das heißt, im Wald war ich schon einen Tag vorher gewesen, um wenigstens die ersten 2 km Reitstrecke zu inspizieren. Ich überlasse ungern etwas dem Zufall, und wollte vor unumreitbaren Hindernissen auf den ersten Kilomertern sicher sein.
Satteln und Trensen waren noch nicht in Vergessenheit geraten, der Sattelgurt konnte aber 3 Löcher fester angezogen werden, da Madam über Winter etwas abgespeckt hat. Schön ... Auch in den Sattel bin ich dank gelegentlicher Gymnastik ohne Probleme gekommen. Da oben war aber irgendwas anders als sonst. Waren meine Beine kürzer geworden ? Es soll ja vorkommen, das man im Alter schrumpft! Die Steigbügel hatte ich ein Loch länger verschnallt, da ich neue Stiefel (Treckingstiefel Marke Aldi) mit dicker Sohle angezogen hatte. Hm.. vielleicht doch etwas übertrieben! Aber nun gleich wieder absteigen, wo der erste Ausritt nach 3 Monaten an sich schon aufregend ist, muss ja nicht sein, also tapfer weiter.
Dann die erste Trabstrecke und die Pferdeohren gingen doch etwas iritiert nach hinten, nach dem Motto - Frauchen, was ist denn mit Dir heute los? - . Ok ich habe eingesehen, das meine Position im Sattel vielleicht doch etwas zu instabil, für den ersten Ausritt ist, bin an passender Stelle (ich brauche ja eine Bodenerhebung um wieder auf mein 150cm Pferd aufsteigen zu können!!!) abgestiegen, habe die Steigbügel auf die alte Länge geschnallt und bin auch wieder einigermaßen elegant zurück aufs Pferd gekommen.
Aber das Problem mit den kürzeren Beinen war nicht wirklich behoben. Ich beschloss darüber nicht mehr nachzudenken und den Ausritt zugenießen. Das Wetter super, Pferdchen relativ entspannt, unser Wald wie immer der reinste Safaripark (an der Menge des Wildes gemessen, was in aller Ruhe unseren Weg kreuzte), und im Galopp hatten die Beine die richtige Länge. Komisch...
Ich hab´s nicht übertrieben und war nach 1 1/2 Std wieder zu Hause.
Der Muskelkater, 2 Tage später hatte es trotzdem in sich. Hoffentlich kommt nun der Winter nicht zurück, denn nun muss ich regelmäßig dabeibleiben um mir und dem Pferdchen unnötige Schmerzen (Muskelkater) zu ersparen.
Auch Testhufschuhe habe ich schon bestellt, aber davon nächste Woche.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Eisschlacht

Tja, Ihr werdet es nicht glauben, aber nicht das Eis in der Badewanne sondern der Flammenwerfer war chancenlos. Die Badewanne wurde heiss, aber das Eis hat sich trotzdem nicht bequemt aufzutauen.
Für die Pferde war das Ganze inklusive Geräusch nicht so interessant wie das Heu, sie haben ungestört weitergefressen.
Was tun? Das Eis loshacken, aus der Badewanne herausschaufeln und, nun war ja wieder Platz, neues Wasser rein. Hoffentlich wird es bald Frühling, in 4 Wochen kann ich vielleicht wieder reiten, wenn das Wetter für fast 60 jährige Omi´s (hat mich doch letzten mein Bruder so bezeichnet) wieder reittauglich ist.

Montag, 6. Februar 2012

Winter

Nun ist der Winter da und damit auch die größte Herausforderung der Pferdehaltung im quasi Offenstall. Problem Nummer 1, körperlich wie logistisch, die Wasserversorgung.
In jedem Winter nehmen wir uns vor, diese zu modernisieren, was im Sommer dann regelmäßig in Vergessenheit gerät, oder finanziellen Engpässen zum Opfer fällt. Andere Leute gehen ins Fittnessstudio, wir schleppen Wasserkanister.
Nun ja, wir tränken immer noch ganz "klassisch" aus der Badewanne. Bei den z.Z. herrschenden Temperaturen wird die Wanne abends voll Wasser gelassen und morgends dann in die oberer Eisschicht mit der Axt ein Loch geschlagen, was dann tagsüber freigehalten werden muss, damit die Pferde an die Flüssigkeit kommen.
Die Eisschicht erreicht bei längeren Frostperioden dann irgendwann eine beachtliche Dicke, da am Tage die Sonne aber schon hoch steht taut sie auch immer wieder etwas auf. Heute morgen allerdings hatte ich sogar am Schlafzimmerfenster Eis (minus 20°C) und mir schwante nichts Gutes, was das Tränken der Pferde betraf.
Ich habe also die Pferde aus ihren Boxen in den Auslauf gelassen und das Wasserloch in der Eisschicht der Wanne aufgeschlagen (es geht nur noch an einer bestimmten Stelle, ansonsten ist die Eisschicht zu dick). Unter dem Eis nur noch Eisgries, kaum Flüssigkeit. Da die Pferde sich zuerst über die Heuraufe hermachen und Wasser für sie zweitrangig ist, steht ja normalerweise den ganzen Tag zur Verfügung, Beschloss ich zuerst mit dem Hund ein Stück spatzieren zugehen. Die Sonne war herrlich, aber die Kälte deutlich zu spüren.
Wieder zurück waren die Pferde immer noch mit Heufressen beschäftigt, aber sie müssen ja auch etwas Saufen. Dazu habe ich einen 20 l Kanister 50°C warmes Wasser aus dem Boiler im Badezimmer mit der Karre zu den Pferden gefahren und in die Wanne gelassen. Das meiste warme Wasser blieb auf dem Eis stehen, das hereingeschlagene Loch bot sich als Verfiefung zum Saufen am. Nur ein Pferd kam freiwillig auf mein Rufen zum Wasser und nahm gehorsam einen odentlichen Schluck, die anderen fanden das Heu erstmal wichtiger. Das Wasser würde sicher bald wieder gefrieren, so musste ich ein Pferd nach dem anderen am Strick zum Wasser zerren, damit die Arbeit nicht umsaonst war und auch wirklich jeder Flüssigkeit aufnahm. Direkt mit der Nase vor der Wanne haben auch alle brav gesoffen. Vermutlich muss ich diese Prozedur heute abend wiederholen. Ein Schild an der Wanne "Bei Frost Wasser nur um 9 und 15 Uhr" hätte wahrscheinlich nicht den gewünschten Erfolg, das unsere Pferde ihre Trinkgewohnheiten ändern. Schade eigentlich ...

Am Nachmittag kam mein Mann mit einem Gasbrenner von der Arbeit, das Eis wird also morgen mit einem "Flammenwerfer" bearbeitet. Bin ich mal gespannt was die Pferde dazu sagen. Das Geräusch ist bestimmt sehr aufregend (Heissluftballon), aber das Eis sicher chancenlos. Warten wir es ab.