Mittwoch, 25. Januar 2012

Materialschlacht die Erste

Im Winter hat man so richtig Zeit für den Einkauf im Internet. Man sitzt schön in der warmen Stube am Computer und los gehts. Niemand drängelt einen ("in 10 min fahre ich nach hause!!!", "Das hast du doch gestern schon alles anprobiert!!! u.s.w.). Kein andere Kunde steht hiner einem um das gleiche Stück zu befühlen, was man gerade in der Hand hat, kein Ladenschluß und der Preisvergleich ein Kinderspiel.
Was brauche ich denn Neues? Vielleicht einen Sattel mit etwas mehr Schwung? Die Marke Crates soll mehr Schwung in den Sattelbäumen haben. Nach tagelanger Recherche im Internet, bei ebay, Sattelbörse, Wittelsbuerger, Distanzreiterforum u.ä.habe ich das Projekt auf den Sommer verschoben und den alten heißgeliebten Sattel (Geschenk zu meinem 50 ten von der Familie) erst mal gründlich geputzt, mit Sattelseife und Lederfett. Auch dafür ist im Sommer keine Zeit.Aber im Sommer ist es sicher günstiger mit dem Anpassen des neuen Sattels, das Pferd hat dann wieder Muskeln aufgebaut (im Augenblick reite ich ja nicht). Ich werde ein paar Euro investieren und jemanden der sich auskennt zum Anpassen des Sattels kommen lassen. Hoffentlich nur um mich zu beruhigen und mir die Versicherung zu geben, das für mein Pferd nichts besseres gibt, als die derzeitige Sattel-Variante. Wahrscheinlich jemanden von der Circle-L Ranch, woher auch mein derzeitiger Sattel ist. Bis dahin muss ich auch noch etwas sparen, falls sich doch herausstellt, das ich Wechseln muss.
Die Trense wurde gleich mitgeputzt. Hier ist keine Neuerung nötig, oder doch? War nicht letzten was im Fernsehen? Tamme Hanke mit der Meinung Edelstahl währe Nickelverseucht und muss regelmäßig ausgewechselt werden? In der Beziehung Gefährlichkeit von Edelstahlgebissen fand ich das Internet nicht sehr auskunftsfreudig und hilfreich. Man sollte wohl doch nicht alles, was man im Fernsehen sieht ernst nehmen, oder doch?

Mittwoch, 11. Januar 2012

Vogelhäuschen ?

Vor einigen Jahren machte ich mitten im Wald diese
lustige Entdeckung.

Beim nächsten Ritt musste dann der Fotoapperat mit.

Ob dieses Futterhäuschen heute noch hängt werde ich demnächst mal überprüfen. Es befand sich mitten im Wald, mindestens 3 km Luftlinie von der nächsten menschlichen Behausung entfernt.

Werden dort wirklich Vögel gefüttert?
Ist es vielleicht ein geheimer Briefkasten? Oder hatte der Waldarbeiter in der Mittagspause Langeweile und hat sich an Kunst mit der Kettensäge ausprobiert (ein bischen roh zusammengezimmert sieht es ja aus)?

Man sollte vielleicht im Winter mal dorthin Reiten oder Laufen und die Futtervariante überprüfen.

Vorgestern war ich wieder auf der "Autobahn" unterwegs. Inzwischen spriesst das Gras, sie wird also grün, und eignet sich wunderbar als Galoppstrecke.

Dankeschön liebe Förster.

geschrieben im Juli 2011, quasi auf Vorrat, weil im Winter weniger los ist

Sonntag, 25. Dezember 2011

Weihnachtsgrüße

Ein besinnliches Weihnachtsfest, allen die hier so fleißig lesen. Trotz Reitpause werde ich mich ab und an melden.
Um fit zu bleiben gehe ich zur Zeit Schwimmen, aber darüber gibt es nicht viel zu berichten. Nur, das Schwimmen anstrengender ist als Reiten. Meine zur Zeit 200m (mit zwischendurch auf der Rücken legen, also in 20 min) schlauchen mich ganz schön. Ich werde dann im Frühjahr richtig in Form sein!
Mein Mann und unser Dalmatiner sind übrigens am 28.12.11 im Fernsehen. Sie treten als Statisten in Deutschlands Superhirn 2011 auf.Die Sendung wird um 20:15 Uhr auf ZDF ausgestrahlt. Beide sind gut zu erkennen (wenn nicht nach der Aufzeichnung herausgeschnitten?), da der Comedian Bernhard Hoecker unseren Hund in der Sendung streichelt.
Morgen muß ich leider arbeiten, aber ich hoffe Ihr habt alle frei und genießt das Fest in vollen Zügen, oder waren das Kalorien?

Samstag, 10. Dezember 2011

Reitpause

Nun sieht es doch so aus, als wenn die "Winter-Reitpause" bereits angebrochen ist.
Zuerst hat das Pferd gehustet, nach dem Impfen, nun huste ich.
Bewegung ist gerade bei Husten für das Pferd nicht schlecht, zumal an der frischen Luft. Man sollte aber Schwitzen vermeiden, da dann die Gefahr einer starken Abkühlung besteht. Der Schimmel hat ein dickes Winterfell, die Luft ist relativ warm, da bleibt bei Bewegung unter dem Reiter Schwitzen nicht aus. Also habe ich es ganz gelassen.
Nach ein paar Tagen war das Pferd wieder gut, aber nun hat es mich erwischt.
Da lohnt es fast nicht mehr noch mal anzufangen. Ich werde, wenn es mir wieder besser geht, das Reitzeug waschen, putzen, ölen und einwintern. Oder doch  noch nicht ?
Nun habe ich auch noch Fieber, alle 5 Jahre mal wieder, soll ja gesund sein ...

Freitag, 2. Dezember 2011

Wildschwein mit Brille ?

Ich wollte ja noch erzählen, wie es zum Verlust meiner Brille kam.
Im Wald wachsen nicht nur Kiefern, Tannen und Buchen sondern bekanntermaßen auch Traubenkirschen. Nur wachsen die Traubenkirschen viel dynamischer als andere Bäume/Sträucher, weshalb sie mal als Waldnutzpflanzen eingeführt wurden. Die als Nutzpflanze in sie gesetzten Erwartungen haben die Traubenkirschen nicht erfüllt, aber als das Experiment abgebrochen wurde hatten sie sich schon in unseren Wäldern ausgebreitet und aufgrund ihrer Wüchsigkeit sich jetzt zur Plage entwickeln.
Wenn man nun häufig dieselben Wege benutzt, gewöhnt man sich auch an die Pflanzen am Wegesrand, zu denen leider auch solch dynamisch wachsende Traubenkirschen gehören. Irgendwann hängt ein Zweig dann über dem Weg auf Kopfhöhe und man gewöhnt sich auch daran, den Kopf rechtzeitig zur Seite zu nehmen, und hofft, das Förster bald mal aufräumt.
Auf dem Heimweg von einen Ausritt im März 2009, als die Traubenkirsche im schönsten Frühlingswetter an Wachstumsgeschwindigkeit zugelegt hatte, spürte ich einen leichten Ratsch im Gesicht und sah alles nur noch verschwommen. Es dauerte eine Weile, bis ich realisierte, das ich nichts mehr auf der Nase hatte. Meine Brille war weg, aus dem Gesicht geschlagen von einem Traubenkirschenzweig, der eine Woche vorher dort noch nicht gewesen war.
Also das Pferd gebremst, schnell abgestiegen und auf den Waldboden gestiert. Immer noch alles verschwommen. Wo war meine Brille? Würde ich ohne überhaupt nach Hause finden? Ich musste auf die Knie um den Waldboden deutlicher zu erkennen, und um das Pferd herumkriechen, auf der Suche nach dem Sehgestell. Pferdchen hatte strenge Anweisung nicht herumzutrampeln, um die Brille nicht unter die Hufe zu bekommen. Nach 10 min habe ich die Suche ohne Ergebniss abgebrochen. Die Brille war unauffindbar.
Eine Stunde später war ich mit meiner "guten Gleitsichtbrille" (die andere ist eine Einstärkenbrille die ich nur zum Reiten trage) wieder im Wald. Diesmal mit dem Fahrrad, und setzte die Suche fort. Nochmal kroch ich ca 30 min durchs Unterholz, ohne Ergebniss, die Brille blieb verschollen und ist es bis heute.
Aber immer wenn ich an besagter Stelle vorbeikomme, kann ich es mir nicht verkneifen, etwas intensiver ins Unterholz zu spähen. Ist sie vielleicht doch wieder aufgetaucht ? Oder trägt ein Wildschwein jetzt meine Brille? Die Optikerin, bei der ich mir Ersatz anfertigen ließ, auch eine Reiterin, meinte Wildschweine trügen kein Brillen, naja, wollen wir es hoffen.

Freitag, 25. November 2011

Neue Hufschuhe ?

In letzter Zeit war ich wieder mit Hufschuhen unterwegs. Die "Simple Boots" Hufschuhe, welche ich zur Zeit benutze, sind einfach in der Handhabung, robust und halten in allen Gangarten bombenfest am Huf. Trotz "Pastern Wraps" bleiben aber Druckstellen am Ballen nicht aus, und auch das ständige "Schmieden" vor allem am Ende des Rittes, zeigt, das die Abstimmung nicht perfekt ist. Wir haben uns nun auf Schritt-Galopp geeinigt, da ist die Gefahr des Schmiedens nicht so groß wie im Trab.
Alles aber noch nicht die optimale Lösung.
Daher habe ich mich im Internet über Hufschuhe schlau gemacht. Spätestens im Frühjahr werde ich mir andere Hufschuhe zulegen/ausprobieren. Meine derzeitigen Favoriten sind die "Glove" von Easyboot. Ich bin schon sehr gespannt und lasse mir nach dem nächsten Hufpflegetermin und dem Ausmessen des Hufes ein "Kit" zur richtigen Größenbestimmung schicken. Danach dann die richtigen Hufschuhe.
Auch die "Renegard" Hufschuhe sind noch im Rennen. Vor allem, da mein Schimmel flache Hufe hat. Für flache Hufe sollen die Renegard besonders geeignet sein. Mich hat aber die etwas kompliziert scheinende Erstanpassung abgeschreckt. Schließlich muß ich hier allein klarkommen, da scheinen mir die Glove viel einfacher. Ich probier es aus, und wenn sie nicht passend für den Schimmel sind versuche ich die Renegard.

Freitag, 18. November 2011

Die "Reste" der Hirschbrunst

Heute bin ich mal wieder über das Laubdichtengestell geritten, den Brunstplatz der Dammhirsche. Die Brunstzeit ist vorbei und so keine Gefahr mehr von einem Hirsch auf die Hörner genommen zu werden :). Dieses Szenario habe ich übrigens letzte Nacht geträumt, wobei es mir noch gelungen ist - im Traum - den Hirsch an den Hörnern fest zu packen und in Schach zu halten.
Auf dem Gestellweg schon von weitem, ein großes Gewusel von Greifvögeln. Mehrere große braune und kleine schwarze Vögel, die aufflogen als ich mich näherte. Am Wegesrand,neben den Vögeln, ein Hochstand.
Ach die Sch... dachte ich, da hat der Jäger den Aufbruch (ich hoffe so heissen die Innereien) nach der Jagd auf dem Weg für das Raubwild liegenlassen. Soweit ich weiß, wird im Staatsforst nur mit bleifreier Munition geschossen, von daher für die Vögel kein Problem. Für uns schon eher. Mein Pferdchen ist geruchsempfindlich und ich bin vorsichtig was Kolkraben betrifft. Ich bin bei einem Ausritt, in der Nähe eines Nestes, schon mal von Kolkraben attakiert worden, sehr zur Überraschung des Pferdes auf dem ich gerade saß, und zu meiner eigenen natürlich auch, denn ruck zuck lag ich an der Erde! Nun ja es war Herbst, daher keine Brut zu verteidigen, also aufrecht im Schritt weiter. Wir werden uns doch von so ein paar Piepmätzen nicht einschüchtern lassen!
Neben uns flog ein großer brauner Vogel auf. Er hatte im Geäst eines großen Baumes wohl immer noch gehofft, das wir die Richtung ändern. Ein Adler ? Vermutlich, auf jeden Fall ein sehr großer Bussard oder Rot-Milan! Aufgeregt vor uns am Wegesrand schreiend, und auf und ab fliegend, ein Kolkrabe. Na das kann ja heiter werden ! Der Rabe setzte sich in einen Baum ein Stück vom Weg und krächste weiter "Alarm, Alarm".
Wir waren nun neben dem Hochstand, aber auf dem Weg war nichts von Innereien zu sehen. Dafür ca 5m neben dem Weg in einer Sandkuhle (Brunstplatz eines Dammhirsches). Ich erkannte einen Tierkadaver und direkt daneben saß der zweite Kolkrabe und rührte sich nicht.
Vermutlich die Reste eines während oder nach der Brunst aus Schwäche verendeten Tieres. Nicht alle Hirsche überstehen die kräftezehrende und auch verletzungsträchtige Brunst unbeschadet.
Ich musste nun 2 Raben im Auge behalten und meinem Pferd vermitteln, das alles in bester Ordnung ist und keine Gefahr droht. Und das auf einem Weg, wo wir schon mehr als einmal in das "Getümmel" brünstigen Dammwildes geraten waren, vom Aasgeruch mal abgesehen (also ich habe nichts gerochen, aber das Pferd hat ja eine viel empfindlichere Nase). Der erste Rabe blieb auf seinem Ast und der zweite Rabe nur 5m von mir entfernt beim Aas sitzen. Pferdchen und ich stolzierten unbeeindruckt vorbei und atmeten 100m entfernt, an der nächsten "Kreuzung" erleichtert auf.
Nun fiel mir auch auf, das ich kalte Füsse hatte, also nichts wie schnell nach hause.